Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

Monat: Oktober 2019 Seite 1 von 5

Scheffeln

„Ich glaube nicht, dass Gott uns auf die Erde geschickt hat, damit wir Millionen scheffeln und alles andere ignorieren“, sagte Roald Amundsen (1872-1928) einmal, norwegischer Polarforscher, erster Mensch am Südpol. Obwohl auch wir die Verse „Die aber, die reich werden wollen, fallen in Versuchung und Fallstrick und in viele unvernünftige und schädliche Begierden … Denn die Geldliebe ist eine Wurzel alles Bössen“ (1. Tim 6,9.10) gut kennen, benehmen wir uns so, als ob unser wesentlicher Auftrag wäre, Geld zu scheffeln. Anlass genug, das eigene Streben noch einmal zu überdenken. Diesen „Reichtum“ lassen wir hier zurück, definitiv. Einen anderen nehmen wir mit in den Himmel!

Ein kostbares Geheimnis

Paulus hatte den Kolossern ein Geheimnis offenbart, dass „von den Zeitaltern und von den Geschlechtern her verborgen war, jetzt aber seinen Heiligen offenbart worden ist, denen Gott kundtun wollte, welches der Reichtum der Herrlichkeit dieses Geheimnisses ist unter den Nationen, das ist: CHRISTUS IN EUCH, DIE HOFFNUNG DER HERRLICKEIT.“ (Kolosser 1,26.27)

Was für ein kostbares Geheimnis! Ist dieses Geheimnis, das keines mehr ist, bei mir persönlich noch „geheim“, habe ich es vielleicht selbst noch nicht wirklich erfasst?

„Christus in euch“ – das ist gewaltig! Der Herr helfe uns, dass wir begreifen, was das bedeutet, dass wir die Größe dieses Geheimnisses wirklich erfassen und erleben.

Zeige deine Liebe durch deine Taten

Enthalte kein Gutes dem vor, welchem es zukommt, wenn es in der Macht deiner Hand steht, es zu tun. (Sprüche 3,27)

Ich meine, es gibt kaum ein besseres Mittel, die Liebe zu seinem Nächsten zu zeigen, als durch das Handeln nach diesem Spruch.

Gewinnbringende Besuche

Ein Christ sagte einmal:

Wenn Du jemanden besuchen willst, und nichts von dem Herrn Jesus zu erzählen hast, dann bleib lieber zu Hause.

Vorfreude auf ein Leben nach dem Tod

"Meine Vorfreude auf ein Leben nach dem Tod ist nicht übermäßig groß. Ich bin sehr begeistert von dem Leben vor dem Tod." Das sagt Nicolas Berggruen, deutsch-amerikanischer Finanzinvestor & Karstadt-Besitzer. Was für eine Tragik liegt in solchen Gedanken. Natürlich dürfen wir uns über das Leben hier auf der Erde freuen. Gott hat es uns geschenkt – wer denn sonst! Aber wer keine Freude auf das Leben nach dem Tod hier auf der Erde hat, der kenn nichts von diesem Leben. Es ist ewige Glückseligkeit. Der Apostel Paulus konnte sagen: "Indem ich Lust habe, abzuscheidne udn bei Christus zu sein, denn es ist weit besser" (Philipper 1,23). Wer das ewige Leben in dem Herrn Jesus kennt, der freut sich auf die Zeit nach dem Tod (oder besser nach der Entrückung durch den Herrn Jesus). Wer das Leben hier mehr liebt als die Zeit danach, der scheint überhaupt kein Leben aus Gott zu haben. Und wenn ich als Christ das Leben hier so sehr liebe? Dann habe ich die falschen Prioritäten gesetzt, dann weiß ich offenbar nichts von der Herrlichkeit des Himmels. Das wäre schade – und würde echten Verlust bedeuten. Denn lebe ich auch mein Leben hier schon mit einer falschen Ausrichtung.

Der Räuber am Kreuz

„Auch die mit ihm gekreuzigt waren, schmähten ihn.“ Markus 15 Vers 32

„Auch du fürchtest Gott nicht, da du in demselben Gericht bist? Und wir zwar mit Recht, denn wir empfangen, was unsere Taten wert sind; dieser aber hat nichts Ungeziemendes getan. … Gedenke meiner, Herr, wenn du in deinem Reich kommst!“ Lukas 23 Verse 40 bis 43

Da hing der Herr Jesus am Kreuz. Rechts und links neben ihm zwei Räuber. Zuerst lästern die beiden den Herrn Jesus. Aber auf einmal wird der eine still. Dann weist er seinen mitgekreuzigten Räuber zurecht und bekennt seine Schuld. Zuletzt hat er eine Bitte an den Herrn Jesus.

Was hat diese Sinneswandlung, diese Umkehr um 180° bewirkt?

Natürlich ist es die Gnade, die uns (auch den Räuber) zur Buße geleitet hat. Aber was war der Anstoß? Ich bin mir sicher, daß es das Verhalten des Herrn Jesus war. Kein Fluchen, kein Schimpfen. NEIN! Stumm war der Herr Jesus (bis auf ganz wenige Worte).

Was hat dieses Verhalten für einen Eindruck gemacht! Auf den Räuber – zu seinem ewigen Heil.
Aber auch auf andere Menschen. Der Hauptmann konnte nicht anders als auszurufen: „Wahrhaftig, dieser Mensch war gerecht.“ Lukas 23 Vers 47

Auch uns beeindruckt dieses Verhalten, wenn wir die Evangelien lesen.

Für uns stellt sich die Frage: Dient unser Verhalten dazu, dass Menschen -zumindest- nach dem Heiland fragen?

Wo und wie finde ich Trost?

Gestern ist die Leiche des im September vergangenen Jahres in Nordrhein-Westfalen entführten 10-jährigen Mirco gefunden worden. Die Eltern des Jungen hatten den Entführer sogar per Videobotschaft inständig um die Freilassung ihres Sohnes gebeten. Doch jetzt müssen sie die längst befürchtete Botschaft vernehmen, dass ihr Junge, ihr geliebtes Kind, tot ist.

Wir können die schier unfassbare Trauer der Eltern verstehen und nachvollziehen, vielleicht besonders, wenn wir eigene Kinder haben. Sicher stellt sich für die Eltern die Frage, ob sie sich jemals trösten können, ob es überhaupt einen Trost für eine solche Sache gibt und warum dies alles geschehen musste.

Nun – diese Fragen beschäftigen die Menschen, seitdem es den Tod gibt. Ich bin davon überzeugt, dass allein in Gott wahrer Trost gefunden werden kann, auch für die Eltern des kleinen Mirco. Sicher kann man in dieser Lage auch leicht dazu kommen, Gott Vorwürfe zu machen, aber das ist zu einfach. Es zeigt vielmehr, zu was wir Menschen  fähig sind und zu was unser freiwilliges Uns-Entfernen von Gott uns gebracht hat.

Genauso wie bei Gott allein Trost zu finden ist, findet sich auch bei Gott allein ein Ausweg aus unserem Sünden-Dilemma. Gott hat seinen Sohn Jesus Christus vor 2.000 Jahren auf diese Erde gesandt, um das Sündenproblem der Menschen zu lösen - Er hat seinen Sohn am Kreuz von Golgatha für Sünder furchtbar gerichtet. Jeder Sünder muss dies nur glauben - für sich persönlich glauben und annehmen!

Glaube an den Herrn Jesus und du wirst gerettet werden! (Apostelgeschichte, Kapitel 16 Vers 23)

Wer Ihn - Christus - als Heiland und Retter kennt und Gott damit seinen Vater nennen kann, hat den Zugang zu dem „Gott alles Trostes“ (2. Korintherbrief, Kapitel 1 Vers 3), der auch für Trauernde wie die Eltern des kleinen Mirco wahren Trost spenden kann.

Mögen noch viele Ihn finden!

Der Herr Jesus sagt: Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen und ich werde euch Ruhe geben.  (Matthäusevangelium, Kapitel 11 Vers 28)

Offenheit und Verständlichkeit

"Zu einer menschenfreundlichen Kommunikation gehören Offenheit und Verständlichkeit", sagt der amtierende Bundespräsident. Das mag eine Binsenweisheit sein – sie ist aber wahr. Über Verständlichkeit haben wir schon öfter nachgedacht. Der Apostel Paulus beispielsweise ermahnt uns öfter, einen klaren Ton von uns zu geben, verständlich zu sein (vgl. 1. Korinther 14,7 ff.). Aber Offenheit und Transparenz ist auch wichtig. Wie soll Vertrauen zwischen Christen entstehen können, übrigens auch Vertrauen in Ehe und Familie, zwischen Mann und Frau, zwischen Eltern und Kindern, wenn nicht eine vertrauensvolle Offenheit in der Kommunikation besteht. Wenn ich immer überlegen muss, wie jemand dies oder jenes gemeint haben könnte, was er mir noch alles verschwiegen hat, usw., wird ein schönes Miteinander – Gemeinschaft – nicht möglich sein. Ist das auch wahr inmitten der örtlichen Versammlung (Gemeinde)? Gott gebe es.

Lieder singen

"Damals sangen Mose und die Kinder Israel dem HERRN dieses Lied." 2. Mose 15 Vers 1

Warum sangen die Leute dieses Lied? Aus Dankbarkeit Gott gegenüber und weil sie überwältigt waren von dem Wunder, das sie erlebt hatten.  

Viele können auch etwas aufzählen, was sie mit Gott erlebt haben:

– die Bekehrung

– Hilfe in schwierigen, vielleicht aussichtslosen Situationen

– tiefe innere Freude

– Bewahrung

– Führung und Leitung auf einem Weg, der vorher undurchsichtig war

– …

Wir reagieren wir? Auch mit einem Lied? Gott freut sich auch heute noch über ein Lied zu Seiner Ehre.

Das Singen von Liedern ist übrigens etwas, was wir auch noch im Himmel fortsetzen werden. Warum nicht heute damit anfangen oder fortfahren?  

 

Schön!

"Schön ist eigentlich alles, was man mit Liebe betrachtet", sagte der deutsche Dichter und Schriftsteller, Christian Otto Josef Wolfgang Morgenstern (1871-1914 ). Wir benutzen diesen Gedanken einmal im Blick auf unsere Mit-Christen. Wenn wir sie lieben – und das sollen wir tun: "Jeder, der den liebt, der geboren hat, hliebt auch den, der aus ihm geboren ist" (1. Johannes 5,1) – werden alle Mitgläubigen "schön". Warum? Weil wir Christus in ihnen sehen! "Christus alles und in allen" (Kolosser 3,11). Wie oft sehen wir auf die Fehler unserer Mitchristen, statt Christus in ihnen zu sehen? Wie oft haben wir in der vergangenen Woche für unsere Mitgläubigen gedankt? Und wie oft haben wir schlecht über sie geredet?

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