Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

Monat: November 2019 Seite 1 von 5

Blind und taub in der Ehe?

Loriot hat einmal kabarettisiert: „Eine glückliche Ehe ist eine, in der sie ein bisschen blind und er ein bisschen taub ist.“ Ist das wirklich wahr? Soll man so tun, als ob der Ehepartner keine Fehler hat – also blind und taub tun?

Die Bibel zeigt, dass wir dann eine glückliche Ehe führen, wenn wir Christus in unserem Ehepartner sehen. Und wenn wir unserem Ehepartner dienen. Dienen heißt helfen, hingeben, den unteren Platz einnehmen, den unteren Weg gehen, den anderen höher achten als sich selbst. So unpopulär das heute sein mag: Echter Dienst an der Ehefrau (oder der Ehefrau am Ehemann) gibt tiefe Freude, weil es zugleich ein Dienst an dem Herrn Jesus ist.

„Ihr Männer, liebt eure Frauen, wie auch der Christus die Versammlung geliebt und sich selbst für sie hingegeben hat“ (Epheser 5,25).

„Rede … dass die jungen Frauen ihre Männer lieben“ (Titus 1,4).

Allein

Der deutsche Liedermacher Reinhard Mey singt in einem Lied im Refrain:

„Allein,
Wir sind allein,
Wir kommen und wir gehen ganz allein.
Wir mögen noch so sehr geliebt, von Zuneigung umgeben sein:
Die Kreuzwege des Lebens geh‘n wir immer ganz allein.
Allein,
Wir sind allein,
Wir kommen und wir gehen ganz allein.“

Gläubige Christen fühlen sich nicht derart allein. Sie können sich auf viele Aussagen des Wortes Gottes, der Bibel stützen. Stellvertretend für viele Zusagen Gottes möchte ich heute diese aus dem Propheten Jesaja, Kapitel 43 Vers 1-5 anführen:

Und nun, so spricht der Herr: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein. Wenn du durchs Wasser gehst, ich bin bei dir, und durch Ströme, sie werden dich nicht überfluten; wenn du durchs Feuer gehst, wirst du nicht versengt werden, und die Flamme wird dich nicht verbrennen. Denn ich bin der Herr, dein Gott, ich, der Heilige Israels, dein Heiland; … Weil du teuer, wertvoll bist in meinen Augen, und ich dich lieb habe, so werde ich Menschen hingeben an deiner Statt und Völkerschaften anstatt deines Lebens. Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir.

Wenn Gott dies zu seinem irdischen Volk Israel sagen konnte, wie viel mehr gilt das für solche, die in Christus Seine Kinder sind!

Wahres Glück

Psalm 1 Vers 1 und 2:

Glückselig der Mann, der nicht wandelt im Rate der Gottlosen, und nicht steht auf dem Wege der Sünder, und nicht sitzt auf dem Sitz der Spötter, sondern seine Lust hat am Gesetz des HERRN und über sein Gesetz sinnt Tag und Nacht!

Und er ist wie ein Baum, gepflanzt an Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und dessen Blatt nicht verwelkt; und alles was er tut, gelingt.

Ein Gespenst!

Wir lächeln vielleicht über die Furcht der Jünger, die meinten, die Gestalt, die auf dem See auf sie zukam, sei ein Gespenst. Doch wir sollten uns mal fragen, ob wir uns manchmal nicht ähnlich verhalten, obwohl wir viel weitreichendere Kenntnis haben dürfen als die Jünger.

Denken wir stets daran, dass der Herr in jeder Situation bei uns ist? Oder erschrecken wir uns vielleicht, wenn Er sich ganz offensichtlich zeigt, weil wir mal wieder nicht mit Ihm gerechnet haben?

In unsere aufgeklärten Zeit glauben wir nicht mehr an Gespenster, aber haben wir vielleicht auch den Glauben an die Macht und das Wundertun unseres Herrn verloren?

„Du bist ein Gott, der Wunder tut,
Das wollen fest wir halten,
Das gibt uns immer neuen Mut
Zu trauen deinem Walten.“

Vom Millionär zum Bettler und wieder zurück

Die Geschichte in der Bibel von Hiob ist beeindruckend. Ein Mann, dem Gott ein hervorragendes Zeugnis ausstellt und der eine bedeutende Persönlichkeit seiner Zeit ist, dazu noch superreich, wird bettelarm und dann auch noch schwer krank.

Wie nimmt dieser Mann die Schicksalsschläge auf? „Bei all diesem sündigte Hiob nicht und schrieb Gott nichts Ungereimtes zu.“  und „Bei all diesem sündigte Hiob nicht mit seinen Lippen.“  Hiob 1 Vers 22 und 2 Vers 10

Gott hatte es zugelassen, dass Hiob durch so eine schwere Krise ging. ER hatte sein Ziel damit und kam auch zu seinem Ziel. Hiob musste lernen, dass sein gottesfürchtiges Leben, seine Gerechtigkeit (die ihm ja sogar von Gott „bescheinigt“ wurde), nicht sein Verdienst war.

Hiob hat seine Lektion gelernt. Und Gott gab ihm sogar das Doppelte von dem , was er vorher besaß (also vom Bettler zum mehrfachen Millionär).

Manchmal muss Gott uns auch etwas wegnehmen, was uns lieb und teuer ist: Teile unseres Besitzes, unsere Gesundheit, vielleicht sogar einen unserer Lieben. Und er verspricht uns nicht, es uns nach gelernter Lektion wiederzugeben Aber eins  dürfen wir wissen: GOTT HAT IMMER NUR GUTES FÜR UNS IM SINN!“

„Staatliche Obhut der Kinder“

Heute war in der FAZ ein interessanter Kommentar zu den Ereignissen von Mügeln zu lesen. Es ging um die Frage, was die eigentliche Ursache für diese Verhaltensweisen sein könnte. Am Ende heißt es: „Der Kriminologe Pfeiffer, der es vor Jahren einmal wagte, eine Erklärung in der Krippenerziehung der DDR zu suchen, wurde niedergemacht. Wissenschaftlich widerlegt wurde er nie … Nur zu leicht gerät man in Konflikt mit dem All-Parteien-Konsens in der Familienpolitik: der Anpassung der Familie an die Erfordernisse der Wirtschaft. Die hochgelobte staatliche Obhut für Kleinkinder jedoch wird ganz bestimmt keine selbstbewussten, emotional gefestigten Menschen hervorbringen. Sie züchtet, was man zu bekämpfen vorgibt. Auch da wird weggesehen.“

Man mag soziologisch und psychologisch analysieren, wie man will. Der biblische Weg, dass sich die Eltern um ihre Kinder kümmern (vgl. Eph 6,1-4), dass sich Mütter um ihre Kinder und den Haushalt kümmern (vgl. Phlm 4), ist noch immer der zielführende Weg gewesen, wenn man von Ausnahmen absieht, die es immer gibt. Erziehung ist nicht ausschließlich Mutteraufgabe – gewiss nicht. Aber eine Mutter zu Hause erleichtert den Aufbau von Vertrauen zwischen Kindern und Eltern sowie Eltern und Kindern, wenn beide Elternteile an einem Strang ziehen. Wir alle fühlen uns überfordert in dieser Aufgabe. Wie gut, dass wir das Gebet haben!

Ganz knappe Entscheidung

"Manche verpassen den Himmel um 45cm – die Entfernung zwischen Herz und Kopf." Das stand auf einem Schild an einem Bibelstand.

 

Warum bekehren sich manche Menschen einfach nicht, obwohl sie so nahe dran sind.

Ich weiß nicht, ob es am Kopf oder am Herzen liegt. Auf jeden Fall sind sie nicht bereit, das anzunehmen, was Gott als Rettungsmittel für den Himmel gegen hat – den Glauben an den Heiland Jesus Christus und ein Bekenntnis der Schuld. Entweder sagt der Verstand oder die Gefühle "NEIN!" Dabei ist die Umkehr zu Jesus Christus weder ausschließlich eine Sache des Verstandes noch der Gefühle (obwohl beide beteiligt sind).

 

"Glaube an den Herrn Jesus, und du wirst errette werden." Apostelgeschichte 16 Vers 31

 

"Einfacher" geht es doch nicht. Man muß nur wollen.

 

Wie tragisch, wenn 45cm über den Aufenthaltsort für alle Ewigkeit entscheiden.

 

 

 

 

 

 

Sein Angesicht schauen

Stehe auf, HERR! Errette meine Seele von … den Leuten durch deine Hand, HERR, von den Leuten dieses Zeitlaufs! Ihr Teil ist in diesem Leben, und ihren Bauch füllst du mit deinem Schatz; sie haben Söhne die Fülle, und ihren Überfluss lassen sie ihren Kindern.

Ich, ich werde dein Angesicht schauen in Gerechtigkeit, werde gesättigt werden, wenn ich erwache, mit deinem Bild.

 Psalm 17 Vers 13-15

Psalm 17 ist ein Gebet von David. In den zitierten Versen am Ende des Gebets drückt David Empfindungen darüber aus, dass er von Gott bewahrt vor den Leuten „dieses Zeitlaufs“ werden möchte. Diese Leute gibt es zu jeder Zeit, immer sind es die Leute „dieses Zeitlaufs“. Der Zeitlauf dieser Welt ist ein Zeitlauf ohne Gott - das war zu jeder Zeit seit dem Sündenfall so. Und diese „Gottlosigkeit“ charakterisiert diesen Zeitlauf. Die Menschen haben nichts anderes als den gegenwärtigen Augenblick, ihre Hoffnung und Zukunft ist allein auf diese Erde und ihre Vergnügungen gerichtet. Gott schenkt ihnen in Seiner Güte zwar „seinen Schatz“, die Schätze dieser Erde, schenkt ihnen Reichtum, Familien und irdisches Glück, aber sie wollen von Gott letztlich nichts wissen.

„Ihr Teil ist in diesem Leben.“ Das ist die nüchterne Betrachtung des Lebens der Leute dieses Zeitlaufs aus einer höheren, ewigen, göttlichen Sicht.

David wusste, dass es nach dem Tod noch ein Leben gibt. Er spricht prophetisch von der Auferstehung, wenn er sagt, dass er Gottes Angesicht in Gerechtigkeit schauen wird. Im Gegensatz zu dem kurzfristigen Sattwerden auf dieser Erde erfreut er sich an dem Gedanken, eines Tages ewig gesättigt zu werden, wenn er bei Ihm, seinem Gott „erwacht“ und Sein Bild ewig vor Augen hat. Was für ein Unterschied!“

Kennen wir auch den Blick auf diesen Augenblick, die Ruhe des Herzens, die dieser Gedanke mit sich bringt und die Absonderung von dieser Welt, die sich mit einer friedevollen Gelassenheit im Hinblick auf das Treiben dieser Welt verbindet?

Eigene Schwäche

Zwei Aussagen von Männern, die große Aufgaben meistern mussten (Salomo in 1. Könige) oder in großer Not waren (Josaphat in 2. Chroniker):

„Und nun, HERR, mein Gott, du hast deinen Knecht zum König gemacht an meines Vaters David statt, und ich bin ein kleiner Knabe, ich weiß nicht aus- und einzugehen.“ 1. Könige 3 Vers 7

Denn in uns ist keine Kraft vor dieser großen Menge, die gegen uns kommt; und wir wissen nicht, was wir tun sollen, sondern auf dich sind unsere Augen gerichtet.“ 2. Chroniker 20 Vers 12

Gottes Antwort, wenn wir uns schwach fühlen und uns unserer eigenen Unfähigkeit bewusst sind:

„Meine Gnade genügt dir, denn meine Kraft wird in Schwachheit vollbracht.“ 2. Korinther 12 Vers 9

Fazit:

„Wenn ich schwach bin, dann bin ich stark.“ 2. Korinther 12 Vers 10

Den Vater gesehen

Der Herr Jesus sagte einmal zu seinem Jünger Philippus: „Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen“ (Evangelium nach Johannes, Kapitel 14 Vers 9).

Ist uns eigentlich bewusst, was das für eine Gnade ist, dass wir Gott, offenbart in dem Sohn, in dem Menschen Jesus Christus kennen dürfen? Was wäre mit uns und wie arm wären wir, wenn der Sohn nicht Mensch geworden wäre und uns gezeigt hätte, wer der Vater ist?

Wie reich dürfen wir kleine Geschöpfe aber dadurch sein,  dass wir den allmächtigen, unendlichen Gott als Vater kennen dürfen. Er ist es, „der in unsere Herzen geleuchtet hat zum Lichtglanz der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes im Angesicht Christi“. (2. Korintherbrief, Kapitel 4 Vers 6).

Wie wertvoll ist Dir diese Kenntnis des Vaters?

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