Bibel-Blog

Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

Monat: November 2019 Seite 2 von 5

Den Vater gesehen

Der Herr Jesus sagte einmal zu seinem Jünger Philippus: „Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen“ (Evangelium nach Johannes, Kapitel 14 Vers 9).

Ist uns eigentlich bewusst, was das für eine Gnade ist, dass wir Gott, offenbart in dem Sohn, in dem Menschen Jesus Christus kennen dürfen? Was wäre mit uns und wie arm wären wir, wenn der Sohn nicht Mensch geworden wäre und uns gezeigt hätte, wer der Vater ist?

Wie reich dürfen wir kleine Geschöpfe aber dadurch sein,  dass wir den allmächtigen, unendlichen Gott als Vater kennen dürfen. Er ist es, „der in unsere Herzen geleuchtet hat zum Lichtglanz der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes im Angesicht Christi“. (2. Korintherbrief, Kapitel 4 Vers 6).

Wie wertvoll ist Dir diese Kenntnis des Vaters?

Weltfremd

Vor einigen Tagen hatte ich ein Gespräch mit einem Kollegen, bei dem wir auch auf Glaubensfragen zu sprechen kamen. Nach dem Gespräch fiel mir auf, dass man sich immer wieder wie ein völliger Querdenker vorkommt, wenn man die Inhalte der Bibel als persönliche Überzeugung bekennt und diesen konsequent folgen möchte.

Woran liegt das?

Zunächst sicher daran, dass die Grundsätze Gottes, wie wir sie in der Bibel finden, von der heutigen Gesellschaft als völlig abwegig bezeichnet werden. Aber vielleicht auch daran, dass wir selbst zu wenig Christus in unserem Leben zeigen und nach dem leben, was wir zu glauben bekennen.

Wir wollen uns ermuntern, ein „Brief Christi“ zu sein, in dem die Menschen wirklich lesen können. Wenn alle Gläubigen dies umsetzen würden, wäre ein echtes Leben nach der Bibel nicht mehr ganz so „weltfremd“, weil es dann von vielen vorgelebt würde.

Eins ist zwar sicher: Es geht es mit der Welt weiter bergab. Aber noch eins ist genauso sicher: Weltlich gesinnte Christen können diese Entwicklung schon mal gar nicht aufhalten oder verlangsamen. Woran es bedarf ist ein entschiedenes Christentum nach Gottes Maßstäben.

„Sind Sie gläubig?“

Teenager haben die Bundesfamilienministerin, Vorzeigechristin der CDU und mancher Interessengruppen, nach ihrem Glauben befragt, zum Beispiel, ob sie „gläubige Christin“ sei. „Ja, unbedingt. Ich finde christliche Werte wichtig und auch christliche Bräuche wie das Tischgebet.“ –

Die Bibel sagt zum Thema Glaube u.a.: „Durch die Gnade seid ihr errettet, mittels des Glaubens … nicht aus Werken, damit niemand sich rühme“ (Epheser 2,8). Werte sind wichtig, keine Frage. Aber sind die Werte das Zeichen wahren Glaubens? Gläubiger Christ ist man dadurch, dass man sich bekehrt hat und dementsprechend dann auch lebt, Glaubenstaten zeigt, wie uns Jakobus lehrt.

Hoffentlich ist für uns das Tischgebet nicht nur ein Brauch – wenn auch ein guter – sondern ein innerer Wunsch, weil man spürt, dass man von dem Segen Gottes abhängig ist, auch wenn es um das scheinbar geringe Thema des Essens und Trinkens geht.

In der Zeit leben …

"Nur, wer nicht in der Zeit, sondern in der Gegenwart lebt, ist glücklich", sagte einmal ein Philosoph des vorigen Jahrhunderts. Dieser Ausspruch erinnerte mich an Prediger 7,10: "Sprich nicht: Wie kommt es, dass die früheren Tage besser waren als diese? Denn nicht aus Weisheit fragst du danach." So leicht verklären wir die Vergangenheit und leben dann unglücklich in der Gegenwart. Warum konnte Daniel seinen Gott so verherrlichen? Weil er gerade in einer dunklen Zeit als helles Licht schien. Das ist die Herausforderung für Dich und mich heute. Nicht, über die Gegenwart zu klaren. Das macht wirklich unglücklich.

Zukunft

"Am liebsten erinnere ich mich an die Zukunft", sagte einmal der spanische Maler Salvador Dalí (1904-89). Er hat das sicher witzig gemeint. Aber für den Menschen ganz allgemein steckt in diesem Wort eine wichtige Wahrheit. Es kommt auf die Zukunft an! Man kann heute noch so viel "Spaß" haben – was ist, wenn ich damit meine Zukunft – ich meine die Ewigkeit – verspiele? Man kann heute sogar die ganze Welt gewinnen. Aber wo verbringe ich die Ewigkeit? Die Zukunft muss mein Jetzt und Heute bestimmen. Dann werde ich vielleicht keinen großen Spaß haben – aber wirklich glücklich sein. "Denn was nützt es einem Mesnchen, wenn er die ganez Welt gewinnt und seine Seele einbüßt?" (Markus 8,36). Denk an Deine Zukunft!

Mit Stumpf und Stiel ausrotten

"Es ist besser, das Alte mit Stumpf und Stiel auszurotten, als ewig zu flicken und nie ein vollkommenes Ganzes zustande zu bringen", schrieb einmal Adolph Freiherr von Knigge (1752-1796), deutscher Schriftsteller und Herausgeber des "Knigge". Sind wir nicht immer wieder dran, Altes zu flicken, statt es auszurotten und neu anzufangen. Wenn ich mich verfahre, hoffe ich irgendwie immer wieder, doch noch eine Weggabelung zu finden, die mich irgendwann schneller ins Ziel bringt. Statt zurückzufahren zum Ausgangspunkt, fahre ich auf meinem Weg fort. Gott hat mit uns anders gehandelt. Er hat unsere alte, verderbte Natur nicht verbessert (sie war nicht verbesserungsfähig), sondern er hat sie in den Tod des Herrn Jesus gebracht, um uns eine ganz neue, vollkommen andere, eben vollkommene Natur zu schenken. Und wenn ich als Christ feststelle, dass ich sündige? "Wenn wir unsere Sünden bekennen, so ist Gott treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt (1. Johannes 1,9) – und dann lasst uns im Selbstgericht zum Ausgangspunkt zurückgehen, um neu anzufangen. Einfach zu versuchen, sich mehr schlecht als recht weiterdurchzuschlängeln führt nicht zum Ziel. Ausrotten ist angesagt …

Belohnung und Motivation

Als der Herr Jesus am See von Genezareth predigte, drängte die Menschenmenge. Deswegen bat er Petrus, Ihn auf dem Schiff vor das Ufer zu fahren, damit Er von dort aus predigen konnte.

Zunächst ein kleiner Dienst von Petrus. Dann einfacher Gehorsam von Petrus, als der Herr ihm sagte, er solle am heiligsten Tag rausfahren und fischen. Dann eine große Belohnung vom Herrn für einen kleinen Dienst und einfachen Gehorsam von Petrus: ein großer Fischfang.

Und Petrus wusste: er hatte nichts dazu beigetragen als nur im Gehorsam das Netz herabzulassen, entgegen seiner Fachkenntnis. Er erkannte seine eigene Unfähigkeit und Sündhaftigkeit und warf sich vor dem Herrn nieder.

Doch der Herr wollte Petrus damit nicht nur für seinen kleinen Dienst belohnen, Er wollte ihn motivieren für einen größeren Dienst. Sein kleiner Dienst war die Vorbereitung auf einen größeren Dienst. Petrus sollte von nun an Menschenfischer werden für den Herrn. Und die Belohnung aus der Hand des Herrn war eine Motivation, dem Herrn auch in dem größeren Dienst zu vertrauen. Sollte er in diesem Dienst nicht ebenso die Macht des Herrn erfahren und große Mengen fischen? Ebenso wie bei dem Fischfang auf dem See Genezareth konnte Petrus und können auch wir nichts beitragen zu dem „Fischfang“ in dem großen Meer der Nationen, als nur Vertrauen, vielleicht entgegen unserer Erfahrung, und Gehorsam.

Und bedenken wir: Angefangen hat es mit dem kleinen Dienst des Petrus, den Herrn in seinem Schiff mitzunehmen.

Es ist nicht zu spät

Kürzlich war davon zu lesen, dass ein Mann jemandem seine EC-Karte gestohlen und dann 115 Euro abgehoben hat. Später schlug sein Gewissen, so dass er diese Tat einem Pfarrer/Priester beichtete und die Karte samt Geld hinterließ, so dass alles dem Eigentümer wieder zugestellt werden konnte.
Es ist nie zu spät, eine Tat zu bekennen, so lange wir noch auf der Erde sind. Da unser Leben aber nicht in unserer eigenen Hand ist, sollten wir damit nicht waren. Heute noch können wir Dinge in Ordnung bringen durch ein Bekenntnis. Morgen kann unsere Lebenszeit schon abgelaufen sein. Dann werden wir, die wir uns bekehrt haben, diese Sünde am Richterstuhl wieder treffen. Sie wird zu unserem eigenen Schaden und zur Verunehrung des Herrn ins Bewusstsein gebracht werden. Lohn geht verloren, die Herrlichkeit Gottes wird beleidigt. Das will doch kein von Neuem geborener Christ! „Wenn wir unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit … Meine Kinder, ichi scheibe euch dies, damit ihr nicht sündigt; und wenn jemand gesündigt hat – wir haben einen Sachwalter bei dem Vater, Jesus Christus, den Gerechten. Und er ist die Sühnung für unsere Sünden, nicht allein aber für die unseren, sondern auch für die ganze Welt“ (1. Johannes 1,9; 2,1.2).

Geschichten, die die Augen öffnen (sollen)

Im Alten Testament finden wir Geschichten, die erzählt wurden, um die Augen über die eigene Situation zu öffnen. Z.B. in 2. Samuel 12 Verse 1 bis 12 oder in 1. Könige 20 Verse 35-43. David bzw. Ahab hatten beim Erzählen sofort eine klare, eindeutige und harte Meinung darüber, was zu geschehen habe. Doch dann wurde ihnen die Augen geöffnet. Ob die Meinung dann immer noch so eindeutig war? Bei David ja. Er erkannte sein Fehlverhalten. Ahab dagegen war zornig über diesen „Verweis“.

Wie sieht es bei uns aus? Zu uns wird kein Prophet kommen und uns eine Geschichte erzählen. Aber vielleicht hören wir in einer Predigt ein Wort, das unsere eigene Situation genau trifft. Wie gehen wir damit um? Erkennen wir darin die treue Fürsorge unseres Gottes, der uns von einem verkehrten Weg wegbringen möchte? Oder haben wir sofort eine Person im Sinn, die sich das „hinter die Ohren schreiben soll“?

Gott lässt uns aus Liebe nicht einfach laufen. Er geht uns nach mit dem Ziel, dass wir unser verkehrtes Tun einsehen, bekennen und lassen. Dazu kann er einen Vers aus der Bibel, ein Wort in einer Predigt oder eine klare Botschaft eines Freundes benutzen. Wie gut, wenn wir auf solche „Geschichten“ hören und sie auf uns anwenden und die richtigen Schlussfolgerungen daraus ziehen.

nicht fürchten – Mut machen

„Fürchte dich nicht, Paulus!…Seid guten Mutes Männer!“ Apostelgeschichte 27 Vers 24 und 25

Es gibt Situationen, da sind wir zusammen mit anderen in einer Notsituation. Dann kann es sein, dass wir durch Gottes Güte und Gnade Trost, Ruhe und Frieden in dieser Angelegenheit bekommen.

Können wir dann den anderen Mut machen?

Andere Frage: Lassen wir uns durch andere Gläubige Mut machen?

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