Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

Monat: Dezember 2019 Seite 1 von 3

Das Herz in der Nähe Gottes?

„Das Verweilen des Herzens in der Nähe Gottes und die Gemeinschaft mit Ihm sind das einzige Mittel zu einem wahren Wachstum in der Erkenntnis Seiner Wege und der Segnungen, die Er Seinen Kindern mitteilt“ (John Nelson Darby).

Kein Erforschen der Bibel allein, so wertvoll dies für sich gesehen auch ist, lässt uns zu Ihm hin wachsen, wenn dies nicht mit dem gleichzeitigen Genuss seiner Gemeinschaft verbunden ist. Gottes Wort spricht immer das Herz an, Gott möchte unser Herz haben. Davon muss alles ausgehen, auch unser Gehorsam gegenüber dem Wort Gottes. Ein rein gesetzesmäßiger, vielleicht verstandesmäßiger, Gehorsam bringt uns keinen geistlichen Wachstum.

Sind wir mit unseren Herzen bei Gott?

Gib mir, mein Sohn, dein Herz.

Sprüche 23 Vers 26

Stiller Prediger

Noah wird schon mal als ein „stiller Prediger“ bezeichnet.

Er bekam von Gott den Auftrag, ein riesiges Schiff zu bauen, obwohl weit und breit kein Gewässer war, worauf er damit hätte fahren können. Und er tat es. Warum? Weil er Gottes Worten glaubte und weil er Gott gehorsam war. Zwar wird er wohl viele Fragen seiner Mitmenschen beantwortet haben, aber seine eigentliche „Predigt“ bestand darin, zu bauen. Die Mitmenschen konnten etwas sehen.

Noah hatte auch ohne Worte eine gewaltige Predigt für seine Mitmenschen. Jeden Tag konnten sie sehen, wie die Arche Stück für Stück wuchs. Über 100 Jahre lang. (Leider hat keiner der Menschen auf ihn gehört. Nur er und seine Familie wurde durch das einzige Rettungsmittel, das Gott gegeben hat, gerettet.)

Und da stellen sich für uns die Fragen:

Können die Mitmenschen auch bei uns etwas „sehen“? In unserem Verhalten? Wie wir als Christen leben?
Auch ohne Worte sollte unser Leben eine „Predigt“ für unsere Mitmenschen sein.

Weisheit

„Kein Mensch kennt ihren Wert.“ „Gott versteht ihren Weg, und er kennt ihre Stätte.“ „Die Furcht des Herrn ist Weisheit, und vom Bösen weichen ist Verstand.“ Hiob 28 Verse 13, 23 und 28. Hiob war ein sehr weiser Mann. Durch Beobachtungen wußte er sehr viel über die Natur. Durch ein gottesfürchtiges Leben wußte er sehr viel über Gott. Aber woher echte Weisheit kam, dass war auch ihm verborgen. Er wußte aber, wie sich Weisheit zeigt: durch echte Gottesfurcht und durch das Vermeiden von allem Bösen. Wenn sich diese beiden Punkte in unserem Leben zeigen , dann sind wir wirklich weise. Nicht unbedingt vor den Menschen, aber auf jeden Fall in den Augen Gottes.

angezündet werden – brennen – anzünden

Zitat in einer Verkaufsschulung: „Ich freu mich, dass Sie jetzt für die Produkte brennen. Mein Wunsch ist, dass Sie dieses Feuer jetzt in Ihre Einheiten weitertragen und Ihre Mitarbeiter anzünden.“

Zur Zeit des Herrn Jesus gabe es auch zwei Menschen, die erst angezündet werden mußten (das hat der Herr Jesus selber übernommen), die brannten und dann etwas davon weitergegeben haben.

„Und von Moses und allen Propheten anfangend, erklärte er ihnen in allen Schriften das, was ihn betraf.“

„Brannte nicht unser Herz in uns, als er auf dem Weg zu uns redete, und als er uns die Schriften öffnete?“

„Und sie standen zur selbigen Stunde auf und kehrten nach Jerusalem zurück. Und sie fanden die Elfe und die mit ihnen versammelt waren […] Und sie erzählten, was auf dem Weg geschehen war.
Lukas 24 Verse 27, 32, 33 und 35

Glänzende Kinderaugen

Ein Polizeimotorrad von Playmobil hatte der Kleine schon, aber der Traum war, einmal auf einem richtigen Krad zu sitzen. Heute bot sich die Gelegenheit, einmal ganz nah an eins heranzukommen. Und da stieg der Polizist doch tatsächlich ab und ließ ihn aufsteigen. Sogar alle Schalter durfte er ausprobieren. Könnt ihr euch das Erstaunen darüber, wie groß so eine Maschine in Wirklichkeit ist und die glänzenden Kinderaugen vorstellen?

In der Bibel lernen wir den Heiland kennen (und hoffentlich auch lieben), aber wirklich vorstellen können wir uns IHN nicht. Wenn das bald Wirklichkeit wird und wir Ihn sehen, werden unsere Augen nicht nur glänzen, dann werden wir nur noch Augen für IHN haben.

„und so werden wir allezeit bei dem Herrn sein. So ermuntert nun einander mit diesen Worten.“ 1. Thessalonicher 4 Vers 17 und 18

„Wir werden Ihn sehen, wie er ist.“ 1. Johannes 3 Vers 2 

„Was wird’s sein, was wird’s sein, Führest Du mich droben ein!

Wo nicht Sünd‘ und Welt mehr störet, nie ein Seufzer wird gehöret –

Ewig werd‘ ich bei Dir sein! Ewig werd‘ ich bei Dir sein!“

Tot sein und doch leben

„Ich will leben, auch wenn ich tot bin“, sagte mal eine deutsche Tänzerin, Kabarettistin und Filmschauspielerin. Dabei ging es ihr natürlich darum, dass sie als Person und Artistin im Gespräch bleiben wollte. Es lag also an ihrer Aktivität im Leben, ob sie „bleibend“ sein würde.

Das aber gilt für uns Menschen ganz grundsätzlich. Denn wir wissen, dass jeder von uns sterben muss (wenn wir für einen Moment einmal von dem Wiederkommen des Herrn Jesus für uns, die Lebenden, absehen). Der Evangelist Johannes sagt einmal: „Wer an den Sohn glaubt, hat ewiges Leben; wer aber dem Sohne nicht glaubt, wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm“ (Johannes 3,36).

Wenn wir also in unserem Leben an den Herrn Jesus glauben, werden wir leben, auch wenn wir gestorben sind (vgl. Johannes 11,25). Derjenige, der nicht glaubt, wird das Leben nie sehen können. Der Zorn Gottes bleibt auf ihm.

Aber auch in der praktischen Konsequenz für unser Leben ist wahr: Wenn wir ein wirklich (für Gott und auf Ihn ausgerichtetes) lebendiges Leben führen, werden wir „weiterleben“, auch wenn wir nicht mehr hier auf der Erde sind. Gilt das nicht für viele Gläubige, die uns ein solches geistliches Erbe hinterlassen haben, dass wir heute noch von ihnen „leben“? – Es liegt an uns und unserer Treue und Hingabe für Gott.

Furcht

Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir; schaue nicht ängstlich umher, denn ich bin dein Gott; ich stärke dich, ja, ich helfe dir, ja, ich stütze dich mit der Rechten meiner Gerechtigkeit. (Jesaja 41,10)

Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Furchtsamkeit gegeben, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit. (2.Timotheus 1,7)

Die Gläubigen werden in der Bibel an vielen Stellen dazu aufgefordert und daran erinnert, uns nicht zu fürchten. Anscheinend haben wir diese Ermunterung sehr nötig. Furcht im Leben eines Christen hat weitreichende Folgen: 

  • – Furcht behindert mein Denken und Handeln – siehe Jakob in 1.Mose 32.
  • – Furcht bewirkt ein Gefühl von Unentschlossenheit – siehe David in 2.Samuel 6,1-11
  • – Furcht behindert meine Fähigkeit, Gottes Willen zu erfüllen – siehe Gideon in Richter 6,14ff
  • – Furcht beeinflusst meine Beziehungen, zum Herrn (Lk 9,45) und zu anderen (Apg 9,26)
  • – Furcht verursacht Zweifel und Panik – siehe das Volk Israel in 2. Mose 14,10-14

Viele Dinge können bei uns Furcht verursachen. Diese Dinge können wir in der Regel nicht abstellen, es kommt darauf an, wie wir damit umgehen. Mir sind die folgenden Punkte eine Hilfe gewesen, vielleicht sind sie es auch für dich.

  1. Schaue auf Gott und nicht auf die Umstände, die Quelle deiner Furcht, denn wen hast du im Himmel? "Der Herr hat in den Himmeln festgestellt seinen Thron, und sein Reich herrscht über alles" (Ps 103,19)
  2. Du musst gegen deine Furcht aktiv angehen: 
    Woher kommen deine Zweifel? – Aus dem Fleisch, denn von Gott sind sie nicht (1.Tim 1,7).
    Hat Gott nicht verheißen, dir alles Nötige zu geben und für dich, der du Gott fürchte, alles zum Guten mitwirken zu lassen? JA! (Phil 4,19; Rö 8,28)
    Hat Gott dir nicht den Heiligen Geist gegeben, um dich zu befähigen, dein Leben ohne Furcht zu leben? JA! (Apg 1,8)
    Hat Gott nicht verheißen, immer bei dir zu sein? JA! (Heb 13,5-6)
    Gibt es irgendetwas, was zu schwer wäre für Gott? "Siehe, die Hand des HERRN ist nicht zu kurz, um zu retten, und sein Ohr nicht zu schwer, um zu hören" (Jes 59,1)
  3. Nähre dich von Gottes Wort! (Ps 119,97-104)
  4. Geh in schwierigen Zeiten im Vertrauen voran – wie Paulus es erlebt und in 2.Korinther 11,24-28 beschreibt. Er ging weiter vorwärts, vertrauend auf seinen Gott.
  5. Gehorche Gott treu und überlasse Ihm alle Konsequenzen!
     

Alles Gute kommt von oben

„Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben herab.“ Jakobus 1 Vers 16 

Jakobus meint in diesem Vers das Gute, das wir tun. Dafür ist allein Gott verantwortlich.

Aber wir können den Vers auch anders anwenden. Alles Gute, das wir bekommen oder das uns begegnet, kommt von unserem himmlischen Vater.

Ein Satz in einer Betrachtung zu diesem Vers hat mich besonders angesprochen: „Man gibt mit den Händen, aber man schenkt mit dem Herzen.“ Wenn wir etwas geben, dann kann das zu Dankbarkeit bei unserem Gegenüber führen. Wenn wir es aber mit dem Herzen tun (jemandem etwas schenken), dann führt das zu innerer Freude bei unserem Gegenüber und auch bei uns selbst.

Hauptsache, ins Ziel kommen

Bei einem Volkslauf wollte jeder ins Ziel kommen. Die Schnellsten liefen allen davon (und waren gespannt auf das Ergebnis), dann kam das Hauptfeld und zum Schluß die Langsamen. Eine Chance auf den Sieg hatten sie nicht, bei ihnen ging es nur darum, „ins Ziel zu kommen“.

Für Paulus ging es auch darum, das Ziel zu erreichen. Aber nicht durch Hinterherlaufen. Nein, er hatte eine andere Einstellung: „Vergessend, was dahinten, und mich ausstreckend nach dem, was vorn ist, jage ich, das Ziel anschauend, hin…“ Philipper 3 Vers 13

Und in 2 Timotheus 4 Vers 7 können wir das Ergebnis nachlesen: „Ich habe den Lauf vollendet.“

Ins Ziel werden wir alle kommen, aber wir wollen uns duch Paulus Einstellung anspornen lassen:
# vergessen was dahinten liegt
# ausstrecken nach vorne
# das Ziel fest im Auge

Es ist also Einsatz gefragt.

Vom Beten und Zusammenstehen

„Eine Familie, die zusammen betet, hält zusammen.“ (Al Scalpone, amerikanischer Schriftsteller (1913-2000)).  

Das gemeinsame Gebet in der Familie (nicht nur vor den Mahlzeiten!) wird auch die Familienmitglieder zueinander ziehen. So wird allen die Abhängigkeit von Gott deutlich, so merk en die Kinder, dass die Eltern „auch nur Menschen“ sind. Je näher die Familie bei und mit Gott lebt, desto leichter wird man sich gegenseitig bekennen und vergeben – Eltern den Kindern, Kinder den Eltern, die Kinder untereinander, die Eltern untereinander.

Das hält zusammen und lässt uns in der Familie zusammenstehen.

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