Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

Monat: Januar 2020 Seite 1 von 3

Gerettet

„In den Berchtesgadener Alpen ist der verletzte Höhlenforscher geborgen worden. Die Retter waren mit ihm fast sechs Tage unterwegs. Der 52-Jährige hatte am Pfingstsonntag bei einem Steinschlag in 1000 Metern Tiefe ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten.“

http://www.deutschlandfunk.de/hoehlenforscher-rettung-in-den-alpen-geglueckt.1818.de.html?dram:article_id=289548

Die äußerst aufwendige und kostspielige, aber erfolgreiche Rettung des verunglückten Höhlenforschers konnte man allen Medien entnehmen. Dabei wurde mit Superlativen nicht gespart:

Riesige Höhle.

Riesige Kosten.

Riesige Rettung.

Aber sie ist mit DER RETTUNG durch DEN RETTER nicht zu vergleichen:

Wie unendlich groß war die Schuld unserer Sünden – eine Dimension, die auch mit der größten und tiefsten Höhle nicht zu vergleichen ist.

Wie unendlich viel musste Jesus Christus bezahlen – ER, der unendlich reich war, ist arm geworden.

Wie unbegreiflich ist diese Rettung – ehemalige Sünder sind nun Söhne Gottes und für alle Ewigkeit gerettet.

 

Bild – Wirklichkeit – Vorbild

Die Verbindung von Mann und Frau in der Ehe ist so alt wie die Menschheit selbst. Gott selbst hat sie eingesetzt – und  das mit einem sehr erhabenen Grund. In 1. Mose 2 wird berichtet, dass Gott auf Adam einen tiefen Schlaf fallen ließ, ihm eine Rippe entnahm und daraus ihm eine Frau bildete. Diese Verbindung zwischen Adam und Eva ist ein Bild auf Christus und die Versammlung (Gemeinde). Der tiefe Schlaf Adams ist ein Bild von dem Tod Christi, den er erleiden musste, um Seine Braut –die Versammlung – zu erwerben.  Das Alte Testament erwähnt zwar nirgends prophetisch die Versammlung, sie wird jedoch in einigen Bildern (wie z.B. dem von Adam und Eva) vorausgeschattet.

Seit Christus gestorben und wieder auferstanden ist und sich im Himmel zur Rechten Gottes gesetzt hat, ist die Wahrheit von Christus und der Versammlung offenbart. Und diese Wahrheit wird nun als Vorbild für unsere Ehen vorgestellt. Paulus schreibt in Epheser 5 Vers 25 bis 29:

„Ihr Männer, liebt eure Frauen, gleichwie auch der Christus die Versammlung geliebt und sich selbst für sie hingegeben hat, damit er sie heiligte, sie reinigend durch die Waschung mit Wasser durch das Wort, damit er die Versammlung sich selbst verherrlicht darstellte, die nicht Flecken oder Runzel oder etwas dergleichen habe, sondern dass sie heilig und tadellos sei. Also sind auch die Männer schuldig, ihre Frauen zu lieben wie ihre eigenen Leiber. Wer seine Frau liebt, liebt sich selbst. Denn niemand hat jemals sein eigenes Fleisch gehasst, sondern er nährt und pflegt es, gleichwie auch der Christus die Versammlung.

Wir sehen also: Die Ehe von Adam und Eva ist zunächst ein Bild auf Christus und die Versammlung. Dann ist Christus und die Versammlung wiederum ein Vorbild für jede Ehe von gläubigen Christen. Gott hat diese Beziehung zwischen Christus und seiner Braut immer vor Augen gehabt – schon auf dem zweiten Blatt der Bibel finden wir sie im Bild! Unsere Ehen dürfen jetzt auch davon sprechen; adelt dies nicht unser tägliches Eheleben?

Was denn?

„Was denn? Sie aber sprachen zu ihm: Das von Jesus.“ Lukas 24 Vers 19

Und als er das Brot gebrochen hatte, reichte er es ihnen. Und ihre Augen wurden aufgetan, und sie erkannten ihn….Wie er von ihnen erkannt worden war an dem Brechen des Brotes“ Verse 30 bis 31 +35

„Und von Mose und von allen Propheten anfangend, erklärte er ihnen in allen Schriften das, was ihn selbst betraf…Brannte nicht unser Herz in uns, als er auf dem Weg zu uns redete und als er uns die Schriften öffnete?“ Vers 27+32

Mit einer Frage öffnet der Herr Jesus seinen beiden Wegbegleitern den Mund.

Mit dem Tun seiner Hände öffnet er ihnen die Augen.

Mit den Erklärungen über ihn selbst aus der Bibel öffnete er ihnen das Herz.

Glücklich

"Wir sind nicht auf der Welt, um glücklich zu werden, sondern um unsere Pflicht zu erfüllen", sagte einmal der deutsche Philosoph Immanuel Kant (1724-1804). Zeigt diese Aussage nicht die Sinnlosigkeit, die viele Menschen in ihrem Leben sehen, weil sie Gott nicht kennen? Die meisten Philosophen schließen Gott aus ihrem Denksystem, das sie sich selbst gemacht haben, aus. So können sie keine "Perspektive" von oben bekommen auf ihr Leben. Da haben wir Christen es einfacher (und das wird uns ja auch vorgeworfen). Wir können glücklich leben, auch schon in dieser Welt, auf dieser Erde. Wir brauchen nicht zu warten, bis wir im "Jenseits" sind, im Paradies, um Glück zu empfinden. Nicht von ungefährt hat der Herr Jesus Jünger "glückselig" gepriesen (Mt 5,1 ff.). Aber unser Glück hängt von Gott und seinem Christus ab, und von einer Erlösung, welche die Grundlage unseres Lebens ist. Gott sei Dank!

Echte Freundschaft

Und David sah, dass Saul ausgezogen war, um nach seinem Leben zu trachten; und David war in der Wüste Siph, im Wald.

Da machte sich Jonathan, der Sohn Sauls, auf und ging zu David in den Wald und stärkte seine Hand in Gott (1. Samuel 23,15-16). 

Jonathan war ein echter Freund! David sagte nach dessen Tod über ihn: „Mir ist wehe um dich, mein Bruder Jonathan! Holdselig warst du mir sehr; wunderbar war mir deine Liebe, mehr als Frauenliebe!“
Solche Freundschaften sind ein großes Geschenk! Kennen wir das noch in unserer extrem vernetzten Welt, oder kennen wir nur noch digitale Freundschaften? Ein echter Freund macht sich auf und geht „zu David in den Wald“, in die Wüste, und stärkt dort in der Not die Hand des Freundes in Gott. Das geht nicht über Facebook oder WhatsApp, auch wenn eine ermunternde Kurznachricht durchaus Herzen aufrichten kann. 

Ein persönlicher und vertrauter Austausch, ein Händedruck, eine Umarmung, ein gemeinsames Gebet, ein echtes Zuhören, das Tragen der Not des anderen – das sind Elemente einer echten Freundschaft. Lasst uns das fördern und darin investieren – bei uns persönlich, bei der Jugend, bei unseren Kindern. Denn hunderte „Freunde“ bei Facebook oder in sonstigen sozialen Netzwerken können eine solche Freundschaft nicht ersetzen. 

Der Freund liebt zu aller Zeit, und als Bruder für die Bedrängnis wird er geboren (Sprüche 17,17). 

Gebetsanliegen 

Wir haben eine Zuschrift erhalten mit der Bitte um Gebet. Gerne möchten wir Euch dieses Gebetsanliegen weitergeben:

„Meinem Mann ist die Achillessehne am rechten Bein gerissen und er wurde deshalb 4 Mal operiert, nun heilt die Wunde nicht, weil zu viel Haut weggeschnitten wurde und er auch noch Diabetiker ist. Jetzt soll eine Hauttransplantation gemacht werden. Ich habe Angst, dass ihm vielleicht der Fuß abgenommen werden muß.
Ich bitte Euch inständig um Euer Gebet!

Danke!!!“

Wahre Demut oder Schein-Demut

Der Begriff Demut ist uns nicht fremd, und wir wissen, dass uns eine demütige Haltung geziemt. Doch kann unser demütiges Verhalten leicht eine Schein-Demut sein, die vorgeschoben wird, um Dienste für den Herrn lieber anderen zu überlassen.

„Ich bin ja so schwach und ein kleines Licht. Ich bin doch für diesen Dienst überhaupt nicht geeignet.“

Ist das wahre Demut? Wie schnell verstecken wir uns hinter einer solchen Schein-Demut.

„Die Arbeit am Büchertisch ist wahrlich nur etwas für gestandene Brüder und Schwestern, die gefestigt sind im Glauben und die Menschen überzeugen können. Da hab ich nichts verloren. Ich störe da nur.“

Wahre Demut redet anders und denkt gar nicht an sich. Wenn dir bewusst wird, dass ein Dienst von dir getan werden kann, dann frage nicht danach, wer DU bist. Frage danach, wer der Auftraggeber ist. Dieser ist nämlich zugleich auch der „Energiespender“ für den Dienst.

Und noch was: Die Sache ist ernster, als du denkst. Lies mal den letzten Vers aus Jakobus 5:

„Wer aber weiß, Gutes zu tun, und tut es nicht, dem ist es Sünde.“

Nach dem Ende …

„Zu viele Musikstücke enden zu lange nach ihrem Ende“, sagte einmal der Komponist Igor Strawinski (1882-1917). Wenn wir an den Dienst der Erbauung in den Zusammenkünften der Gläubigen nach 1. Korinther 14 denken, dann heißt es für uns Brüder, dass wir zur Erbauung, zur Ermahnung und zur Tröstung der Geschwister reden sollen (1. Kor 14,3). Es geht darum, eine Botschaft, die uns Gott aufgegeben hat, weiterzugeben. Lieber fünf Worte (nicht Wörter …), die wirklich Botschaft Gottes sind, als 1000 Worte, die wir uns ausdenken! Es ist nicht unsere Aufgabe, eine Stunde voll zu machen. Wenn wir die unsere Botschaft gesagt haben, können wir uns wieder setzen. Nicht dass es heißt: Er redete auch noch nach dem Ende seiner Botschaft. Hat der Herr vielleicht auch noch einem anderen Bruder eine Botschaft aufgegeben? Diese Frage dürfen wir uns ruhig öfter stellen …

Gott sorgt für alles

In der Wüste braucht man Wegweisung, Licht, Schutz, Nahrung und Wasser. Das alles hat Gott dem Volk Israel gegeben:

„Und der HERR zog vor ihnen her, am Tag in einer Wolkensäule, um sie auf dem Weg zu leiten.“ 2. Mose 13 Vers 21

„Und in der Nacht in einer Feuersäule, um ihnen zu leuchten.“ 2. Mose 13 Vers 21

„Der HERR wird für euch kämpfen.“ 2. Mose 14 Vers 14

„Da sprach der HERR zu Mose: Siehe, ich werde euch Brot vom Himmel regnen lasse.“ 2. Mose16 Vers 4

„Und der HERR sprach zu Mose: …und du sollst auf den Felsen schlagen, und es wird Wasser daraus hervorkommen, dass das Volk trinke.“ 2. Mose 17 Vers 6

Auch uns gibt Gott das, was wir für unser geistliches Leben brauchen:

Wegweisung: „Ich will dich unterweisen und dich den Weg lehren, den du wandeln sollst.“ Psalm 32 Vers 8

Licht: „Dein Wort ist Leuchte meinem Fuss und Licht für meinen Pfad.“ Psalm 119 Vers 105

Schutz: „Mein Bergungsort und mein Schild bist du.“ Psalm 119, 114

Nahrung: „Ich bin das Brot des Lebens.“ Johannes 6 Vers 48

Wasser: „Wer irgend aber von dem Wasser trinken wird, das ich ihm geben werde, den wird nicht dürsten in Ewigkeit.“ Johannes 4 Vers 14

 

Eure Heiligkeit

„Dies ist Gottes Wille: eure Heiligkeit.“

1. Thessalonicherbrief, Kapitel 4 Vers 3

Gott hat einen Willen für unser Leben. Ihm ist nicht egal, wie wir unser Leben führen, wenn wir Ihm angehören. Er hat uns errettet, alle diejenigen, die an den Herrn Jesus als ihren Retter glauben. Ihnen hat Er seinen Geist – als in ihnen wohnend – geschenkt.

Wer an Ihn glaubt, möchte Gott gehorsam sein und seinen Willen tun. Bedenken wir dann auch, dass Gott einen Willen in Bezug auf unsere Reinheit hat, auf unsere Heiligkeit (oder Heiligung, Geheiligtsein)? Es ist sein Wille, dass wir ein heiliges, reines Leben führen, das Ihm entspricht und seiner Heiligkeit.

Heiligung bedeutet, dass Gott uns für sich beiseite genommen hat, um Gemeinschaft mit uns zu haben, ja, um uns „bei sich“ zu haben. Das bedingt aber, dass wir Ihm entsprechen, also heilig sind in praktischer Hinsicht (der Stellung nach sind wir Heilige, weil wir seine Kinder sind und göttliches Leben haben). Leider gelingt uns dies in praktischer Hinsicht aber nicht immer, aber umso wichtiger, dass wir uns immer wieder vor Augen halten und ins Gedächtnis rufen:

„Dies ist Gottes Wille: eure Heiligkeit“.

 

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