Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

Monat: Januar 2020 Seite 2 von 3

Verlierer

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat es wieder einmal nicht geschafft, ein großes Turnier zu gewinnen. Die Fußballer mussten wieder als Verlierer vom Platz schleichen. „Es gibt Tage, da verliert man“ sagt der Volksmund. Damit möchte man Verlierern Mut machen und sagen, dass Verlieren zum Alltag unseres Lebens gehört.

Wie sieht es mit unserem Christenleben aus? Gibt es da auch Tage, an denen man verliert und als Verlierer „vom Platz schleicht“? Ja, wir alle werden aus Erfahrung sagen, dass es solche Tage gibt. Wir können zwar nicht unsere ewige Errettung in Christus verlieren, aber sehr wohl die Freude an Ihm und den Genuss der Gemeinschaft, der Nähe Gottes. Und das ist es, was unser Glück ausmacht, wir können also unser Glücklichsein verlieren.

Aber wir müssen nicht verlieren! Das ist der große Unterschied zum Verlieren im Alltag und auch zum Fußball. Dort hat man es nicht immer in der Hand. Der Gläubige aber weiß: Gott hat uns in Christus alles geschenkt, um nicht zu verlieren. Er gibt die Kraft dazu, uns selbst „in der Liebe Gottes zu erhalten“ (Judasbrief Vers 20) und unser Glücklichsein zu nicht verlieren. Seine Kraft ist immer da, wir können sie immer "abrufen". Und auf eins dürfen wir uns stützen: Unser Ziel, das Vaterhaus, werden wir erreichen. Dann werden wir ewig zu den Gewinnern zählen…

Zusammenhalten – Zusammenfügen

„Naturwissenschaftler wissen genau, wie zwei Atome in einem Molekül zusammengehalten werden. Was aber hält unsere Gesellschaft zusammen?“, fragte einmal die bekannte deutsche Meinungsforscherin Elisabeth Noelle-Neumann. Manchmal ist es leichter, naturwissenschaftliche Zusammenhänge zu verstehen als analysieren zu können, was Menschen zusammenhält.

Ist es denn nötig, dass wir wissenschaftlich erklären können, warum Mann und Frau heiraten? Warum Menschen sich nach Ruhe und Frieden sehnen? Warum Menschen Angst vor Gott haben? Es gibt auch für das alles Antworten. Aber die Bibel macht deutlich, dass diese „Zusammenhänge“ mit der unsichtbaren Welt, mit Glauben (oder Unglauben), „zusammenhängen“. Wohl uns, wenn wir zwar vielleicht nicht sachlich erklären können, was Grundlage dieser Beziehungen ist, wenn wir aber im Glauben auf Gott daran festhalten, dass Er nicht nur die Welt zusammenhält, sondern auch Menschen zusammenführt, Menschen zu Gott führt, damit aus einer Beziehung der Angst eine Beziehung des Vertrauens und der Liebe wird. Voraussetzung dafür ist, dass man Ihn als Retter annimmt.

„Aber Gott hat den Leib [die Versammlung, Gemeinde, Kirche, alle erlösten, gläubigen Menschen] zusammengefügt“ (1. Korinther 12,24).

Die rettende Gnade

 

(freie Übersetzung weiter unten)

O The Grace That Saves

Tit 2:11-14; Jn 1:14; Rom 6:1-2; Heb 4:16

1) O the grace that saves, has appeared to every man,
For it teaches us to say no to all ungodliness,
And live self controlled and godly in the present age we’re in,
While we wait for our Savior, and the blessed hope from Him.

2) What a faithful Priest who has given up His life,
To redeem us from our deeds that are lawless in His sight.
We beheld of His glory when the Word in flesh appeared,
For He came to indwell us and of death remove the fear.

3) What shall we now say? Shall we sin that grace abounds?
Brethren, may it never be that in us this heart is found!
Let us come boldly to the throne of grace in time of need,
To find help for our troubles, and the grace that makes us free!

 

Freie Übersetzung:

1) O rettende Gnade, erschienen für alle Menschen,
Denn sie lehrt uns Nein zu sagen zu aller Gottlosigkeit
Und besonnen und gottselig zu leben in dem jetzigen Zeitlauf,
Während wir unseren Retter erwarten, und die glückselige Hoffnung von Ihm.

2) Welch ein treuer Hoherpriester, der sein Leben gab,
Damit Er uns loskaufte von unseren Taten, die gesetzlos waren in seinen Augen.
Wir haben seine Herrlichkeit angeschaut, als das Wort Fleisch wurde,
Denn Er kam, um unter uns zu wohnen und die Todesangst zu nehmen.

3) Was sollen wir nun sagen? Sollten wir in der Sünde verharren damit die Gnade überströme?
Brüder, möge ein solches Herz nie in uns gefunden werden!
Lasst uns hinzutreten zu dem Thron der Gnade in Zeiten der Not,
Um Hilfe zu finden in unseren Sorgen, und Gnade empfangen, die uns frei macht.

 

Entmutigt!

Es gibt oft Situationen in denen wir entmutigt sind und am liebsten „alles hinschmeißen“ würden. Wir haben uns an etwas festgeklammert und plötzlich bricht alles zusammen. Wir haben oft für eine Sache gebetet und immer trat keine Veränderung ein.
Das kann entmutigen!
Dem Propheten Elia erging es genauso. In 1. Könige 18 und 19 können wir aber viel lernen. Elia war auf dem Berg Karmel auf der Höhe des Glaubens und sitzt dann unterm Ginsterstrauch. Wie kam es bei Elia zu diesem Entmutigt sein?
Und er legte sich nieder und schlief unter dem Ginsterstrauch ein. Und siehe da, ein Engel rührte ihn an und sprach zu ihm: Steh auf, iss! Und als er hinblickte, siehe, da lag an seinem Kopfende ein Kuchen, auf heißen Steinen gebacken, und ein Krug Wasser. Und er aß und trank und legte sich wieder hin. (1.Könige 19,5.6)

Überanstrengung erfordert Ruhe, besonders wenn viel Mühe nicht zum Ziel führt. Elia war offensichtlich erschöpft. Aber Gott schenkt ihm Ruhe unter dem Ginsterstrauch.
Elia hatte auch lange nichts gegessen. Ihm fehlte Nahrung. Fehlt sie uns in geistlicher Hinsicht auch?
Aber dafür hat Gott gesorgt. Elia bekommt Kuchen und Wasser zur Stärkung.
Auch Einsamkeit kann zu Entmutigung führen. Elia war alleine in der Wüste, aber Gott sendet einen Engel, der ihm sozusagen „auf die Schulter klopft“. Suchen wir bei Entmutigung die Gemeinschaft mit anderen?
Oder ist es Ratlosigkeit, die uns entmutigt. Gott gibt Elia durch den Engel Wegweisung (Kapitel 19,7). Wir wollen auch daraus lernen, nicht stehen zu bleiben und zu warten was passieren wird, sondern Gott aktiv nach dem Weg zu fragen.

Darum will ich hoffen

Dies will ich mir zu Herzen nehmen, darum will ich hoffen: Es sind die Gütigkeiten des Herrn, dass wir nicht aufgerieben sind; denn seine Erbarmungen sind nicht zu Ende; sie sind alle Morgen neu, deine Treue ist groß. Der Herr ist mein Teil, sagt meine Seele; darum will ich auf ihn hoffen.

Klagelieder 3,21-24

Sich die Gütigkeiten, die Erbarmungen und die Treue Gottes zu Herzen zu nehmen macht macht ruhig in den Umständen. Sein Wort ist voll davon. Sinne darüber nach, indem du die Schriftstellen darüber nachliest. Denke nach über sein Handeln mit Adam & Eva, Henoch, Noah, Abraham, Isaak, Jakob, den Kindern Israel und Mose. Sinne nach über seine Wege der Treue mit Maria, Simeon und nicht zuletzt mit seiner Versammlung.

Nimm es dir zu Herzen. Denn seine Treue ist der feste Grund für unsere Hoffnung. Welche Hoffnung hätten wir, wenn er nicht treu wäre? Seine Verheißungen wären leere Worte. Doch hat er nicht alle Verheißungen erfüllt, die bis heute erfüllt werden sollten?

Warum sind wir alle noch hier? Weil Gott gütig und treu ist! Hätte er nicht schon tausende Male Grund gehabt, die Menschen zu vernichten? Wenn er nicht gütig und treu wäre, wären wir tatsächlich aufgerieben. Aber Gott steht zu seinem Wort, Er ist treu!

Hier treffen sich seine Barmherzigkeit und seine Treue. Seine Erbarmungen sind jeden Morgen neu. Da heißt sozusagen, Er schläft nicht des Nachts, sondern bereitet für uns in seiner Treue neue Erbarmungen und neue Wege für den nächsten Tag. Sie sind jeden Morgen neu. Es sind nicht die Erbarmungen von gestern. Sie sind neu, gerade für deinen heutigen Tag und deine heutigen Wege und Umstände. Und es bedeutet auch, dass es keinen Morgen gibt, wo sie nicht da sind. Gott ist treu! Ja, seine Treue ist groß!

Es bedeutet auch, dass wir jeden Tag seine Barmherzigkeit brauchen. Im Französischen heißt dieses Wort  „miséricorde“, was abgeleitet ist von den Worten Misere oder Elend und Herz. Sein Herz beschäftigt sich in Liebe mit unserer Misere, unserem miserablen Zustand.

In seiner Barmherzigkeit will Er uns von diesem miserablen Zustand befreien und in seiner Treue sind diese Erbarmungen jeden Morgen neu.

Nur Gottes Wort macht wirklich weise

„Mein Sohn, bewahre meine Worte, und birg bei dir meine Gebote; bewahre meine Gebote und lebe, und meine Belehrung wie deinen Augapfel.

Binde sie um deine Finger, schreibe sie auf die Tafel deines Herzens“ (Sprüche 7,1-3). 

Salomo gibt diesen Rat seinen Sohn weiter, doch wir merken, dass hier wie auch in Kapitel 8 die personifizierte Weisheit selbst spricht. Und so spricht letztlich kein anderer als der Herr selbst. 

Die Belehrungen seines Wortes und seine Gebote sollen wir… 

  1. … bewahren wie unseren Augapfel. Alles was wir  sehen, soll der Reinheit des Wortes Gottes entsprechen. Was dem nicht entspricht, müssen wir abwehren, wie eine Fliege, gegen deren Eindringen sich das Auge reflexartig schließt. 
  2. … um unsere Finger binden. Alles was wir mit unseren Fingern betasten, bewegen und tun, soll geleitet sein durch Gottes Wort und die darin enthaltene Weisheit Gottes. 
  3. … auf die Tafel unseres Herzens schreiben. Alle unsere Gedanken und Entscheidungen sollen geprägt und geleitet sein durch Gottes Wort, damit es reine Gedanken und weise Entscheidungen sind. 

Lies die Bibel, denn sie ist es, die dich wirklich weise macht. Lies sie, denn sie ist lebendiges Wasser, das dein Herz, deine Hände und deine Augen vor Schaden bewahrt. Lies sie, denn sie ist „imstande …, dich weise zu machen zur Errettung durch den Glauben, der in Christus Jesus ist. Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes vollkommen sei, zu jedem guten Werk völlig geschickt“ (2.Tim 3,15.16). 

Er wird sich sättigen

Welch einen Preis hat der Herr Jesus bezahlt, um uns zu erretten. Er, der das Leben ist, gab sein Leben freiwillig hin. Er sprach, gleich dem hebräischen Knecht: „Ich liebe meinen Herrn, meine Frau und meine Kinder, ich will nicht frei ausgehen“, und ließ sich an den Pfosten stellen, ja, an das Kreuz nageln, aus Liebe zu Seinem Gott und zu uns. Anbetungswürdiger Herr!

Und der Herr Jesus ist nicht umsonst gestorben. Wie groß und vielseitig sind die ewigen Ergebnisse Seines Werkes. Aus der Mühsal Seiner Seele kam reiche Frucht hervor.

„Von der Mühsal seiner Seele wird er Frucht sehen und sich sättigen.“ (Jesaja 53, 11)

Haben wir schon einmal darüber nachgedacht, dass dort steht, dass der Herr Jesus sich sättigen wird? Er, der sich zu nichts machte und Knechtsgestalt annahm, der sich einen Körper bereiten ließ um den Tod am Kreuz zu erdulden, Er wird sich sättigen! Er, der hier auf der Erde der Verachtete und Hinausgestoßene war, der keinen Ort hatte, wo Er seinen Kopf hinlegen konnte, der bei Seiner Geburt in eine Krippe gelegt wurde, Er wird satt werden von der vollkommenen Frucht dieses vollkommenen Werkes. Freuen uns wir uns darauf, wenn unser Herr sich endlich sättigen kann?

Brücken bauen

Brücken werden gebaut und abgerissen. Deutschland und Dänemark haben sich über den Bau einer 19 km langen Brücke über den Fehmarnbelt geeinigt. Die künftige Brücke wird besonders lang sein: 19 km. Geschätze Baukosten: 5,6 Milliarden EUR. 7 Jahre soll daran gebaut werden.

Brücken bauen - auch für Christen ein interessantes Thema!

Brücken bauen – wir verstehen es auch gerne im übertragenden Sinn. Man baut „Brücken“, um ein Hindernis in der Beziehung zu einer anderen Person zu überwinden oder zu „überbrücken“.

Aber die längste Brücke, die je gebaut worden ist, wird nicht die über den Fehmarnbelt sein. Und die erstaunlichste Brücke ist nicht die über das Milleau-Tal in Südfrankreich oder die Golden Gate Brücke bei San Francisco.

Nein, die längste, größte, erstaunlichste, teuerste Brücke ist die, die Gott zu uns Menschen gebaut hat, indem er seinen eigenen Sohn gegeben hat! Damit wir, die sonst nie zu Gott hätten kommen können, seine Kinder werden können. Nie hätten wir sogar unseren verlorenen Zustand erkannt, wenn nicht ER gekommen wäre …

Das ist die erstaunlichste Brücke, welche die Menschheit je gesehen hat.

Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe (Evangelium nach Johannes, Kapitel 3, Vers 16).

Bei IHM ruhen

In dein Erbarmen hülle mein banges Herz
und mach es gänzlich stille in Freud und Schmerz.
Laß ruhn zu deinen Füßen dein schwaches Kind:
es will die Augen schließen und glauben blind.

„In dein Erbarmen hülle mein banges Herz“ – Der HERR Jesus nimmt sich unserer aller
Sorgen und Nöte an.
Könnten sie IHM unwichtig sein? Nein, ein ängstliches und sorgenvolles Herz braucht SEIN
Erbarmen, welches alle Sorgen und jede Not zu seiner eigenen macht.
Wir dürfen sie IHM ganz übergeben. Im Bild gesprochen gibt doch die Umhüllung unseres
Herzens mit seinem Erbarmen so viel Trost und Mut. Wir dürfen uns dieses Bewusstsein
ganz sicher im Glauben zu eigen machen.
„und mach es gänzlich stille in Freud und Schmerz.“ – alle Sorgen und Nöte beunruhigen
das Herz. Ja, wir sind vielleicht innerlich „aufgewühlt“. Doch mit dem Bewusstsein SEINES Erbarmens darf es ganz still werden.
„Laß ruhn zu deinen Füßen dein schwaches Kind:“ Ein Bild, dass völliges Vertrauen auf
IHN ausdrückt. Lass es unser Wunsch sein, zu seinen Füßen zu ruhn und glaubensvoll zu
IHM auf zu schauen. ER steht über uns! Könnte eine Sorge oder eine Not für IHN zu groß sein?
„es will die Augen schließen und glauben blind.“ – Wollen wir uns es auch „vornehmen“
IHM blind zu vertrauen.

„Weihnachts-Gleichgültigkeit“

Jedes Jahr dasselbe: Die ganze sich christlich nennende Welt auf allen Kontinenten begeht das Weihnachtsfest und denkt dabei an die Geburt Christi. Ich glaube, dass dieses fromme Getue der Menschen, die einmal im Jahr Zeit finden, an Gottes Sohn zu denken – aber nur an Seine Geburt – für Gott letztlich eine Beleidigung ist. Von Seinem Tod und dem Grund für Seinen Tod will niemand etwas wissen, geschweige denn daran zu denken wagen, dass Sein Tod etwas mit mir selbst zu tun haben könnte.

Dieser unglaubliche Rummel um Weihnachten, alles fein unter einem christlichen Mäntelchen verdeckt, erinnert mich an den Zustand der Versammlung in Laodizäa, von welcher der Herr Jesus sagen muss:

„Ich kenne deine Werke, daß du weder kalt noch warm bist. Ach, daß du kalt oder warm wärest! Also, weil du lau bist und weder kalt noch warm, so werde ich dich ausspeien aus meinem Munde. Weil du sagst: Ich bin reich und bin reich geworden und bedarf nichts, und weißt nicht, daß du der Elende und der Jämmerliche und arm und blind und bloß bist.“

Die Menschen sind letztlich völlig gleichgültig Gott und Seinem Christus gegenüber und merken gar nicht, dass ihnen die Hauptsache fehlt: Christus selbst. Der Zustand von Laodizäa ist genau der dieser christuslosen Christenheit von heute. Der Herr Jesus steht draußen.

Lassen wir uns nicht anstecken von der Herzenskälte gegenüber Christus!

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