Wenn wir 4 Mose Kapitel 20 lesen, kann uns folgendes auffallen:

– Mose muss den Tod seiner Schwester erleben

– Mose wird sehr hart von dem Volk angegangen

– Mose bringt seine Not genau an die richtige Stelle – im Gebet zu Gott

– Mose tut in Teilen genau das, was Gott im gesagt hat

– Mose beschimpft das Volk (scheinbar zurecht)

– Mose verliert die Beherrschung und schlägt -entgegen der Anordnung Gotte zu dem Felsen zu reden- auf den Felsen

– Gott gibt Wasser aus dem Felsen.

Das Urteil Gottes für das Fehlverhalten Moses lautet: „Da sprach der Herr zu Mose und zu Aaron: Weil ihr mir nicht geglaubt habt, mich vor den Augen der Kinder Israel zu heiligen, deswegen sollt ihr diese Versammlung nicht in das Land bringen, das ich ihnen gegeben habe.“ 4. Mose 20 Vers 12

Da stellt sich uns die Frage, warum wurde Mose so hart bestraft? Er war in einer besonderen Not, er machte einiges richtig und das gewollte Ergebnis (Wasser) kam auch zustande.  Muss man das nicht berücksichtigen bei dem Strafmaß?

Zunächst einmal müssen wir verstehen, dass Gott alleine genau weiss, was gerecht und angemessen ist. Außerdem müssen wir berücksichtigen, dass es nicht irgendwer, sondern der Führer des Volkes war, der sich falsch verhielt. Er sollte ein Vorbild sein. Dann haben wir das das Neue Testament und verstehen, dass Mose durch sein Fehlverhalten ein Bild (das Gott über seinen Sohn im Alten Testament geben wollte) kaputt gemacht hat.

Die Frage „Ist die Strafe zu hart?“ stellt sich also nicht.

Aber die Frage „Was hat uns die Schilderung und das Verhalten der Personen zu sagen?“ stellt sich sehr wohl. Und wenn wir diese Frage persönlich für uns beantworten, werden wir Nutzen daraus ziehen.