"Liebe erblüht im Staunen einer Seele, die nichts erwartet und sie stirbt an der Enttäuschung des Ichs, das alles fordert", sagte einmal Gustave Flaubert (1821-1880), ein französischer Schriftsteller. Tatsächlich wird die eheliche Liebe nur dann wirklich funktionieren, wenn wir nicht das eigene Ich suchen – wie zum Beispiel die Selbstbefriedigung es tut – sondern die Bedürfnisse des Gegenüber. Dann erwartet man nichts, sondern erblüht im Staunen und Geben. Das gerade ist der Auftrag Gottes an uns Ehemänner: "Ihr Männer, liebt eure Frauen, wie auch der Christus die Versammlung (Gemeinde) geliebt und sich selbst für sie hingegeben hat" (Epheser 5, 25). Das ist das Höchste: absolute Selbstaufgabe. Darin ist unser Herr unser dauerhaftes Vorbild und zugleich unser Maßstab.