Es ist für uns Gläubige doch schön zu wissen,  dass wir zu jeder Zeit zu Gott beten dürfen. Doch wie oft kommt es vor, dass wir mit unseren Worten gar nicht das ausdrücken können, was uns auf dem Herzen liegt. Wir versuchen es so gut wie möglich mit unseren menschlichen Worten auszudrücken und stellen doch fest, dass die Ausdrucksweise oft nicht “passend“ ist oder nicht das aussagt, was wir Gott eigentlich im Gebet sagen möchten. Kommt dann nicht in unserem Inneren die Frage auf, ob unsere Worte wirklich ausreichend waren und Gott unsere Not, die wir tief empfinden, “verstanden“ hat? Unsere Schwachheit und Begrenztheit bringt uns oft in Umstände, wo wir einfach nicht wissen, wie und wofür wir beten sollen.

Doch genau dann, wenn unsere Kraft nicht ausreicht, nimmt der Geist sich unserer Schwachheit an.

Ebenso aber nimmt der Geist sich unserer Schwachheit an; denn wir wissen nicht, was wir bitten sollen, wie es sich gebührt, aber der Geist selbst verwendet sich für uns in unaussprechlichen Seufzern. Der aber die Herzen erforscht, weiß was der Sinn des Geistes ist, denn er verwendet sich für Heilige Gott gemäß. (Rö. 8, 26.27)

Wenn Gott weiß, was der Sinn und Wunsch des Geistes ist und der Geist als Fürsprecher für uns eintritt, dann dürfen wir sicher wissen, dass unser Gebet in der “rechten“ Weise vor Gott  kommt.  Dies ist aber nur möglich, weil das Sich-Verwenden des Geistes mit Gottes Absichten völlig übereinstimmt. (…denn er verwendet sich für Heilige Gott gemäß.)

Lasst uns dafür dankbar sein, dass es so ist.