Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

Monat: April 2020 Seite 1 von 3

Lebensaufgabe für einen Christen

Wenn ihr nun mit dem Christus auferweckt worden seid, so sucht was droben ist, wo der Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes. Sinnt auf das was droben ist, nicht auf das was auf der Erde ist; denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit dem Christus in Gott.  Wenn der Christus , unser Leben, offenbart werden wird, dann werdet auch ihr mit ihm offenbart werden in Herrlichkeit.

Die Bibel, Kolosserbrief, Kapitel 3 Verse 1-3

Weltfrieden

Es werden heute viele Anstrengungen für den Frieden unternommen. Das Ergebnis ist im besten Fall eine gutgemeinte, aber törichte Einbildung – im schlimmsten Fall ein strafbares Vertrauen auf Menschen – und immer eine Folge der Unkenntnis des Wortes Gottes. Daher sind diese Anstrengungen schließlich zum Scheitern verurteilt.

Die Welt wird den Frieden erst genießen, wenn Gott ihn ihr gibt. Und wann wird Er das tun? Nicht bevor seine Rechte anerkannt werden. Aber dann, welch ein Wechsel! Alle Götzen werden beseitigt sein. Die Bewunderung der Werke des Menschen wird der Ehre, die Gott zukommt, Platz machen. Alle Völker werden miteinander Ihm Ehre geben, bei Ihm Weisheit und Erkenntnis suchen.

Christen, wir haben das Vorrecht, das jetzt schon zu tun. „Lasst uns hinaufziehen“, an diesen Ort, wo der Herr seine Gegenwart verheißen hat. „Er wird uns belehren aus seinen Wegen“ (Micha 4,2). Welch ein Verlust, wenn wir die Zusammenkünfte, wo das Wort Gottes erklärt und betrachtet wird, versäumen. Aber vergessen wir nicht, was die Folge vom Hören seines Wortes sein sollte: „Und wir wollen auf seinen Pfaden wandeln“ (Micha 4,2Jakobus 1,22)

(Auszug aus „Ährenlese im Alten Testament“ von Jean Koechlin)

Entgegen allem Verstand

„Das Schiff aber war schon mitten auf dem See und litt Not von den Wellen, denn der Wind war ihnen entgegen….Petrus aber antwortete ihm und sprach: Herr, wenn du es bist, so befiehl mir, zu dir zu kommen auf den Wassern. Er aber sprach: Komm! Und Petrus stieg aus dem Schiff und wandelte auf den Wassern, um zu Jesus zu kommen.“ Matthäus 14 Verse 24, 28 und 29

Diese Begebenheit lässt sich gut mit einem Vers aus den Sprüchen erklären.

„Vertraue auf den HERRN mit deinem ganzen Herzen, und stütze dich nicht auf deinen Verstand.“ Sprüche 3 Vers 5

Petrus befand sich in einem zumindest halbwegs sicheren Schiff auf einem stürmischen See. Wenn es in dieser Umgebung noch etwas Sicheres gab, dann war es das Schiff. Ein normal denkender Mensch würde diese Sicherheit nicht aufgeben und aussteigen. Doch Petrus kannte den Herrn Jesus und vertraute ihm, deshalb stieg er aus dem Schiff aus.

Das Naturgesetz besagt, dass ein Mensch im Wasser versinkt. Der Herr Jesus hat die Naturgesetze in Kraft gesetzt und kann sie auch außer Kraft setzten. Petrus‘ Verstand sagte ihm, dass er versinken würde. Sein Vertrauen auf den Herrn machte ihn sicher: ich kann auf dem Wasser gehen.

Wir sind dankbar, dass Gott uns einen Verstand gegeben hat und wir wollen ihn auch gebrauchen. Aber in machen Situationen möchte Gott einfach, dass wir Ihm vertrauen. Und dieses Vertrauen belohnt er dann.

Ihr seid gestorben…

So steht es im Kolosserbrief, Kapitel 3 Vers 2 und es bezieht sich auf Menschen, die an den Herr Jesus glauben. Ihr seid gestorben - wirklich? Damit meint Paulus natürlich nicht den leiblichen Tod, denn einen Toten kann man keinen Brief mehr schreiben.

Nein, er meint, dass die Kolosser für diese Welt gestorben waren. Und damit gilt das auch uns, die wir heute in dieser Welt leben. Wir sind für diese Welt gestorben. Für alles in dieser Welt. Ob wir uns nicht noch viel zu oft für diese Welt „regen“ und damit nicht unbedingt wie Tote für sie erscheinen?

Deshalb sagt uns Gottes Wort: Denkt daran, ihr seid gestorben…

Aber es gibt ja nicht nur den Tod für diese Welt für uns, sondern eine Auferstehung in einer neuen Welt, einer Auferstehungswelt. Und genauso, wie wir jetzt schon für diese Welt hier gestorben sind, dürfen wir jetzt schon uns gedanklich in der Auferstehungswelt aufhalten. Deshalb sagt Vers 1 des Kapitels: Wenn ihr nun mit dem Christus auferweckt worden seid, so suchet was droben ist, wo der Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes.

Tagebuch einer Bibel

15. Januar: Eine Woche habe ich Ruhe gehabt. Die ersten Abende nach Neujahr hat mein Besitzer regelmäßig in mir gelesen, aber jetzt scheint er mich wieder vergessen zu haben.

2. Februar: Mit einigen anderen Büchern zusammen hat man mich sauber abgestaubt und wieder an meinen Platz gestellt.

8. Februar: Mein Besitzer hat mich flüchtig benutzt, um das eine und andere nachzuschlagen. Dann hat er mich mitgenommen zur Sonntagsschule.

7. März: Abgestaubt. Sorgsam abgerieben. Schön ordentlich hingestellt. Seit dem kurzen Ausflug zur Sonntagsschule habe ich in der Diele auf einem Tischchen gelegen.

12. April: Das war ein arbeitsreicher Tag. Mein Besitzer musste irgendwo einen Vortrag halten. Dazu hat er verschiedene Texte nachgeschlagen. Es hat ihn viel Mühe gekostet, sie zu finden, obwohl sie stets an der gleichen Stelle gestanden haben.

5. Mai: In Großmutters Schoß! Den ganzen Nachmittag. Sie weilt zu Besuch im Hause. Eine Träne fiel aus ihrem Auge auf Kolosser 2, Vers 3-7, wo von den Schätzen der Weisheit und Erkenntnis die Rede ist und vom Befestigtsein im Glauben.

6. Mai: Wieder den Vormittag über in Großmutters Schoß. Lange, lange las sie in 1. Korinther 13 und sann darüber und wandte sich dann zu den letzten Versen des 15. Kapitels. Da sie leise vor sich hinsprach, merkte ich, wie »Liebe« und »Beharrlichkeit« ihr wichtig waren.

7., 8., 9. Mai: Jeden Mittag in Großmutters Schoß! Ich empfand, wie sie mich lieb hat. Manchmal liest sie, manchmal spricht sie mit geschlossenen Augen vor sich hin.

10. Mai: Großmutter ist wieder abgereist. Sie küsste mich zum Abschied.

3. Juni: Heute wurde ein Blümchen zwischen meine Blätter gelegt.

1. Juli: Mit Kleidern und anderen Sachen wurde ich in einen Koffer gepackt. Es scheint auf Reise zu gehen.

2.-7. Juli: Immer noch im Koffer, obwohl fast alles andere herausgenommen worden ist.

15. Juli: Wieder daheim auf meinem alten Platz. Ich verstehe nicht recht, aus welchem Grunde ich mitgenommen worden bin.

1. August: Die Luft ist stickig und heiß. Auf mir liegen zwei Zeitschriften, ein Buch und ein alter Hut. wenn sie diese Sachen doch wegnehmen wollten !

5. September: Endlich bin ich mal wieder abgestaubt, abgerieben und an meinen alten Platz gestellt worden.

10. September: Heute hat Marie mich kurz benutzt. Sie schrieb an eine Freundin, deren Bruder ernstlich erkrankt ist, und suchte dazu eine passende Stelle.

30. September: Abgestaubt.

(Wilhelm Brockhaus)

Wie sieht das Tagebuch Deiner Bibel aus?


Bilanz 2008

Bei einem Jahreswechsel denken wir ja gewöhnlich an das vergangene Jahr zurück und schauen auch nach vorne auf das, was uns das kommende Jahr bringen mag. Es ist ein Zeitpunkt, an dem wir auch in unserem geistlichen Leben eine Art „Bilanz“ ziehen.

Wie sieht es mit dem vergangenen Jahr 2008 aus?

Zunächst einmal werden wir feststellen, dass Gott uns in Seiner Gnade durch dieses Jahr geführt hat, egal, ob es durch Tiefen oder Höhen waren, durch Krankheit oder Gesundheit, Glück oder Trauer. Jedes Kind Gottes wird sagen können, dass Gottes Gnade allgegenwärtig war.

Das ist Gottes Seite. Aber wie sieht es mit unserer Seite aus? Was haben wir für den Herrn Jesus im vergangenen Jahr getan? Oder haben wir nur „in die eigene Tasche gewirschaftet“? Oder haben wir nur der Sünde gedient? Was konnte ER in unserem Leben erreichen? Sind wir IHM ähnlicher geworden, zu Seiner Ehre gewesen?

Wir müssen uns sicher alle mehr oder weniger eingestehen, dass wir weit hinter dem zurückgeblieben sind, was für für unseren Heiland hätten tun können, was Er uns hätte sein können. Aber das soll nicht entmutigen, sondern anspornen, im neuen Jahr mit neuer Energie unserem treuen Herrn im Gehorsam nachzufolgen.

Er hat gesagt: „Wer meine Gebote und es hält, der ist es, der mich liebt“ (Johannes 14,21).

Hilfe auf dem Glaubensweg

„Ihr aber, Geliebte, euch selbst erbauend auf euren allerheiligsten Glauben, betend im Heiligen Geist, erhaltet euch selbst in der Liebe Gottes, indem ihr die Barmherzigkeit unseres Herrn Jesus Christus erwartet zum ewigen Leben“. Judas Verse 20 und 21

„Euch selbst erbauend auf euren allerheiligsten Glauben“:

-> Wenn wir in der Bibel lesen, lernen wir unseren Herrn und Heiland immer besser kennen. Dadurch wächst unser Glaube und unser Wissen über Seine Gedanken.

„Betend im Heiligen Geist“:

-> Wenn wir beten in Übereinstimmung mit dem Heiligen Geist dürfen wir sicher sein, dass Gott uns erhört.

„Erhaltet Euch selbst in der Liebe Gottes“:

-> Wenn wir uns bewusst sind, dass Gott uns liebt, hilft uns das in jeder Situation. Egal, ob es uns gut geht oder ob wir in großen Schwierigkeiten sind.

„Indem ihr die Barmherzigkeit unseres Herrn Jesus Christus erwartet“:

-> Wenn wir in der ständigen Erwartung leben, dass der Herr Jesus wiederkommt um uns in das Vaterhaus zu holen, wird das unser Leben prägen.

Zeit

Ist es Zeit, Silber zu nehmen und Kleider zu nehmen und Olivenbäume und Weinberge und Kleinvieh und Rinder und Knechte und Mägde?“ 2.Könige 5 Vers 26

„Dieses Volk spricht: Die Zeit ist nicht gekommen, die Zeit, dass das Haus des HERRN gebaut werde.“
Und das Wort des HERRN erging…:Ist es für euch selbst Zeit, in euren getäfelten Häusern zu wohnen, während dieses Haus wüst liegt?“ Haggai 1 Verse 2 und 3

Die Zeit ist gedrängt.“ 1.Korinther 7 Vers 29

Das Zeit ein knappes „Gut“ ist, merken wir jeden Tag. Deshalb ist es gut, sich die obigen Fragen zu stellen.

Wie nutzen wir unsere Zeit?
– Karriere?
– Geld verdienen?
– Hobby?
– Entspannen (chillen)?
– tolles Haus bauen?
– Aufgaben in der Gemeinde wahrnehmen?
– das Evangelium weitersagen?
– anderen Menschen helfen?
– Gelegenheiten, etwas aus und über die Bibel zu hören, nutzen?
– Bibel lesen?
– für andere beten?
– ….

Wir haben nicht mehr viel Zeit, dann kommt der Heiland. Deshalb sollten wir die Zeit effektiv nutzen. Aufgaben und Gelegenheiten gibt es genug.
Packen wirs an!

Ruheplatz des Herzens

"Ich habe mich mit Wonne in seinen Schatten gesetzt." (Hohelied 2 Vers 3)

Es gibt keine Kraft, außer in Christus. Ich habe keine zu irgendwelcher Zeit, ausgenommen wenn und inwieweit meine Seele in verborgener Gemeinschaft mit Ihm ist … Deshalb ist die unmittelbare Macht Satans auf diesen einen Punkt gerichtet, unsere Seelen von dem Leben in Christus fernzuhalten.

Eine große Sache, nach der wir zu trachten haben, ist, dass die Gemeinschaft mit Christo so stark sei, wie alle Lehren, die wir festhalten oder vortragen. Ohne dieses wird die Lehre selbst keine Kraft haben; außerdem werden wir selbst nicht mit Gott darin tätig sein; und das ist bei alledem die Hauptsache.

Gott mag Männer so tätig wie möglich machen, gleich Paulus oder Boanerges, wenn er ihrer bedarf; aber Gemeinschaft ist Ihm das Köstlichste. Es ist ein Unterschied zwischen Petrus und Johannes. Jesu Herz ruhte mit Genugtuung auf dem, der sich an seine Brust lehnte.

Die Seele sollte in einer weit innigeren Weise ihre Zuflucht zu Gott nehmen als zu sonst jemand. Gemeinschaft mit Heiligen ist kostbar; aber ich muss vor allem innige Gemeinschaft mit Gott haben; und Gemeinschaft der Heiligen wird ein Ausfluss der Gemeinschaft mit Gott sein.

Die Gemeinschaft mit Gott ist der Ruhplatz des Herzens.

John Nelson Darby

Hass für seine Liebe

Heute morgen las ich einen Satz bei William Kelly, dem bekannten Schriftausleger, der Bewunderung für unsern Herrn Jesus ausdrückt. Thema war die stets angemessene Reaktion des Herrn auf eine der vielen Angriffe der Pharisäer und Schriftgelehrten. Meist hat der Herr es einfach nur hingenommen und hat sich furchtbar beleidigen lassen!

Die Aussage war: „O Herr, Du kanntest alle Dinge! Du wusstest, dass diese Männer Dich hassten!“

Ja, er wusste dies alles, er konnte bis in die tiefsten Winkel ihrer Gedanken und Herzen schauen und ist doch ihrer Bosheit mit göttlicher Ruhe, Würde und Weisheit begegnet. Wie hätten wir reagiert, wenn wir gewusst hätten, was alles in diesen bösen Herzen steckt?

ER erntete Hass für seine Liebe, Palm 109 Vers 8.

Wie reagieren wir in einem solchen Fall? Oder wenn es nicht Hass, sondern viel weniger – einfach Unverständnis – ist?

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