Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

Monat: Mai 2020 Seite 1 von 3

Erforsche mich!

„Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne meine Gedanken!“ David konnte diese Bitte aussprechen (Psalm 139,23), weil er in diesem Moment ein freies, unbelastetes Gewissen hatte.
Ist das heute wirklich unser Wunsch, dass unser Gott und durch und durch erforscht? Wenn nicht, sollten wir das bekennen, was uns innerlich beklemmt. Wenn es unser Wunsch ist, dann dürfen wir Gott danken und in seinem Licht unser Leben weiterführen. Wir haben es mit einem guten Gott zu tun!

Brücken bauen

Brücken sind mitunter imposante Bauwerke. Manche sind besonders hoch wie die Siduhe-Brücke in China (472 Meter), andere besonders lang wie die Danyang-Kunshan-Brücke in China (165 Kilometer). Wieder andere sind besonders berühmt, wie zum Beispiel die Golden Gate Bridge bei San Francisco.

Brücken bauen - das kann der Mensch. Wir verstehen es aber auch gerne im übertragenden Sinn. Dass man „Brücken baut“, um ein Hindernis in der Beziehung zu einer anderen Person zu überwinden oder zu überbrücken.

Die in diesem Sinn längste, höchste, wunderbarste, teuerste Brücke, die je gebaut worden ist, steht nicht auf dieser Erde. Nein, es ist die, welche Gott zu uns Menschen gebaut hat, indem er seinen eigenen Sohn gegeben hat! Damit wir, die sonst nie zu Gott hätten kommen können, seine Kinder werden können. Nie hätten wir sogar unseren verlorenen Zustand erkannt, wenn nicht ER gekommen wäre.

Das ist die erstaunlichste Brücke, welche die Menschheit je gesehen hat.

Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe (Evangelium nach Johannes, Kapitel 3, Vers 16).

unser Blick – Gottes Blick

"Der HERR ist mit dir, du tapferer Held!" Richter 6 Vers 12

"Siehe, mein Tausend ist das ärmste in Manasse, und ich bin der Jüngste im Haus meines Vaters." Richter 6 Vers 15

Gideon war sehr erstaunt über die o.a. Anrede. Er soll ein Held sein? Er, der Jüngste und dann noch aus einer unbedeutenden Familie? Ja, Gott sieht ihn so.

Wir lernen also, unser Blick ist oft anders, als der Blick Gottes. Grundsätzlich ist es ja gut, niedrig von sich zu denken. Wenn das aber dazu führt, uns an einer Aufgabe zu hindern, dann haben wir den falschen Blick. Außerdem spricht Gott uns Mut zu für Aufgaben, die für uns zu groß erscheinen.

Es lohnt sich also, auch einmal den Blickwinkel zu verändern.

dem Herrn Jesus nachgefolgt

"Maria, genannt Magdalene [d.i. von Magdala], von der sieben Dämonen ausgefahren waren." Lukas 8 Vers 2

"...die ihm mit ihrer Habe diente." Vers 3

"Es waren aber viele Frauen dort,…,die Jesus von Galiläa nachgefolgt waren und ihm gedient hatten." Matthäus 27 Vers 55

"Bei dem Kreuz Jeus standen aber…, und Maria Magdalene." Johannes 19 Vers25

"Am ersten Tag der Woche aber kommt Maria Magdalene früh, als es noch dunkel war, zur Gruft." Johannes 19 Vers 1

Wer ein Eigentum des Herrn Jesus ist, der möchte ihm auch nachfolgen – normaler Weise zumindest.

Die Frau, die in der Bibel als Maria Magdalene bezeichnet wird, hat das getan und kann uns damit eine Vorbild sein. Sie wurde von dem Herrn Jesus aus ihrem äußerst bedauernswerten Zustand befreit. Das führte dazu, dass sie dem Herrn Jesus diente, mit dem was sie zur Verfügung hatte. Außerdem folgte sie von Galiläa bis Jerusalem (ca. 150 KM) nach und blieb bis zum Ende bei ihm. Und selbst als der Herr Jesus ins Grab gelegt wurde, blieb sie in der Nähe.

Wie sieht es da bei uns aus? Der Herr Jesus hat uns aus dem bedauernswerten Zustand der Sünde befreit. Dienen wir ihm mit dem, was uns zur Verfügung steht (unserer Zeit, unseren Fähigkeiten, unserem Besitz)? Folgen wir ihm nach, auch wenn es beschwerlich ist? Lassen wir uns auch durch Schwierigkeiten nicht abhalten?

Der Herr Jesus hat sich damals über diese Frau gefreut und er freut sich heute über jeden, der ihm nachfolgt.

 

 

Das Wort vom Kreuz

Gestern abend haben wir uns mit einigen Gläubigen über das erste Kapitel des Korintherbriefes ausgetauscht. Dort heißt es in 1. Kor 1,18:

„Denn das Wort vom Kreuz ist denen, die verloren gehen, Torheit; uns aber, die wir errettet werden, ist es Gottes Kraft.“

Eigentlich ist es tragisch. Der Mensch ist unfähig in seiner eigenen Weisheit, die Kraft Gottes, wie sie sich im Kreuz von Golgatha offenbart hat, zu erkennen. Es ist für ihn wie eine Torheit – wie kann eine solche Schande wie ein gekreuzigter Mensch andere erretten? – so fragt der Mensch im Unglauben.

Der Glaubende spricht aber anders:

THE OLD RUGGED CROSS

On a hill far away stood an old rugged cross,
The emblem of suffering and shame;
And I love that old cross where the dearest and best
For a world of lost sinners was slain.

Refr.: So I’ll cherish the old rugged cross,
Till my trophies at last I lay down;
I will cling to the old rugged cross,
And exchange it some day for a crown.

O that old rugged cross, so despised by the world,
Has a wondrous attraction for me;
For the dear Lamb of God left His glory above
To bear it to dark Calvary.

In that old rugged cross, stained with blood so divine,
A wondrous beauty I see,
For ‚twas on that old cross Jesus suffered and died,
To pardon and sanctify me.

To the old rugged cross I will ever be true;
Its shame and reproach gladly bear;
Then He’ll call me some day to my home far away,
Where His glory forever I’ll share.

Der Blick zu Christus in der Herrlichkeit

„Denn das schnell vorübergehende Leichte unserer Trübsal bewirkt uns ein über jedes Maß hinausgehendes, ewiges Gewicht von Herrlichkeit, indem wir nicht das anschauen, was man sieht, sondern das, was man nicht sieht; denn das, was man sieht, ist zeitlich, das aber, was man nicht sieht, ewig“ (2. Korinther 4,17-18). 

Diesen Blick brauchen wir heute, jetzt, heute Morgen! Wenn wir das, was ewig ist, anschauen und in die Waagschale werfen, wird die Trübsal leicht und klein, weil das, was wir sehen, so groß und herrlich ist.
Christus in der Herrlichkeit anzuschauen zieht uns nach oben, verändert unsere Perspektive und verwandelt uns in von Christus und seiner Herrlichkeit erfüllte Menschen. 

„Wir alle aber, mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit [des] Herrn anschauend, werden verwandelt nach demselben Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, als durch [den] Herrn, [den] Geist“ (2. Korinther 3,18).

Gott hat in unsere Herzen geleuchtet „zum Lichtglanz der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes im Angesicht Jesu Christi“. Und wir folgen jetzt einem gestorbenen, auferstandenen und verherrlichten Christus, „sitzend zur Rechten Gottes“, und „unser Leben ist verborgen mit dem Christus in Gott“ (Kol 3,1.3). 

Verschwendung?

Als Maria von Bethanien das sehr wertvolle Salböl auf das Haupt des Herrn Jesus ausgoß, kam von den Jüngern der Einwand: „Wozu diese Verschwendung?“ (Matthäus 26 Vers 8).

Haben wir auch schon einmal so gedacht, wenn jemand allein zu Gottes Ehre  und Anbetung Aufwand betrieben hat?  Vielleicht haben wir es gut gemeint und auch gedacht, man solle doch lieber Menschen zu Christus führen und vielleicht Werke der Wohltätigkeit für die Menschen tun.

„Wahres Christentum hat gleichfalls die Ehre Gottes wie das Glück der Menschen im Auge; und in demselben Maß, wie wir dies aus den Augen verlieren, werden wir versucht sein, viele Dinge, die wirklich der Ausdruck eines heiligen, geweihten und verständigen Dienst für Christus sind, als Trägheit und Verschwendung zu betrachten.“ (J.G. Bellett).

So sagt der Herr auch zu den Jüngern: „Was macht ihr der Frau Mühe? denn sie hat ein gutes Werk an mir getan.“ (Vers 10).

Vertrauen

 

Weiß ich den Weg auch nicht, du weißt ihn wohl; 
das macht die Seele still und friedevoll. 
Ist's doch umsonst, dass ich mich sorgend müh, 
dass ängstlich schlägt mein Herz, sei's spät, sei's früh.

Du weißt den Weg für mich, du weißt die Zeit, 
dein Plan ist fertig schon und liegt bereit. 
Ich preise dich für deiner Liebe Macht, 
ich rühm die Gnade, die mir Heil gebracht.

Du weißt, woher der Wind so stürmisch weht, 
und du gebietest ihm, kommst nie zu spät, 
drum wart ich still, dein Wort ist ohne Trug, 
du weißt den Weg für mich, das ist genug.

Hedwig von Redern

Nach dem Aufstehen: Waschen und ankleiden!

Es ist ganz selbstverständlich, dass wir uns morgens waschen und ankleiden.

Wie sieht’s mit der „geistlichen Waschung“ aus?

„Und jeder, der diese Hoffnung zu ihm hat, reinigt sich selbst, wie er rein ist.“ (1.Johannes 3,3)

Und mit der „geistlichen Kleidung“? Ziehen wir diese jeden morgen wie selbstverständlich an?

„Ziehet nun an, als Auserwählte Gottes, als Heilige und Geliebte: herzliches Erbarmen, Güte, Demut, Milde, Langmut, einander ertragend und euch gegenseitig vergebend, wenn einer Klage hat wider den anderen; wie auch der Christus euch vergeben hat, also auch ihr. Zu diesem allen aber ziehet die Liebe an, welche das Band der Vollkommenheit ist.“ (Kolosser 3,12-14)

Und dann ist da noch die Rüstung, die wir für den täglichen Kampf brauchen. Vergessen wir die bloß nicht, damit wir gegen die Listen des Teufels bestehen können!

„Deshalb nehmt die ganze Waffenrüstung Gottes, damit ihr an dem bösen Tage zu widerstehen und, nachdem ihr alles ausgerichtet habt, zu stehen vermögt. Steht nun, eure Lenden umgürtet mit Wahrheit, und angetan mit dem Brustharnisch der Gerechtigkeit, und beschuht an den Füßen mit der Bereitschaft des Evangeliums des Friedens, indem ihr über das alles ergriffen habt den Schild des Glaubens, mit welchem ihr imstande sein werdet, alle feurigen Pfeile des Bösen auszulöschen. Nehmt auch den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches Gottes Wort ist; zu aller Zeit betend mit allem Gebet und Flehen in dem Geiste. (Epheser 6,13-18)

Vergangenheit – Zukunft

"Alt ist man dann, wenn man an der Vergangenheit mehr Freude hat als an der Zukunft." So die Gedanken eines Schweizer Schrifstellers des 20. Jahrhunderts. Im natürlichen Bereich ist das sicher so – und als etwas Jüngerer kann man darüber sogar schmunzeln. Aber für Christen sollte in diesem Sinn IMMER gelten, dass wir mehr Freude im Blick auf die Zukunft als an der Vergangenheit haben. Denn das Größte liegt noch vor uns allen: dass wir den Herrn Jesus sehen werden, wie Er ist. Was wird das für ein Augenblick sein, wenn wir Ihn das erste Mal mit unseren Augen sehen werden. Aber freuen kann sich auf diesen Moment nur derjenige, der seine Beziehung zu Gott in Ordnung gebracht hat und der als Christ nichts hat, was zwischen ihm und Gott, dem Vater, steht.

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