Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

Monat: Mai 2020 Seite 2 von 4

Vergangenheit – Zukunft

"Alt ist man dann, wenn man an der Vergangenheit mehr Freude hat als an der Zukunft." So die Gedanken eines Schweizer Schrifstellers des 20. Jahrhunderts. Im natürlichen Bereich ist das sicher so – und als etwas Jüngerer kann man darüber sogar schmunzeln. Aber für Christen sollte in diesem Sinn IMMER gelten, dass wir mehr Freude im Blick auf die Zukunft als an der Vergangenheit haben. Denn das Größte liegt noch vor uns allen: dass wir den Herrn Jesus sehen werden, wie Er ist. Was wird das für ein Augenblick sein, wenn wir Ihn das erste Mal mit unseren Augen sehen werden. Aber freuen kann sich auf diesen Moment nur derjenige, der seine Beziehung zu Gott in Ordnung gebracht hat und der als Christ nichts hat, was zwischen ihm und Gott, dem Vater, steht.

Low at Thy feet

Low at Thy feet, Lord Jesus,
This is the place for me;
Here I have learned deep lessons:
Truth that has set me free.

Free from myself, Lord Jesus,
Free from the ways of men;
Chains of thought that have bound me
Never can bind again.

None but Thyself, Lord Jesus,
Conquered this wayward will,
But for Thy love constraining,
I had been wayward still.

Found in J.N. Darby’s Bible after his departure

Deaktiviert

Da guckt man nicht schlecht: Man möchte mit seinem Handy telefonieren, aber es funktioniert einfach nicht. Das Handy ist richtig eingeschaltet, alle Einstellungen sind richtig, es besteht ein aktives Netz, und Guthaben ist genug vorhanden. Trotzdem kann man nicht telefonieren. Ein Anruf beim Telefonanbieter bringt die Lösung: Sie haben ihre Karte zu lange nicht mehr aufgeladen, deshalb wurde diese deaktiviert, heißt es.

Wir übertragen das mal auf unser geistliches Leben: Wir sind mit unserer Sündenschuld zu dem Heiland Jesus Christus gekommen (Handy eingeschaltet), wir wollen so leben, wie es unserm Herrn gefällt (Einstellungen sind richtig), wir können jederzeit Verbindung mit unserm Herrn aufnehmen (aktives Netz) und wir wissen doch einiges über die Bibel (Guthaben vorhanden). Trotzdem sind wir keine glücklichen Christen. Das REGELMÄSSIGE AUFLADEN fehlt. Ist das denn so wichtig? Beim Prepaid-Handy ja. Im Christenleben auch!

Wie können wir denn regelmäßig aufladen? Indem wir täglich die Bibel lesen und im Gebet mit unserem Heiland und Herrn Jesus Christus sprechen. Wenn wir das tun, gibt es kein „Deaktiviert“ mehr.

Übrigens, die SIM-Karte kann nicht mehr aktiviert werden, man muss eine neue bestellen. Unser aktives  und glückliches Christenleben können wir jederzeit aktivieren: Fang noch heute wieder an, deine Bibel regelmäßig zu lesen und sprich im Gebet mit Deinem Gott. Es wird nicht lange dauern, bis du Freude in deinem Herzen hast über eine aktive Verbindung zu deinem Heiland.

Der Tod ist total demokratisch

"Von 100 Menschen sterben 100. Der Tod ist total demokratisch. Er packt den Josef Ackermann genauso wie den Arbeiter von der Müllabfuhr", sagte kürzlich Heiner Geißler (*1930), ehemaliger CDU-Generalsekretär und Bundesminister. Ja, das ist tatsächlich. Der Tod kommt – und dann? "Und ebenso wie es den Menschen gesetzt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht …" (Hebräer 9,27). Was dann? Wo wirst Du dann sein?

Gottes Fernglas

Der HERR hat vom Himmel herabgeschaut auf die Menschenkinder, um zu sehen, ob ein Verständiger da sei, einer, der Gott suche. Alle sind abgewichen, sie sind allesamt verdorben; da ist keiner, der Gutes tut, auch nicht einer.Psalm 14 Verse 2 und 3

Aber auf diesen will ich blicken: auf den Elenden und den, der zerschlagenen Geistes ist und der vor meinem Wort zittert.Jesaja 66 Vers 2b)

Jesus aber blickte ihn an, liebte ihn…“ Markus 10 Vers 21

„Und der Herr wandte sich um und blickte Petrus an; und Petrus gedachte an das Wort des Herrn, wie er zu ihm sagte: Ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. Und Petrus ging hinaus und weinte bitterlich.“ Lukas 22,61 und 62

Wenn wir die Verse so in der Reihenfolge lesen, haben wir den Eindruck, der Blick Gottes / des Herrn Jesus ist wie durch ein Fernglas:

  • Vom Himmel herabblicken – sehr global.
  • Auf den Gläubigen, der eine Beziehung zu Gott hat, blicken – etwas genauer hinsehen.
  • Eine Person direkt mit einem Blick voll Liebe anblicken – Fokus auf eine Person.
  • Ein Blick, der bis ins Herz geht und seine Wirkung tut – totaler Zoom.

Der Blick unseres Heiland ist voller Liebe auf uns gerichtet. Das gibt uns Trost und Mut, lässt uns aber auch vorsichtig sein.

Wissen

„Ein Wissen, das nicht in die Zukunft reicht, ist kein Wissen“, sagte einmal der deutsche Physiker Hans-Peter Dürr (*1929). Menschen können viel Wissen über die Natur und andere Zusammenhänge erwerben. Aber was nützt es ihnen, wenn es sie nicht in die Zukunft weist?
Das erinnert mich an ein Wort des Herrn, was im direkten Zusammenhang auf etwas anderes weist, hier aber anwendbar erscheint: „Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt [alles weiß über diese Welt und die Wissenschaft], sich selbst aber verliert oder einbüßt?“ (Lukas 9,25). Nur wenn unser Wissen die Zukunft einbezieht – Himmel und Hölle – ist es wirkliches Wissen! Wissen, das Wert besitzt.

Gottes Absicht in unserem Leben

Der große Meister, der die menschliche Seele formt und bildet, hat dafür viele Werkzeuge. Nur wenige von ihnen sind ohne scharfe Schneide. Aber die Absicht, die Er bei den Seinen verfolgt, ist stets die, ihre himmlische Schönheit her vor strahlen zu lassen. Alles dient diesem Ziel – jeder Schnitt, jeder Schlag mittels Seiner Werkzeuge.

Noch einmal sei es gesagt: Das Endziel all Seines Handelns mit uns ist das Glück und die Segnung der Seele. Wenn man das im Herzen festhält, wird allen Nöten, die doch direkt aus Seiner Hand kommen, die Bitterkeit genommen.

Wir sollten nie die Vorkommnisse in unserem Leben als etwas Zufälliges betrachten, sondern vielmehr stets die Lektion zu verstehen suchen, die Gott uns durch sie lehren will. Oder mit anderen Worten: Wir sollten jeden noch so prüfenden Umstand als Gelegenheit auffassen, dadurch in der Gnade zu wachsen. Sorgen, Betrübnisse, Kummer, Veränderungen, Verluste, Leiden – sie alle üben uns, verursachen Schmerz, werfen uns auf Gott. Aber sie werden uns, gehen wir mit Ihm durch sie hindurch, zu einem tieferen Erfassen der Gnade Gottes und dazu führen, geeigneter für Seinen Dienst zu werden.

(aus Grace & Truth)

Es ist Abend

Matthäus 14,15-16:

„Als es aber Abend geworden war, traten seine Jünger zu ihm und sprachen: Der Ort ist öde, und die Zeit ist schon vergangen. Entlaß die Volksmengen, daß sie hingehen in die Dörfer und sich Speise kaufen! Jesus aber sprach zu ihnen: Sie haben nicht nötig wegzugehen. Gebt ihr ihnen zu essen!“

Die Zeit ist weit vorgerückt. Und immer mehr Menschen sind verführt von Satan und hungern in ihrer Seele. Was machen wir mit ihnen? Sie suchen in der Welt nach echter Nahrung für ihre Seelen und finden sie nicht.

Der Auftrag des Herrn ist klar: „Gebt

    ihr

ihnen zu essen!“

Eigenartig

Eigenartig, dass heute solche Zusammenkommen Hochkonjunktur hatten, die Abendmahl und Wortverkündgung hintereinander am Vormittag hatten. Und dass die Orte, wo die Wortverkündigung „rechtzeitig“ stattfindet, auch in besonderem Maß Zuspruch erhalten. Eigenartig, wenn nicht …

„Trachtet aber zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit …“ (Matthäus 6,33).

jähzornig – sanftmütig

„Und als er (Mose) einen Unrecht leiden sah, verteidigte er ihn und rächte den Unterdrückten, indem er den Ägypter erschlug.“ Apostelgeschichte 7 Vers 24

„Und Mose erhob seine Hand und schlug den Felsen mit seinem Stab zweimal.“ 4.Mose 20 Vers 11

„Der Mann Mose aber war sehr sanftmütig, mehr als alle Menschen, die auf dem Erdboden waren.“ 4.Mose 12 Vers 3

Wenn wir die beiden Begebenheiten lesen, wo sich Mose nicht im Zaum hatte, können wir uns nicht vorstellen, wie Gott so ein hervorragendes Zeugnis über ihn ausstellen kann. Aber Gottes Gnade ist so groß, aus dem jähzornigen einen sanftmütigen Mann zu machen – auch wenn die alte Eigenschaft noch einmal hervorkam.

Wir sollten deshalb vorsichtig sein, vorschnell ein Urteil (oft basierend auf einer Momentaufnahme) zu fällen. Und, wir sollten nicht daran zweifeln, dass Gott Veränderungen herbeiführen kann.

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