Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

Monat: Juni 2020 Seite 1 von 3

Bekennen oder gestehen

In diesen Tagen ging es im Fahrradsport hoch her. Eine Beichte folgte der vorherigen. Es betraf bislang nur die Telekom-Fahrer. Es ist wohl auszuschließen, dass nur die Telekomfahrer betroffen sind. Aber noch gibt es von anderen Rennställen keine vergleichbaren Geständnisse.
Uns allen fällt es viel leichter, etwas zu gestehen, was wir sowieso nicht mehr leugnen können. Ein Bekenntnis aber geht viel weiter. Da nennt man eine Sünde, die so noch nicht bekannt war. Und man beugt sich unter das falsche Handeln, das man lässt.
Aber schon in der Bibel gibt es manche Fälle, wo es sich nur um ein Geständnis handelte. Wie war das bei Achan (Josua 7), als er zugab, dass er aus Jericho einen Mantel und 200 Sekel Silber und eine goldene Stange mitgehen ließ, obwohl Gott das ausdrücklich verboten hatte? Erst als das Los auf ihn gefallen war, gab er seine Verfehlung zu.
Oder bei David, als er mit Bathseba Ehebruch begangen hatte? Spätestens, als das Kind unterwegs war, hätten bei ihm alle Alarmglocken klingeln müssen. Aber er ist (noch) nicht bereit, seine Schuld vor Gott und vor Urija, einem seiner Helden, zu bekennen.
Und der erste Mensch? Erst, als Gott zu ihm kam, war er bereit, über das zu reden, was er zusammen mit seiner Frau verbrochen hatten. Und da auch noch nicht einmal sofort. Zunächst versuchten sie, sich zu entschuldigen und die Sache zu verdecken.
So etwas geht nie gut! Wir sollten für uns daraus lernen, dass wir aufrichtig sein sollten und auch ein aufrichtiges Bekenntnis ablegen sollten, wenn wir merken, dass wir gesündigt haben.

Die Arbeitswoche…

…ist wieder voll im Gange. Denken wir noch daran, was wir am Sonntag bei unseren Zusammenkünften aus Gottes Wort gehört haben – alle, die diese Gelegenheit hatten? Wir beten oft nach einer solchen Zusammenkunft dafür, dass das Wort mit uns geht durch die Woche und es Wirkung zeigt.

Und? Wie sieht's aus? Konnte der Heilige Geist in uns das erreichen, was er wollte?

Wenn Du es nicht weißt, dann nimm Dir Deine Bibel und lies betend den Abschnitt noch einmal, der am Sonntag vor Dich gestellt wurde. Es wäre schade, wenn das gute Wort nicht aufgeht.

Menschen von der besten Seite kennenlernen

„Wer Heiratsgesuche, Stellenbewerbungen und Grabinschriften liest, lernt die Menschheit von ihrer besten Seite kennen“, sagte einmal der deutsche Schauspieler Georg Thomalla (1915-1999). Ist da nicht zumindest ein wahrer Kern vorhanden? Wie oft stellen wir uns besser dar, als wir sind (Stellenbewerbungen). Wie oft schmeicheln wir uns und anderen, anstatt die Wahrheit zu reden? „Deshalb, da ihr die Lüge abgelegt habt, redet Wahrheit, jeder mit seinem Nächsten, denn wir sind Glieder voneinander“ (Epheser 4,25). Wir wollen uns befleißigen, weder uns in ein zu gutes (und damit falsches) Licht zu stellen, noch dies bei unseren Kindern etc. zu tun. Ehrlichkeit währt am längsten.

Liebe

Wenn ich mit den Sprachen der Menschen und der Engel rede, aber nicht Liebe habe, so bin ich ein tönendes Erz geworden oder eine schallende Zimbel. Und wenn ich Prophezeiung habe und alle Geheimnisse und alle Erkenntnis weiß, und wenn ich allen Glauben habe, so dass ich Berge versetze, aber nicht Liebe habe, so bin ich nichts. Und wenn ich alle meine Habe zur Speisung der Armen austeilen werde, und wenn ich meinen Leib hingebe, damit ich verbrannt werde, aber nicht Liebe habe, so ist es mir nichts nütze.

Die Liebe ist langmütig, ist gütig;
die Liebe neidet nicht;
die Liebe tut nicht groß,
sie bläht sich nicht auf,
sie gebärdet sich nicht unanständig,
sie sucht nicht das Ihre,
sie lässt sich nicht erbittern,
sie rechnet Böses nicht zu,
sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sondern sie freut sich mit der Wahrheit,
sie erträgt alles,
sie glaubt alles,
sie hofft alles,
sie erduldet alles.

1. Korintherbrief, Kapitel 13, 1 – 8

 

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Bis hierher hat der Herr geholfen

Eben-Eser – das war ein Moment, an dem Samuel zurückblickte auf die Hilfe des Herrn! Ein Gedenkstein, der daran erinnern sollte, dass die Hilfe von dem Herrn kommt.

Gibt es bei uns diese „Eben-Eser“, an denen wir einmal dankbar zurückblicken auf die Zeit, die hinter uns liegt und mit Samuel sagen können: Bis hierher hat der Herr geholfen?

Zum einen entspringt aus diesem Gedenken Dank und Lob für unseren Herrn, zum anderen wird es uns dazu bringen, auch alles Zukünftige in die Hände unseres gütigen Herrn zu legen.

Bis hierher hat der Herr geholfen – „Treu ist, der euch ruft; der wird es auch tun.“ (1.Thess. 5,24)

Alles in Bewegung

Seit einigen Wochen habe ich ein neues Büro bezogen, das direkt an einer Autobahn, einer großen Bundesstraße, einer hochfrequentierten Eisenbahnstrecke und am Flughafen liegt. Auch wenn ich meine Arbeit mache und gar nicht aus dem Fenster sehe, nehme ich im Augenwinkel eine ständige Bewegung, das Gewusel des Autoverkehrs, Züge und auch Flugzeuge wahr. Immer bewegt sich etwas.

So geht es auch in dieser Welt, es ist gleichsam ihre Natur . Der Mensch ist ständig in Bewegung, immer treibt ihn etwas. Man hastet von einem Wochenende zum anderen, von Party zu Party, von Event zu Event. Und wenn man einmal zur Ruhe zu kommen „droht“, stellen Radioleute die besten Veranstaltungen des nächsten Wochenendes in der Region vor. Auch der Sport bietet immer etwas Neues - ist die Spielzeit der Fußball-Bundesliga vorbei, steigt das nächste große Event - die Fußballweltmeisterschaft der Frauen…

Wie schön, wenn Menschen noch Zeit haben, über wesentliche Dinge nachzudenken wie z.B. die Ewigkeit, wenn das Treiben dieser Zeit einmal für sie vorbei ist. Der Herr Jesus sagt: „Kommt her zu mir, alle Mühseligen und Beladenen und ich werde euch Ruhe geben.“ (Matthäus 11 Vers 28)

Aber auch gläubige Christen brauchen immer wieder diesen Platz der Ruhe bei Ihm, um neue Kraft zu bekommen. Zu ihnen sagt der Herr Jesus: „Kommt ihr selbst her an einen öden Ort besonders und ruht ein wenig aus.“ (Markus 6 Vers 31)

Der Blick auf Ihn droben

"Wir sehen aber Jesus … mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt."  (Hebräerbrief, Kapitel  2 Vers 9)

Sind wir solche, die unverwandt gen Himmel schauen? Ach, welch unbeständige Herzen haben wir! Wie sind sie wankelmütig und veränderlich! Der Heilige Geist lenkt das Auge immer auf Jesus hin und möchte es bei Ihm festhalten. … Ihn zu offenbaren und zu verherrlichen, ist das gewohnheitsmäßige Ziel des Geistes.

Es ist gut, dass wir mit uns selbst zu Ende gekommen und ganz Jesus beigesellt sind. Wir sind berechtigt, uns selbst zu vergessen, wir sind berechtigt, unsere Sünden zu vergessen; wir sind berechtigt, alles zu vergessen außer Jesus.

Der Herr gebe uns, daß wir, ruhend in Seinem kostbaren Blut, Ihn nun betrachten, uns von Ihm nähren und durch Ihn leben. … Sehen Sie Ihn, den niedrigen, gesegneten, geduldigen Einen, jetzt zur rechten Hand Gottes, den Einen, den Gott gegeben hat, um unsere Herzen recht zu bewahren in der Welt der Torheit und des Hochmuts.

John Nelson Darby

 

Ehrlichkeit als Ausnahme

Der in Italien für Lazio Rom spielende deutsche Fußballspieler Miroslav Klose schoss in dieser Woche für seinen Verein das 1:0 gegen Neapel und wies sofort darauf hin, dass er seine Hand zur Hilfe genommen hatte. Und das, obwohl der Schiedsrichter das Handspiel nicht gesehen hatte und das Tor geben wollte. Das Tor wurde dann tatsächlich nicht gegeben. "Dafür verdient er einen Preis", sagte Neapels Kapitän Paolo Cannavaro. Genauso wie fast alle anderen Napoli-Spieler war er nach der überraschenden Aussage des Deutschen auf dem Platz auf ihn zugelaufen und hatte ihn voller Respekt zum Dank umarmt. "Bravo!", meinte auch Neapels Coach Walter Mazzarri.

Wir müssen uns nicht wundern. In dieser Welt muss die Ehrlichkeit oft hinter dem Erfolg zurückstehen. Umso schöner zu sehen, dass Miro Klose die Ehrbarkeit besaß, zuzugeben, dass das Tor regelwidrig zustande gekommen war. Sein Verhalten ist wirklich eine Ausnahme! Die Reaktionen des Gegners zeigen, dass es in der Welt normalerweise anders zugeht: Betrug, Lüge und Unehrlichkeit sind an der Tagesordnung.

Wir Christen haben eine andere Magna Carta. Aber wie steht es bei uns mit der Wahrheit, nehmen wir es auch manchmal nicht so genau damit oder sind wir "mit Wahrheit umgürtet" (Epheser 6 Vers 14)? Die Bibel sagt uns in Epheser 4 Vers 25:

„Deshalb, da ihr die Lüge abgelegt habt, redet Wahrheit, ein jeder mit seinem Nächsten.“

Und in Kolosser 3 Vers 9 lesen wir:

„Belüget einander nicht, da ihr den alten Menschen mit seinen Handlungen ausgezogen und den neuen angezogen habt.“

In allem wollen wir unseren Herrn Jesus nachahmen, der die Wahrheit selbst ist.

Nicht rechnen sondern vertrauen

In einem Kalender wurde vor ein paar Tagen Bezug genommen auf die Begebenheit im Johannes-Evangelium Kapitel 6: Es waren sehr viele Menschen zum Herrn Jesus gekommen, um ihm zuzuhören. Am Abend waren sie hungrig und mussten versorgt werden. Der Herr Jesus stellt die Frage: „Woher sollen wir Brot nehmen, damit diese essen?“ Philippus wusste darauf keine Antwort. Aber in seinem Kopf ratterte es: „Für 200 Denare Brot reichen nicht für sie aus, dass jeder ein wenig bekomme.“

Rechnerisch war es unmöglich, diese vielen Leute satt zu bekommen. Aber sie hatten doch den bei sich, der schon oft Unmögliches getan hatte. Da standen sich zwei Gegensätze gegenüber:  Verstand (Rechnen) <-> Vertrauen (Glaube).

Es wurden alle Menschen satt. Und dafür waren keine 200 Denare nötig. „Es ist ein Knabe hier, der 5 Gerstenbrote und 2 Fische hat.“ Vielleicht kostete das nicht einmal 1 Denar? Aber es reichte völlig aus.

Fazit: Wir wollen Gott vertrauen und IHM alles zutrauen – auch wenn die Möglichkeiten rechnerisch unmöglich sind.

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