„Worte sind wie Laub – wo sie im Übermaß sind, findet man selten Früchte darunter“, sagte einmal Alexander Pope (1688-1744), ein englischer Schriftsteller. Kann es nicht auch bei uns manchmal so sein, dass einem Schwall von Worten eine Wüste von Gedanken gegenübersteht?

Mit Worten kann man ermuntern und auch verletzen. Mit Worten kann man anregen und auch langweilen. Was unsere Beziehung zu Gott betrifft, sagt uns der Prediger: „Sei nicht vorschnell mit deinem Mund, und dein Herz eile nicht, ein Wort vor Gott hervorzubringen; denn Gott ist im Himmel, und du bist auf der Erde: darum seien deiner Worte wenige“ (Prediger 5,2). Nicht, dass wir nicht zu Gott sprechen dürfen. Wir dürfen es sogar freimütig tun. Aber wir sollen uns doch bewusst sein, mit wem wir es zu tun haben. Er ist nicht unseres gleichen! Das müssen wir einfach bedenken.

Und wenn es um unsere Mitmenschen und Mitchristen geht, wollen wir bedenken, dass auch dann unsere Worte so sein sollten, dass sie vor Gott Bestand haben können.