Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

Monat: Juli 2020 Seite 2 von 4

Der maßgeschneiderte Anzug zählt vor Gott nicht

Heute war ich mit einigen Kollegen in der Vorstandsetage meines Arbeitgebers und hörte mir die Rede eines Vorstandsmitglieds an. Anschließend sagte mein Kollege zu mir: „Einmal dort oben bringt denen ihr maßgeschneiderte Anzug nichts mehr. Den müssen sie hier lassen. Dort stehen sie vor Gott wie jeder andere Mitarbeiter auch.“

Wie recht er damit hatte. Denken wir auch immer daran, dass alle die Reichtümer und Ehren, die wir hier auf der Erde zu sammeln suchen, für die Ewigkeit völlig wertlos sind? Paulus konnte sagen: „Ja, wahrlich, ich achte auch alles für Verlust wegen der Vortrefflichkeit der Erkenntnis Jesu Christi, meines Herrn, um dessentwillen ich alles eingebüßt habe und für Dreck achte, damit ich Christus gewinne.“

Ach, wie weit bleiben wir hinter diesem Beispiel zurück!

Fand die Lüge Rahabs die Zustimmung Gottes?

In Epheser 4,25 lesen wir: „Deshalb legt die Lüge ab und redet Wahrheit, ein jeder mit seinem Nächsten.“

Das ist das Gebot Gottes. Und doch könnte man meinen, dass Gott seine Zustimmung gab zu der Lüge Rahabs in Josua 2,4-5). Durch diese Lüge brachte sie sich selbst in Lebesgefahr und rettete den Spionen aus dem Volk Israel das Leben.

War das eine Glaubenstat? Wenn ja, wieso mit Hilfe einer Lüge? Fand dies Gottes Zustimmung?

Was meint Ihr dazu?

Wertloses Fasten

Wenn ihr aber fastet, so seht nicht aus wie die Heuchler; denn sie verstellen ihr Gesicht, damit sie den Menschen als Fastende erscheinen. (Matthäus 6,16)

„Heuchler“ muss der HERR Jesus die Pharisäer nennen, denn es fehlte ihnen an gottgewollte, heilige Absonderung. Das Äußere mochte noch so gut von den Menschen gesehen werden, doch blieb ihr Inneres völlig kalt und ihr Herz war weit von dem HERRN entfernt.

Wenn ihr im fünften und siebten Monat gefastet und gewehklagt habt, und zwar schon siebzig Jahre, habt ihr irgendwie mir gefastet? (Sacharja 7,5)

Ein Fasten kann für uns nicht nur der Verzicht auf Essen und Trinken bedeuten, sondern ist auch auf Unterhaltungsmedien oder Freizeitaktivitäten auszuweiten.

Wenn wir uns besonders Zeit für den HERRN nehmen wollen und dafür auf viele Dinge verzichten, dann sollte das doch eine persönliche Sache zwischen uns und dem HERRN sein. Nicht so wie bei den Pharisäern, bei denen die Beziehung zum HERRN völlig fehlte und nach außen nur eine scheinbare Frömmigkeit zu sehen war.

Der HERR stellt uns immer die zu Herzen gehende Frage: Habt ihr das für mich getan?

 

Die Hände unseres Heilands

Die reinigenden Hände

Jesus aber, innerlich bewegt, streckte die Hand aus, rührte ihn an und spricht zu ihm: Ich will; sei gereinigt!Markus 1 Vers 41

Die rettenden Hände

Als er aber den starken Wind sah, fürchtete er sich; und als er anfing zu sinken, schrie er und sprach: Herr, rette mich! Sogleich aber streckte Jesus die Hand aus, ergriff ihn und spricht zu ihm: Kleingläubiger, warum zweifeltest du?Matthäus 14 Verse 30 und 31

Die segnenden Hände

„Er führte sie aber hinaus bis nach Bethanien und hob seine Hände auf und segnete sie.Lukas 24 Vers 50

Die starken Hände

Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir; und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie gehen nicht verloren ewiglich, und niemand wird sie aus meiner Hand rauben.Johannes 10 Verse 27 und 28

Die durchbohrten Hände

Und wenn jemand zu ihm spricht: Was sind das für Wunden in deinen Händen?, so wird er sagen: Es sind die Wunden, womit ich geschlagen worden bin im Haus derer, die mich lieben.Sacharja 13 Vers 6

Jesus allein

Wenn nach der Erde Leid, Arbeit und Pein
ich in die goldenen Gassen zieh ein,
wird nur das Schaun meines Heilands allein
Grund meiner Freude und Anbetung sein.

Das wird allein Herrlichkeit sein,
wenn frei von Weh ich sein Angesicht seh!

Wenn dann die Gnade, mit der ich geliebt,
dort eine Wohnung im Himmel mir gibt,
wird doch nur Jesus und Jesus allein
Grund meiner Freude und Anbetung sein.

Dort vor dem Throne im himmlischen Land
treff ich die Freunde, die hier ich gekannt;
dennoch wird Jesus und Jesus allein
Grund meiner Freude und Anbetung sein.

Hedwig von Redern

Bete!

Das Gebet zu Gott ist ein Vorrecht für uns Christen, welches wir genießen sollten und auch dringend nötig haben.

Es gibt viele Gebete in der Bibel, die uns deutlich zeigen, wie inhaltlich ein Gebet aussehen kann.

Das heißt nicht, dass es eine Regel gibt, wie unsere Gebete inhaltlich auszusehen haben, aber doch neigen wir oft dazu unsere Anliegen, die wir sicher auch haben, zu einem großen Anteil unseres Gebets zu machen. Dabei gibt es viele Dinge, die uns zur Dankbarkeit und Anbetung führen sollten.

Auch fehlt uns oft das regelmäßige Gebet. Dabei sollte doch das Gebet für einen Christen ein echtes Bedürfnis sein.

Eine kleine Gedankenstütze bzgl. des Inhaltes und des regelmäßigen Gebets können die Anfangsbuchstaben des Wortes "Bete!" geben:

B – Bete Gott an!

E – Erkenne deine Sündhaftigkeit

T – Teile Gott deine Gebetsanliegen mit!

E – Ergib dich Gott!

 

Beten ist nicht nur etwas für erfahrene Gläubige

Ja, aber wenn Jungbekehrte noch nicht wissen, wie sie beten sollen und ob ihr Bitten richtig ist, sollten sie dann nicht lieber warten?

Die Thessalonicher waren erst seit einigen Monaten bekehrt, als Paulus seinen ersten Brief an sie schrieb; und doch sagt er darin: „Betet unablässig“ (5,17). Ja, noch mehr! Er, der große Apostel, durch dessen Predigt sie bekehrt wurden und der sie nun in den Gedanken Gottes unterwies, kannte den Wert ihrer Fürbitte: „Brüder, betet für uns“ (5,25).

Das lässt uns den Wert des Gebets erkennen und macht uns deutlich, wie hoch Gott es einschätzt.

Könnte es Eltern geben, die gern hätten, dass ihre Kinder nie etwas zu ihnen sagen und sie um nichts bitten würden, nur weil sie noch nicht richtig sprechen können und außerdem manchmal um Dinge bitten, die die Eltern ihnen nicht geben können, weil sie für die Kinder schädlich sind? So freut Gott Sich, wenn Seine neugeborenen Kinder Ihm mit Vertrauen nahen, um alle Schwierigkeiten Ihm hinzulegen. Es ist Seine Freude, die Gebete zu erhören, und, wenn Seine Liebe sie nicht in jedem Fall erhören kann, weil das für den Bittenden schädlich wäre, so gibt Er doch Seinen Frieden in das Herz des Beters. „Seid um nichts besorgt, sondern in allem lasset durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden; und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und euren Sinn bewahren in Christus Jesus“ (Phil 4,6.7).

aus: H.L. Heijkoop, Briefe an junge Menschen

Jugendmesse mit Papst

Während und auch nach den sogenannten Pastoralreisen von  Papst Benedikt XIV in Deutschland sind die Medien voll von Berichten über seinen Aufenthalt.

Es ist erschütternd zu lesen, dass ein Papst seine Anhänger besucht, wie ein „Hirte“ seine „Herden“.

„Der 84-Jährige winkt, lächelt, segnet, genießt das Bad in der Menge“ (Aus Spiegel Online)

Zig Tausend Menschen rufen immer wieder seinen Namen, singen, klatschen und schwenken Fahnen, um ihre „Sympathie“ diesem einen Menschen gegenüber auszudrücken.

Wir wollen keineswegs den HERRN Jesus auf die Stufe des Papstes stellen, doch welche Gegensätze zeigen sich auf im Auftreten des HERRN, des großen Hirten der Schafe, während seines öffentlichen Dienstes hier auf der Erde.

„Als er aber die Volksmengen sah, wurde er innerlich bewegt über sie, weil sie erschöpft und hingestreckt waren wie Schafe, die keinen Hirten haben“ (Matthäusevangelium Kapitel 14 Vers 14).

Der Papst kennt seine „Herden“ nicht und weiß auch nicht um die Not und Sorge seiner Anhänger. Vielmehr geht es ihm um seine Ehre und die Zurufe der Menge, die ihm verblendet nachlaufen und in die Irre geführt werden.

Der HERR war innerlich bewegt und wusste um jede einzelne Seele der Volksmenge. ER ging im Gehorsam und in Demut seinen Weg. ER suchte nicht seine Ehre, sondern die seines Gottes und Vaters.

Wir dürfen wissen, dass Ihm an uns liegt und Er uns durch und durch kennt. Wollen wir doch dankbar sein, zu dieser EINEN Herde gehören zu dürfen und den Rufen des HERRN, des großen Hirten, zu folgen.

 

Mit Christus gestorben

Vielfach liest und hört man, dass sich der Gläubige im steten Kampf befindet gegen sein Fleisch, den alten Menschen. Ein solcher Gläubiger wird nie wirklich Ruhe finden. Er ist stets in Unruhe und leidet unter dem Druck, dass er täglich im Kampf steht und versucht, den alten Menschen mit seinen Lüsten zu töten.* Kann es sein, dass dies der Wille des Herrn für das Leben eines Gläubigen ist? Werden wir nicht durch sein Wort eindeutig und mehrfach aufgefordert: Freut euch in dem Herrn allezeit“?

Dieser Aufforderung können wir kaum nachkommen, wenn wir ständig im Kampf gegen unser Fleisch stehen. Nein, eben dieser Kampf ist für einen Gläubigen völlig nutzlos und unnötig, denn das Töten des alten Menschen hat doch schon längst stattgefunden. Wo und wann? Vor 2000 Jahren am Kreuz von Golgatha! Dort sind wir, d.h. unsere alte Natur/ unser alter Mensch, mit ihm, der sich für uns hingegeben hat, gekreuzigt und gestorben. „Denn ich bin durchs Gesetz dem Gesetz gestorben, damit ich Gott lebe; ich BIN mit Christus gestorben, und nicht mehr lebe ich, sondern Christus lebt in mir; was ich aber jetzt lebe im Fleisch (d.h. im Körper), lebe ich durch Glauben, durch den an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat.“ (Galater 2,19-20)

Einen Toten muss ich nicht mehr töten. Da ist kein Kampf mehr nötig, und jede Beschäftigung mit dem Toten ist unsinnig. Nötig ist, dass ich das neue Leben nähre mit guter, geistlicher Nahrung und im Geist wandle, dann werde ich die Lust des Fleisches nicht vollbringen (Galater 5,16)

Nur wenn ich das begriffen habe, dass er diesen alten Menschen nicht mehr töten muss, weil er schon tot ist, kann ich wirklich den Frieden Gottes genießen und mich im Herrn freuen.

* Ein solcher Kampf hat nichts zu tun mit dem täglichen und notwendigen Selbstgericht.

Ein Bund mit den Augen

Mark sitzt morgens in der Cafeteria seiner Firma und trinkt seinen wohlverdienten Kaffee, als eine bildhübsche Dame im Minirock und einem figurbetonenden Oberteil hereinkommt. „Wow, ist das eine Frau!“, denkt er, und noch manches andere …

Seien wir Männer ehrlich: Sind uns diese Sätze wirklich so fremd? Zugeben wollen wir es möglicherweise nicht. Auch wenn wir vielleicht nicht so denken - hinschauen und uns an dem verführerischen Anblick ergötzen, das tun wir schon manchmal. Da ist doch wirklich nichts dabei, oder?

So denken wir, aber Gott denkt da ganz anders. In Matthäus 5,28 sagt der Herr Jesus: „Ich aber sage euch, dass jeder, der eine Frau ansieht, ihrer zu begehren, schon Ehebruch begangen hat in seinem Herzen.“ Das sind deutliche Worte. In diesem Licht wird uns schnell klar, dass am Hinschauen und sich Erfreuen durchaus leicht „was dran“ sein kann.

Hiobs Verteidigungswall für seine Augen war: „Ich habe mit meinen Augen einen Bund gemacht, und wie hätte ich auf eine Jungfrau geblickt!“ (Hiob 31,1)

Machen auch wir einen Bund mit unseren Augen! Sobald die Versuchung an uns herantritt, sollten wir uns sagen: „Nein du hast kein Recht diese Person zu begehren. Du hast einen Bund mit deinen Augen gemacht. Schau weg!“

Sicher, einfach ist das nicht, weil es oft eine Angewohnheit ist, die Blicke schweifen zu lassen, ein innerer Drang. Es ist aber keineswegs so, dass wir nicht anders könnten. Wegschauen und durchhalten, das ist die Devise. Gott wird es belohnen und Er wird die Kraft und Energie dazu schenken, ohne die wir es nicht schaffen können.

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