Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

Tag: 10. Juli 2020

Zu hoch für mich 

Gott lässt in unserem Leben manche Dinge geschehen, die wir nicht verstehen. Auf manche Frage nach dem Warum finden wir keine Antwort. „Der Herr führt mich gerade durch ein Tal“, sagen wir dann, wenn wir es wirklich aus der Hand des Herrn nehmen wollen. Es ist gut, mit dem Herrn durch das Tal zu gehen, lasst uns dabei aber auch sein Ziel mit uns nicht aus den Augen verlieren. 

Dieses Ziel beschreibt David in Psalm 61. Es ist ein Fels, der zu hoch für uns ist: 

„Vom Ende der Erde rufe ich zu dir, wenn mein Herz verschmachtet; du wirst mich auf einen Felsen leiten, der mir zu hoch ist.“ (Ps 61,3)

Christi Herrlichkeit

In einem Abschnitt, der von der Verwaltung von Geldern spricht und die Diener beschreibt, die diesen Dienst taten (2.Korinther 8, 16-24), wird unvermittelt der Ausdruck “Christi Herrlichkeit” gebraucht und damit die örtlichen Versammlungen bezeichnet. Was für ein wunderschöner Titel!

Als ich diesen Abschnitt las, musste ich zwangsläufig darüber nachdenken, wie weit die Versammlungen heute in der Praxis von diesem Titel entfernt sind. Ist noch etwas von “Christi Herrlichkeit” darin zu sehen? An vielen Orten hat gerade die Corona-Zeit Verborgenes ans Tageslicht gebracht, das ganz und gar nicht “Christi Herrlichkeit” zeigt, sondern einen erschreckend schwachen Zustand. Das ist demütigend für uns! Der Herr, “der die sieben Sterne in seiner Rechten hält, der inmitten der sieben goldenen Leuchter wandelt” (Offb 2,1), prüft den Zustand, deckt Misstände auf und will uns zu einer aufrichtigen Beugung und Buße führen. “Seht zu, dass ihr den nicht abweist, der redet” (Heb 12,25).

Andererseits ist dieser Ausdruck sehr tröstlich! Gott sieht, trotz dieser Schwachheit in der Praxis, in seiner Versammlung noch immer “Christi Herrlichkeit”. Und ja, nicht nur in der Versammlung in ihrem weltweiten oder ewigen, sondern auch in dem örtlichen Aspekt, denn hier werden die Versammlungen als “Christi Herrlichkeit” bezeichnet. Das ermuntert uns, aber ist hoffentlich auch ein Ansporn, diesem Titel in den Versammlungen in der Praxis mehr zu entsprechen. Und das fängt bei einem persönlichen Leben zur Verherrlichung Gottes an…

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