Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

Monat: August 2020

Licht und Liebe

Liebe und Wahrheit (oder Licht) - beides sind Attribute Gottes. Für uns Menschen ist es manchmal schwierig, das eine mit dem anderen zu vereinbaren. Gott ist beides absolut, Er ist Liebe (1. Johannes 4,8.16) und Er ist die Wahrheit (z.B. Johannes 14,6) und Licht (1. Johannes 1,5).

Im Charakter von Licht und Liebe ist der Herr Jesus hier zu jedem Augenblick seines Lebens seinen Weg gegangen. Nie hat Er das eine auf Kosten des anderen betont; immer war alles völlig an seinem Platz bei Ihm.

Als Petrus Ihn verleugnete, drehte der Herr sich zu Petrus um und blickte ihn an (Lukas 22,61). In diesem Blick erkannte der Jünger die völlige Wahrheit, das göttliche Licht, das seine Sünde bloßstellte. Aber gleichzeitig war es ein Blick der Liebe zu dem gefallenen Jünger, der ihm zusicherte, dass sein Meister ihn immer noch, trotzdem, und gerade jetzt liebte…

Ist das nicht ein großer Trost, wenn wir gesündigt haben? So schaut Er auch uns an: In Licht und Liebe. Er bleibt seinem Wesen des Lichtes treu, „denn Er kann sich selbst nicht verleugnen“ (2. Timotheus 2,13), aber Er offenbart gleichzeitig sein Herz voller Liebe für uns. Zu jeder Zeit. Das  – finde ich - ist ein Gedanke, der uns mit Vertrauen und Ruhe erfüllt.

sich ärgern und – schweigen

„Schweigen ist die Arznei des Ärgers.“
Torsten Frings hat seinem Ärger über den Fußballbundestrainer Luft gemacht. Beim nächsten Länderspiel ist er schon mal nicht dabei.
Sich Ärgner und doch den Mund halten fällt uns nicht leicht. Besonders, wenn wir uns ungerecht behandelt fühlen.
Ein falsches Wort können wir nicht mehr zurücknehmen, aber eine kleine Wunde, weil wir uns auf die „Zunge gebissen“ haben, ist schnell wieder geheilt.
Wenn wir uns zunächst die Zeit nehmen, um über die Sache nachzudenken, ist der Ärger vielleicht schneller verraucht, als wir gedacht haben.

Offene Hände

„Das Wohltun aber und Mitteilen vergesst nicht, denn an solchen Opfern hat Gott Wohlgefallen“ (Hebräer 13,16). Die vielen Sammelaktionen für Opfer in Haiti erinnern uns daran, dass auch wir „sammeln“ dürfen, und zwar besonders für Gläubige, die in äußerer Not leben. Wir dürfen ruhig einmal daran denken, bevor wir uns das zweite oder dritte … kaufen wollen, ob wir nicht auch einen Auftrag haben, anderen mitzuteilen, die bei weitem nicht so viel haben wie wir oder in Not leben. Solche Christen gibt es in Deutschland und weit darüber hinaus.

nachdenken

„Übrigens, Brüder, alles was wahr, alles was würdig, alles was gerecht, alles was rein, alles was lieblich ist, alles was wohllautet, wenn es irgend eine Tugend und wenn es irgend ein Lob gibt, dieses erwäget (oder: denkt darüber nach).“ Philipper 4 V 8

Über wieviel haben wir täglich nachzudenken? Wenn wir mehr über die o.g. Dinge nachdenken würden, dann gäb es für manche Gedanken keinen Platz mehr.

Sogar Kinder haben schon an vieles zu denken, aber der beste Gedanke ist JESUS CHRIST. Alles, was in dem Vers aus dem Philipperbrief aufgeführt ist, lenkt unsere Gedanken auf IHN.

„Morgens hab‘ ich viel zu denken,
wenn ich g’rade aufgewacht:
Ob wohl heute Regenwetter
oder ob die Sonne lacht?

Das sind gute Gedanken, doch besser noch ist,
wenn dein erster Gedanke heißt: Jesus Christ.

Gibt’s wohl heute frische Brötchen?
Und was ziehe ich nur an?
Ob auch Kathrin auf mich wartet,
meine Freundin von nebenan?

Ob wir heut den Aufsatz schreiben?
Hoffentlich komm‘ ich auch dran
bei den englischen Vokabeln,
die ich heut mal richtig kann!

Schick sie weg, all die Gedanken,
dafür ist noch so viel Zeit.
Denke erst an deinen Heiland,
mach dich für den Tag bereit!

Drum erwache mit Jesus, mit Ihm schlafe ein,
und dann wirst du ein fröhliches Gotteskind sein.“

Margret Birkenfeld

Zurück zu IHM!

Egal,

– wie tief ein Gläubiger gefallen ist,
– wie sehr er den Herrn Jesus durch seine Sünde verunehrt hat,
– wie weit weg er vielleicht in der Welt war,
– wie zerbrochen er sich vor seinem Heiland führt,
– wie sehr er vielleicht andere verletzt hat,
– wie kaputt sein Leben auch sein mag,
– wie wenig Perspektiven er im Moment für sein weiteres Leben sieht,
– wie …
– wie … :

es gibt immer einen Weg zurück zum Vaterherzen Gottes und Gottes Gnade ist größer als jeder sündige Zustand. Wenn der Leser dieser Zeilen vielleicht jemand ist, auf den die obigen Zeilen zutreffen – warte nicht länger und komm zurück zu IHM! Er wird Dich mit offenen Armen empfangen! Denn Er wartet auf Dich.

Lukas 15 Vers 20:

Als er aber noch fern war, sah ihn sein Vater und wurde innerlich bewegt und lief hin und fiel ihm um seinen Hals…

Applaus – Kritik

„Erfolg hört nur auf Applaus. Für alles andere ist er taub“, schrieb einmal der jüdische Schriftsteller Elias Canetti (1905-1994, Literaturnobelpreis 1981). Trifft das nicht auch auf uns Christen zu? Zustimmung hören wir gerne und fühlen uns geschmeichelt. Aber Kritik – egal, ob sie berechtigt ist oder vielleicht aus falschen Motiven heraus geäußert wird, egal, ob sie uns direkt gesagt wird oder hinter dem Rücken, wollen wir nicht hören oder wahrhaben. Wir wollen korrekturfähig bleiben – für Christen und besonders für uns, die wir Diener sind – und das sind ja alle Christen, ist das außerordentlich wichtig.

Ein echtes Vorbild ist hier Apollos! Wir lesen in Apostelgeschichte: „Ein gewisser Jude aber, mit Namen Apollos, aus Alexandrien gebürtig, ein beredter Mann, der mächtig war in den Schriften, kam nach Ephesus. Dieser war in dem Weg des Herrn unterwiesen und brennend im Geist, redete und lehrte er sorgfältig die Dinge von Jesus, obwohl er nur die Taufe des Johannes kannte … Als aber Priszilla und Aquila ihn hörten, nahmen sie ihn zu sich und legten ihm den Weg Gottes genauer aus. Als er aber nach Achaja reisen wollte …“ (Kapitel 18, Vers 24 bis 27). Dieser begabte Mann ließ Kritik zu – und lernte daraus und fuhr in seinem Dienst vor.

Sicherer Glaube

Der Glaube aber ist eine Verwirklichung dessen, was man hofft, eine Überzeugung von Dingen, die man nicht sieht. (Hebräer 11 Vers 1)

Jeder glaubt irgendetwas. Der eine glaubt, dass morgen schönes Wetter ist, der andere glaubt, dass das Horoskop recht hat. Ist das ,,glauben"?

Das sind sicher ganz unterschiedliche ,,Qualitäten" von ,,glauben". In unserem Sprachgebrauch verwenden wir den Begriff einfach in dem Sinn, dass wir etwas zwar nicht genau wissen, aber es eben doch für möglich halten. Dieses ,,glauben" ist häufig eine ganz unsichere Sache. Wir sagen ja sogar manchmal: „Ich weiß zwar nicht genau, aber ich glaube doch …“. Aber auch wenn jemand ,,fest“ an etwas glaubt, ist dieses noch nicht wirklich sicher. Das hängt nämlich davon ab, was man glaubt, oder vielmehr, wem man glaubt.

Denn alle Aussagen im weitesten Sinn haben einen Urheber, eine Quelle.

Sind wir dankbar, dass wir dem absolut glaubwürdigen ,,Gott der Wahrheit" glauben dürfen, dass wir Seine Aussagen in seinem Wort besitzen dürfen? Denn nur dieser Glaube bringt absolute Sicherheit.

Der Gegenstand des Lebens

Gefunden in der Synopsis von John Nelson Darby, Betrachtung über den Brief an die Galater

Kommentar zu Galater 2, 20 + 21:

Das Geschöpf muss einen Gegenstand haben, für den es lebt; das war auch mit der Seele des Paulus der Fall, und zwar durch den Glauben an Jesus Christus. Er lebte wirklich durch den Glauben an Jesus Christus. Der Christus, der die Quelle seines Lebens, der sein Leben war, war auch der Gegenstand desselben. Das ist es, was stets das Leben Christi in uns kennzeichnet. Er selbst ist der Gegenstand desselben, er allein.

Wenn die Tatsache stets vor unserer Seele steht, dass er durch sein Sterben für uns in Liebe (er, der allein dazu fähig war, der Sohn Gottes) uns, die also freigemacht sind von der Sünde, dieses Leben als unser eigenes gegeben hat, dann ist er in unseren Augen bekleidet mit der Liebe, die er uns also erwiesen hat. Wir leben „durch den Glauben an den Sohn Gottes, der uns geliebt und sich selbst für uns hingegeben hat“. Und hier ist es das persönliche Leben, der persönliche Glaube, der uns mit Christus verbindet und ihn uns köstlich macht als den Gegenstand des innigsten Glaubens der Seele.

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