Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

Monat: August 2020 Seite 2 von 4

Der Kaiser und der einfache Mann

"Ob eines Kaisers oder eines einfachen Mannes Leben, stets ist es allem ausgesetzt, was Menschen begegnen kann", schrieb einmal Michel Eyquem de Montaigne (1533 -1592). Denn im Leben sind wir alle "gleich". Jeder Mensch bekommt die Chance, sich zu bekehren und Jesus Christus anzunehmen. Niemand ist hier bevorzugt, niemand benachteiligt. Denn Gott ist gerecht und wird nicht zulassen, dass Kinder ungläubiger Eltern einen Nachteil haben. Auch Höhen und Tiefen gibt es in jedem Leben, Herausforderungen und Ruhephasen. Die Frage ist, wie wir diese nutzen. "Ich weiß sowhl erniedrigt zu sein, als ich weiß Überfluss zu haben; in jedem und in allem bin ich unterwiesen, sowohl satt zu sein als zu hungern, sowohl Überfluss zu haben als Mangel zu leiden" (Philipper 4,12). Die Frage für uns Christen ist, ob wir uns in allem auf unseren Herrn stützen, oder ob wir beginnen, uns zu beklagen und gegen Gottes Wege aufzulehnen. Das wird uns letztendlich krank machen.

Hinschauend auf Jesus (1)

In Hebräer 12,2 stehen diese Worte, drei Worte, die unser Glaubensleben prägen sollten. In der französischen Übersetzung heißt es: „Fixant les yeux sur Jésus“, was übersetzt heißt: die Augen auf Jesus fixierend. Fixieren bedeutet, von allem anderen weg konzentriert hinzuschauen auf den Herrn und die Augen auf Ihn gerichtet zu lassen.

Hinschauend auf Jesus,

in den Schriften,

…um darin zu erkennen, wer Er ist, was Er getan hat, was Er gegeben hat, was Er wünscht;

…um darin Seinen Charakter zu finden, der unser Vorbild sein soll;

…um in Seiner Lehre die Weisungen zu finden, die wir nötig haben;

…um in Seinen Satzungen die richtige Ausrichtung zu finden;

…um in Seinen Verheißungen die Stütz zu finden, die wir nötig haben;

…um in Seiner Person und in Seinem Werk die vollständige Antwort auf alle Bedürfnisse unsere Seele zu finden.

(aus dem Französischen – nach Théodore Monod, 1874 / Helen Willis)

Zutritt verboten

Bei einem Kinderfest haben wir eine Geschichte gehört: „Zutritt verboten“, bei der es um einen schwarzen Jungen ging, dem wegen seiner Hautfarbe der Zutritt zu einem Strand versagt wurde.
Ist uns eigentlich noch bewußt, dass „Zutritt verboten!“ für uns auch mal galt? Und das wir jetzt „Zugang haben zum Heiligtum (Hebräer 10 Vers 19“?
Ich hoffe, dass das auch für DICH gilt. Wenn nicht, dann mach es wie der Junge in der Geschichte. Komm noch heute zu dem Heiland, dann hast DU auch freien Eintritt.
Und: Wir wollen dankbar sein, dass unser Heiland „den Weg frei gemacht hat“.

Kurz, klar, bildhaft: im Gedächtnis

„Was immer du schreibst … schreibe kurz, und sie werden es lesen, schreibe klar, und sie werden es verstehen, schreibe bildhaft, und sie werden es im Gedächtnis behalten …“, sagte einmal Joseph Pulitzer (1847-1911), US-amerikanischer Journalist und Verleger.

Wenn es einen Inbegriff von Klarheit gibt – dann die Bibel. Von Verständlichkeit – dann das Wort Gottes. Von kurzer Prägnanz – dann die heiligen Schriften. Von Bildersprache – dann das Alte Testament.

„Halte im Gedächtnis Jesus Christus, auferweckt aus den Toten, aus dem Geschlecht Davids, nach meinem Evangelium“ (2. Timotheus 2,8). Ihn finden wir in der Bibel – auf Ihn wollen wir sehen, Ihn wollen wir im Gedächtnis behalten.

Fürbitte bewirkt Nächstenliebe

Nicht immer verhält sich der Nächste so, wie wir es gerne hätten.

Wir stehen in Gefahr, in solchen Situationen ärgerlich zu reagieren, Groll zu hegen, uns aufzuregen. Wie können wir das verhindern? Das „Rezept“ ist denkbar einfach und doch handeln wir oft nicht danach: Fürbitte.

Wenn wir für unseren Nächsten beten, können wir keinen Groll gegen ihn hegen. Wir haben ihn vor unseren Herrn gebracht, für sein Wohlergehen und für ein gutes Miteinander mit ihm gebetet. Diese Fürbitte für den Nächsten bewirkt Nächstenliebe in uns und vertreibt jede Art von Ärger oder Groll.

Die vielen Vorkommnisse von Streit unter Glaubensgeschwistern zeigen leider, dass es an der Fürbitte für den Nächsten mangelt. Wie viel Streit und Trennung hätte verhindert werden können, wenn wir mehr Fürbitte füreinander vor Gott getan hätten.

Fangen wir an, wieder mehr aufrichtig und in Demut füreinander zu beten, damit Frieden erhalten und Heilung geschehen kann.

Ans Licht gebracht

Die Nachrichten sind in den letzten Tagen gefüllt von Information üebr den Abgas-Skandal bei Volkswagen. Die geheimen Manipulationen kommen ans Licht. Was vorher im Dunkeln lag, wird nun schonungslos ans Licht gebracht. Das ist richtig und nötig.

Das ist aber auch bei uns nötig. Ist dir schon ein Mal aufgefallen, dass die meisten Pilze am besten im Dunkeln wachsen? Wenn man Licht auf den Pilz richten würde, würde er geschwächt und verkümmern und letztendlich sterben. Sünde gedeiht auch in der Dunkelheit, und wie viele Sünden finden in der Dunkelheit statt, dort wo es niemand sieht. Und so lange diese Sünde in der Dunkelheit bleibt wird sie auch weiter bestehen.

Nach außen sieht alles fein aus – keiner sieht es. Und das Schlimme ist – wir reden uns auch ein, dass alles in Ordnung ist. Aber es ist eine Täuschung – wir täuschen uns selbst und andere. Eine Person die so in Täuschung lebt wird alles tun was sie kann, um dieses sündige Leben davor zu bewahren entdeckt zu werden. Man wird sehr wütend und fühlt sich angegriffen, wenn man wegen einem Fehlverhalten zur Rede gestellt wird. Doch Aufdeckung und ans Licht bringen ist genau das, was nötig ist um die Sünde aus dem Leben gänzlich auszurotten.

„Dies aber ist das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen haben die Finsternis mehr geliebt als das Licht, denn ihre Werke waren böse. Denn jeder, der Böses tut, hasst das Licht und kommt nicht zu dem Licht, damit seine Werke nicht bloßgestellt werden“ (Joh 3,18-21).

„Und dies ist die Botschaft, die wir von ihm gehört haben und euch verkündigen: dass Gott Licht ist und gar keine Finsternis in ihm ist. Wenn wir sagen, dass wir Gemeinschaft mit ihm haben, und wandeln in der Finsternis, [so] lügen wir und tun nicht die Wahrheit. Wenn wir aber in dem Licht wandeln, wie er in dem Licht ist, [so] haben wir Gemeinschaft miteinander, und das Blut Jesu [Christi], seines Sohnes, reinigt uns von aller Sünde. Wenn wir sagen, dass wir keine Sünde haben, [so] betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. Wenn wir unsere Sünden bekennen, [so] ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit. Wenn wir sagen, dass wir nicht gesündigt haben, [so] machen wir ihn zum Lügner, und sein Wort ist nicht in uns“ (1.Joh 1,5-10).

Alles in Bewegung

Seit einigen Wochen habe ich ein neues Büro bezogen, das direkt an einer Autobahn, einer großen Bundesstraße, einer hochfrequentierten Eisenbahnstrecke und am Flughafen liegt. Auch wenn ich meine Arbeit mache und gar nicht aus dem Fenster sehe, nehme ich im Augenwinkel eine ständige Bewegung, das Gewusel des Autoverkehrs, Züge und auch Flugzeuge wahr. Immer bewegt sich etwas.

So geht es auch in dieser Welt, es ist gleichsam ihre Natur . Der Mensch ist ständig in Bewegung, immer treibt ihn etwas. Man hastet von einem Wochenende zum anderen, von Party zu Party, von Event zu Event. Und wenn man einmal zur Ruhe zu kommen „droht“, stellen Radioleute die besten Veranstaltungen des nächsten Wochenendes in der Region vor. Auch der Sport bietet immer etwas Neues - ist die Spielzeit der Fußball-Bundesliga vorbei, steigt das nächste große Event - die Fußballweltmeisterschaft der Frauen…

Wie schön, wenn Menschen noch Zeit haben, über wesentliche Dinge nachzudenken wie z.B. die Ewigkeit, wenn das Treiben dieser Zeit einmal für sie vorbei ist. Der Herr Jesus sagt: „Kommt her zu mir, alle Mühseligen und Beladenen und ich werde euch Ruhe geben.“ (Matthäus 11 Vers 28)

Aber auch gläubige Christen brauchen immer wieder diesen Platz der Ruhe bei Ihm, um neue Kraft zu bekommen. Zu ihnen sagt der Herr Jesus: „Kommt ihr selbst her an einen öden Ort besonders und ruht ein wenig aus.“ (Markus 6 Vers 31)

Stille Wasser sind tief

In dem Maß, in dem wir in seiner Erkenntnis zunehmen, entsteht eine Freude, die tiefer ist als die der ersten Bekehrung. Ich habe Christus mehr oder weniger gekannt zwischen dreißig und vierzig Jahren, und ich kann sagen, dass ich jetzt zehntausendmal mehr Freude habe als ich anfangs hatte. Es ist eine tiefere, ruhigere Freude. Das Wasser, das von einem Hügel herabstürzt, gewährt einen wunderschönen Anblick und macht viel Geräusch; aber wir werden finden, dass das in der Ebene fließende Wasser, tiefer, ruhiger, befruchtender ist.

 

John Nelson Darby

Wenn der Herr will

Wir machen fast jeden Tag Pläne. Vielleicht nur für den Abend. Und dabei gehen wir oft wie selbstverständlich davon aus, dass wir sie auch durchführen können. Aber ist das auch Gottes Plan mit uns? Das Unglück am Lagginhorn, von dem wir in den letzen Wochen berichtet haben, lässt uns neu darüber nachdenken, dass alles, ja wirklich alles, in Gottes Hand steht.

Wir uns daher wieder bewusster machen, dass uns die Bibel im Jakobusbrief, Kapitel 4 Vers 15 dazu auffordert, alles unter die Bedingung zu stellen: „Wenn der Herr will und wir leben…“ Damit meine ich nicht, dass wir diesen Satz wörtlich bei allem, was wir in Bezug auf die Zukunft sagen, aussprechen sollten. Nein, dann wird es bald nicht mehr als eine Floskel sein. Aber wir sollten in dieser Haltung unsere Pläne machen, dass wir dies oder jenes tun möchten, „wenn der Herr will“.

So machen wir uns auch unsere Ohnmacht und Abhängigkeit von Ihm bewusst.

Ein Lächeln gegen die Krankheit/Einsamkeit

Der bekannte Zwieback wird 100 Jahre alt. Aus der Historie der Werbung ist folgendes entnommen:

„Deutschen Zwieback für Kinder und Kranke”. (stand um 1923 auf der Packung)

"Es ist ein einfaches Lächeln, das zum Markenzeichen wurde: Fröhliche blaue Augen unter einem blonden Schopf." (das Bild ist noch heute auf den Packungen zu sehen)

Anscheinend ging man damals davon aus, dass ein freundliches Lächeln positive Auswikungen auf Kranke hat.

 

"Ein reiner und unbefleckter Gottesdienst vor Gott und dem Vater ist dieser: Waisen und Witwen in ihrer Drangsal zu besuchen, sich selbst von der Welt unbefleckt zu erhalten." Jakobus 1,27

Auch für Witwen kann ein Lächeln die Sonne ins einsame Wohnzimmer bringen. Gerade in der jetzt folgenden Jahreszeit, wenn es früh dunkel wird und die Abende lang und länger werden.

Ein Dienst für unseren Gott, der ihm Freude macht, kann also sein, so einen Sonnenstrahl zu den uns bekannten alten und einsamen Leuten zu bringen.

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