Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

Monat: September 2020 Seite 1 von 3

86400 Sekunden

Stelle dir vor, du hast bei einem Wettbewerb folgenden Preis gewonnen:

Jeden Morgen stellt dir die Bank 86400 Euro auf deinem Bankkonto zur Verfügung. Doch dieses Spiel hat auch Regeln, so wie jedes Spiel bestimmte Regeln hat.

Die erste Regel ist:

Alles was du im Laufe des Tages nicht ausgegeben hast, wird dir wieder weggenommen, du kannst das Geld nicht einfach auf ein anderes Konto überweisen, du kannst es nur ausgeben. Aber jeden Morgen, wenn du erwachst, eröffnet dir die Bank eine neues Konto mit neuen 86400 Euro für den
kommenden Tag.

Zweite Regel:

Die Bank kann das Spiel ohne Vorwarnung beenden, zu jeder Zeit kann sie dies und du bekommst kein neues mehr. Was würdest du tun? Du würdest versuchen, jeden Cent zu nutzen, oder?

Aber eigentlich ist dieses Spiel die Realität:

Jeder von uns hat so eine „Bank“. Wir vergessen es nur immer allzu schnell! Die Bank ist die Zeit unseres Lebens, die Gott dir und mir gibt. Jeden Morgen, wenn wir aufwachen, schenkt Gott uns 86400 Sekunden Leben für den Tag und wenn wir am abend einschlafen, wird uns die übrige Zeit nicht gutgeschrieben…. Die Zeit, die wir an diesem Tag nicht für Ihn gelebt haben, ist verloren, für immer verloren. Gestern ist vergangen. Jeden Morgen beginnt sich das Konto neu zu füllen, aber Gott kann das Konto jederzeit auflösen, ohne Vorwarnung…. Was machst du also mit deinen täglichen 86400 Sekunden?

Verschwende deine Zeit nicht für die Dinge dieser Welt! Die Welt wird vergehen und alles was in ihr ist. Aber die Werke Gottes, die du und ich tun dürfen, sie haben bleibenden Wert, sie sind und werden zur Ehre Gottes und zur Verherrlichung des Herrn Jesus sein.

Der letzte Held

In 2. Samuel 23 lesen wir von den Helden des König David. Manche werden mit großen Taten verbunden, die meisten aber nur namentlich genannt. Der letzte Held, den David aufzählt ist Urija, der Hethiter.

David berichtet keine großen Heldentaten von diesem Mann. Es wird einfach nur sein Name gennant. Wir wissen aber, worin seine Heldentat bestand: Sein Herz schlug für Gott und den König. Als David mit Urijas Frau Ehebruch getrieben hatte und es vertuschen wollte, gelang dies nur nicht, weil Urija so treu seinem König und seinem Gott diente. Sein Herz schlug ungeteilt für Gottes Volk und Gottes Sache. David muss dies anerkennen und rechnet ihn hier unter seine Helden.

Er führt Urijas Namen als letzten Held an – gewissermaßen als Ausklang, bevor er das Schreibgerät niederlegt. Was mag David wohl empfunden haben, als er diesen Namen hinschrieb? Er wird gewusst haben, dass Urijas Heldentat seine Treue war, da, wo gerade er, David, versagt hatte.

Gott hat diesem Mann, Urija, ein Denkmal in Seinem Wort gesetzt. Und wir sehen, dass David ihn bis zum Schluss nicht hat vergessen dürfen, ihn, den er sogar ermordete, um seine Unmoral zu verdecken. Er war ein Mahnmal für David bis zu dessen Lebensende. Hier, am Ende seines Königtums muss David gerade diesen treuen Mann zuletzt erwähnen – Urija.

Gibt es auch in unserem Leben Dinge, die uns immer wieder an Versagen erinnern? Gott lässt das zu, um uns demütig zu halten und gleichzeitig aber auch zu zeigen, dass er gleichwohl gnädig ist, wie Er es mit David war.

Zeige deine Liebe durch deine Taten

Enthalte kein Gutes dem vor, welchem es zukommt, wenn es in der Macht deiner Hand steht, es zu tun. (Sprüche 3,27)

Ich meine, es gibt kaum ein besseres Mittel, die Liebe zu seinem Nächsten zu zeigen, als durch das Handeln nach diesem Spruch.

Wenn das Gewissen nach Regeln ruft

Heute sah ich im Internet einen Bericht über junge Leute, vor allem Frauen, die in Großbritannien zum Islam konvertieren. Im vergangenen Jahr sind nach Schätzungen mehr als 3000 Britinnen zum Islam übergetreten. Einer der Gründe, den sie dafür angeben, ist die Verwahrlosung ihrer Umgebung, der Sittenverfall, die fehlenden Werte der Menschen, die Sinnlosigkeit ihrer Vergnügungen usw. Sie haben sich vom Christentum größtenteils losgesagt. „Jeder tut, was recht ist in seinen Augen“. Was bleibt, ist eine Leere, eine moralische Leere.

Das Gewissen der Menschen wünscht sich aber eine feste Grundordnung, nach der ein Mensch leben kann. Wo diese aber nach und nach aufgegeben wird, sucht man nach Ersatz. Daher ist es nicht verwunderlich, dass der Islam derart im Vormarsch ist und diese Britinnen anzieht. Leider gibt ihnen der Islam aber nur eine Ordnung, die nicht von Gott ist und ihnen daher keinen inneren Frieden geben kann!

Was hat dies aber uns zu sagen? Haben wir gläubigen Christen nicht eine „Lebensordnung“, die diese empfundene Leere völlig ausfüllen kann? Kann nicht allein Christus diese Leere wirklich füllen und ein sinnerfülltes Leben schenken? Jeder, der Ihn so kennt, wir das bestätigen. Wir wollen uns gegenseitig ermuntern,  wo es möglich ist, solchen Menschen zu helfen und sie zu Christus zu führen.

Näher, noch näher

Näher, noch näher, fest an Dein Herz
ziehe mich, Jesu, durch Freude und Schmerz!
Birg mich aus Gnaden in Deinem Zelt,
schirme und schütze mich, Heiland der Welt!

Näher, noch näher! Ganz in den Tod
gebe ich willig, mein Heiland und Gott,
was Deinen Segen hemmte in mir:
weltliche Freuden und irdische Zier.

Näher, noch näher! Völl’ger und frei,
bis alles eigene Ringen vorbei,
bis all mein Leben Dein Abglanz ist
und Du, Herr Jesus, mein alles mir bist!

(Lelia Morris, deutsch: Hedwig von Redern)

(aus: Lieder für das christliche Haus, Nummer 114)

Verschwendung

„Wer Gutes tun will, muß es verschwenderisch tun“, sagte der große Reformator Martin Luther (1483-1546) einmal. In der Bibel lesen wir: „Seid niemand irgendetwas schuldig, als nur einander zu lieben“ (Römer 13,8). Wir sind also schuldig zu lieben. Dieser Schuldigkeit dürften wir mit großer Verschwenderhaltung nachkommen. Denn dann ist sie keine Verschwendung, sonder biblische Investition. Davon darf es inmitten der Gläubigen ruhig mehr geben …

Lebensregel

In dieser Woche musste ich an den Satz aus Sprüche 15,1 denken: "Eine gelinde (milde) Antwort wendet den Grimm ab, aber ein kränkendes Wort erregt den Zorn".

Wie oft haben wir schon gegen diese Weisheit verstoßen! Ein Wort ergibt das nächste, ein böses Wort folgt aufs nächste und das schlimmste Streitgespräch ist im Gange.

Doch man kann es sicher auch auf unser Handeln anwenden. Werden wir z.B. im Straßenverkehr genötig, geärgert – wie ist die Reaktion? Zurückärgern? Auch hier gilt es, eine milde "Antwort" zu geben.

Ein Blick auf Christus hilft, Er konnte sagen: "Ich bin sanftmütig und von Herzen demütig" (Matthäus 11,29). 

 

 

Was irgend ein Mensch sät…

… das wird er auch ernten (Galater 6,7).

„Sow a thought, reap an action,
Sow an action, reap a habit,
Sow a habit, reap a character,
Sow a character, reap a destiny.“

“Jeder aber wird versucht, wenn er von seiner eigenen Begierde fortgezogen und gelockt wird. Danach, wenn die Begierde empfangen hat, gebiert sie [die] Sünde; die Sünde aber, wenn sie vollendet ist, gebiert [den] Tod.” (Jakobus 1:14-15)

Wahrer Trost

Wenn uns Angehörige genommen werden, wenn wir einsam sind oder Freunde uns verlassen, fehlt uns oft das Mitempfinden anderer und deren Trost. Wie gehen wir damit um, wenn niemand da ist, der die Not mitträgt und das mitempfindet, was einen niederdrückt?
Als der HERR Jesus seinen Jüngern sagte, dass er überliefert würde, um für sie zu sterben, und einer von ihnen IHN verraten würde, musste er feststellen, dass sie kaum darauf eingingen. Sie stritten sich vielmehr darum, wer von ihnen der Größte sei.
…,und ich habe auf Mitleid gewartet, und da war keins, und auf Tröster, und ich habe keine gefunden. (Ps. 69,21)
Und es kam noch viel schlimmer.
Es verließen IHN alle und flohen. (Mk.14,50)
Die letzten Schritte bis zum Kreuz musste ER ganz alleine gehen. Wer kann uns dann besser verstehen als ER, der so einsam war wie sonst keiner? Wer kann tiefer mitempfinden als der HERR Jesus?
Sein Leiden ist jetzt vorbei. Und darum kann er jetzt im Himmel für uns als Hoherpriester tätig sein und sich für uns verwenden. ER kann sich jetzt ganz unseren Nöten und Schwierigkeiten zuwenden, weil ER selbst die Erfahrung hier auf der Erde gemacht hat.
Wir haben den HERRN, der uns hilft, und uns den Trost gibt, den wir brauchen. Ja noch mehr, er bittet Gott für uns für unsere Not.
Daher vermag er diejenigen auch völlig zu erretten, die durch IHN Gott nahen, indem er allezeit lebt, um sich für sie zu verwenden. (Heb. 7,25)

Zu Ende kommen

„Die Worte Hiobs sind zu Ende“

(Hiob 31,40)

Hiob war ein gerechter Mann, gottesfürchtig und das Böse meidend. Und das wusste er. Genau das war sein Problem. Es machte ihn stolz.

Gotte wollte ihn davon befreien und prüfte ihn durch furchtbares Leid in seinem Leben. Doch zunächst erkannte Hiob nicht, dass er stolz auf seine Gottesfurcht war, ja selbstgerecht. In langen Reden klagte er Gott und seine Freunde an. Doch dann heißt es: Die Worte Hiobs sind zu Ende. Endlich, könnte man meinen.

Jetzt konnte Gott wirken. Er führte ihn zu der Erkenntnis, dass Hiob gar nichts war und Gott alles. Dass Hiob gar nichts ohne Gott tun konnte. Dass seine eigene vermeintliche Gerechtigkeit vor Gott nichts zählte. Dass er Gnade brauchte.

Als Hiob das alles erkannte, erkannte er Gott. Und das Ende der Geschichte: Gott kam mit Hiob zum Ziel und  überschüttete ihn mit Segen.

Lektionen für uns gibt es in dieser Geschichte zuhauf. Besonders die, dass wir auch einmal mit uns zu Ende kommen müssen und anerkennen, dass wir vor Gott ebenfalls nichts sind und keine Kraft aus uns selbst haben. Auch nicht, Ihm wohlgefällig zu leben. Er allein muss alles wirken.

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