Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

Monat: September 2020 Seite 2 von 3

Wenn das Gewissen nach Regeln ruft

Heute sah ich im Internet einen Bericht über junge Leute, vor allem Frauen, die in Großbritannien zum Islam konvertieren. Im vergangenen Jahr sind nach Schätzungen mehr als 3000 Britinnen zum Islam übergetreten. Einer der Gründe, den sie dafür angeben, ist die Verwahrlosung ihrer Umgebung, der Sittenverfall, die fehlenden Werte der Menschen, die Sinnlosigkeit ihrer Vergnügungen usw. Sie haben sich vom Christentum größtenteils losgesagt. „Jeder tut, was recht ist in seinen Augen“. Was bleibt, ist eine Leere, eine moralische Leere.

Das Gewissen der Menschen wünscht sich aber eine feste Grundordnung, nach der ein Mensch leben kann. Wo diese aber nach und nach aufgegeben wird, sucht man nach Ersatz. Daher ist es nicht verwunderlich, dass der Islam derart im Vormarsch ist und diese Britinnen anzieht. Leider gibt ihnen der Islam aber nur eine Ordnung, die nicht von Gott ist und ihnen daher keinen inneren Frieden geben kann!

Was hat dies aber uns zu sagen? Haben wir gläubigen Christen nicht eine „Lebensordnung“, die diese empfundene Leere völlig ausfüllen kann? Kann nicht allein Christus diese Leere wirklich füllen und ein sinnerfülltes Leben schenken? Jeder, der Ihn so kennt, wir das bestätigen. Wir wollen uns gegenseitig ermuntern,  wo es möglich ist, solchen Menschen zu helfen und sie zu Christus zu führen.

Näher, noch näher

Näher, noch näher, fest an Dein Herz
ziehe mich, Jesu, durch Freude und Schmerz!
Birg mich aus Gnaden in Deinem Zelt,
schirme und schütze mich, Heiland der Welt!

Näher, noch näher! Ganz in den Tod
gebe ich willig, mein Heiland und Gott,
was Deinen Segen hemmte in mir:
weltliche Freuden und irdische Zier.

Näher, noch näher! Völl’ger und frei,
bis alles eigene Ringen vorbei,
bis all mein Leben Dein Abglanz ist
und Du, Herr Jesus, mein alles mir bist!

(Lelia Morris, deutsch: Hedwig von Redern)

(aus: Lieder für das christliche Haus, Nummer 114)

Verschwendung

„Wer Gutes tun will, muß es verschwenderisch tun“, sagte der große Reformator Martin Luther (1483-1546) einmal. In der Bibel lesen wir: „Seid niemand irgendetwas schuldig, als nur einander zu lieben“ (Römer 13,8). Wir sind also schuldig zu lieben. Dieser Schuldigkeit dürften wir mit großer Verschwenderhaltung nachkommen. Denn dann ist sie keine Verschwendung, sonder biblische Investition. Davon darf es inmitten der Gläubigen ruhig mehr geben …

Lebensregel

In dieser Woche musste ich an den Satz aus Sprüche 15,1 denken: "Eine gelinde (milde) Antwort wendet den Grimm ab, aber ein kränkendes Wort erregt den Zorn".

Wie oft haben wir schon gegen diese Weisheit verstoßen! Ein Wort ergibt das nächste, ein böses Wort folgt aufs nächste und das schlimmste Streitgespräch ist im Gange.

Doch man kann es sicher auch auf unser Handeln anwenden. Werden wir z.B. im Straßenverkehr genötig, geärgert – wie ist die Reaktion? Zurückärgern? Auch hier gilt es, eine milde "Antwort" zu geben.

Ein Blick auf Christus hilft, Er konnte sagen: "Ich bin sanftmütig und von Herzen demütig" (Matthäus 11,29). 

 

 

Was irgend ein Mensch sät…

… das wird er auch ernten (Galater 6,7).

„Sow a thought, reap an action,
Sow an action, reap a habit,
Sow a habit, reap a character,
Sow a character, reap a destiny.“

“Jeder aber wird versucht, wenn er von seiner eigenen Begierde fortgezogen und gelockt wird. Danach, wenn die Begierde empfangen hat, gebiert sie [die] Sünde; die Sünde aber, wenn sie vollendet ist, gebiert [den] Tod.” (Jakobus 1:14-15)

Zu Ende kommen

„Die Worte Hiobs sind zu Ende“

(Hiob 31,40)

Hiob war ein gerechter Mann, gottesfürchtig und das Böse meidend. Und das wusste er. Genau das war sein Problem. Es machte ihn stolz.

Gotte wollte ihn davon befreien und prüfte ihn durch furchtbares Leid in seinem Leben. Doch zunächst erkannte Hiob nicht, dass er stolz auf seine Gottesfurcht war, ja selbstgerecht. In langen Reden klagte er Gott und seine Freunde an. Doch dann heißt es: Die Worte Hiobs sind zu Ende. Endlich, könnte man meinen.

Jetzt konnte Gott wirken. Er führte ihn zu der Erkenntnis, dass Hiob gar nichts war und Gott alles. Dass Hiob gar nichts ohne Gott tun konnte. Dass seine eigene vermeintliche Gerechtigkeit vor Gott nichts zählte. Dass er Gnade brauchte.

Als Hiob das alles erkannte, erkannte er Gott. Und das Ende der Geschichte: Gott kam mit Hiob zum Ziel und  überschüttete ihn mit Segen.

Lektionen für uns gibt es in dieser Geschichte zuhauf. Besonders die, dass wir auch einmal mit uns zu Ende kommen müssen und anerkennen, dass wir vor Gott ebenfalls nichts sind und keine Kraft aus uns selbst haben. Auch nicht, Ihm wohlgefällig zu leben. Er allein muss alles wirken.

Adel verpflichtet

„Adel verpflichtet!“ – Diese Redensart besagt, dass eine höhere gesellschaftliche Stellung zu entsprechenden Verhaltensweisen verpflichtet und ist die wörtliche Übersetzung der französischen Maxime „Noblesse oblige.“.

Bei einer Predigt über Sacharja Kapitel 3 wurde dieses Sprichwort angeführt.

Im ersten Abschnitt des Kapitels sehen wir, wie Gott dafür sorgt, dass der Hohepriester statt seiner schmutzigen Kleidung saubere Kleidung erhält. Wir dürfen es mit der Bekehrung eines Menschen vergleichen. Gott hat dafür gesorgt, dass wir von dem ganzen Schmutz der Sünde befreit werden und gereinigt sind.

Im zweiten Abschnitt sehen wir dann, dass diese Veränderung bei dem Hohenpriester Konsequenzen hat. Er muss sich verhalten wie ein Hoherpriester. Und auch wir sollen uns verhalten, wie es sich für einen wiedergeborenen Christen „gehört“.

Also: Nicht nur „Adel verpflichtet!“ sondern auch „Christsein verpflichtet!“

Licht in der Finsternis

„Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfasst.“
(Johannesevangelium, Kapitel 1 Vers 5)

Traurige Wahrheit. Der Sohn Gottes, selbst ewiger Gott, kommt als das Licht in diese Welt. Er erleuchtete jeden Menschen mit dem göttlichen Licht (Vers 9), so dass jeder sich in das Licht Gottes gestellt sah. Das Licht, das durch Herz und Nieren drang, das jeden Gedanken und die hintersten Kammern des Herzen offen legte.

Und doch heißt es: „Die Finsternis hat es nicht erfasst.“ Eigentlich ein Paradox, denn wo Licht erscheint, da ist keine Finsternis mehr. Doch der Mensch war nicht in der Lage, das Licht aufzunehmen. Hier kam das Licht, und die Finsternis hatte keine Empfindung davon; die Finsternis blieb, da sie das Licht weder begriff noch aufnahm.

Tragisch für alle Menschen, die in der Finsternis bleiben, auch heute noch. Doch es gab solche, die Ihn aufnahmen, die das Licht in ihre Herzen fallen ließen. Denen gab Er das Recht, Kinder Gottes zu werden:

„So viele ihn aber aufnahmen, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben, die nicht aus Blut, noch aus dem Willen des Fleisches, noch aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind.“ (Vers 12 und 13)

Das Lächeln

„Das Lächeln, das du aussendest, kehrt zu dir zurück.“ So heißt eine indische Weisheit. Nun sind solche Sprüche esoterisch oder sonstwie angehaucht … Aber liegt nicht doch ein wahrer Kern darin? Wie oft sind wir auf der Suche nach Liebe von anderen. Wenn wir selbst mehr Liebe geben würden, würde auch mehr Liebe zurückkommen. Wenn ich dankbarer wäre, würde ich nicht auch mehr Dank ernten? Wenn ich anderen freundlicher begegne, würde ich nicht mehr Freundlichkeit ernten?
Auch wenn es noch kein christlicher Grundsatz ist, so ist er doch beherzigenswert: „Alles nun, was irgend ihr wollt, dass euch die Menschen tun, das tut auch ihr ihnen ebenso“ (Matthäus 7,12). Schenke ein Lächeln – es kann eine ganze Situation verändern.

Frieden

Der Mensch sehnt sich nach Frieden. In diesen Tagen, die von Terror und Gewalt gekennzeichnet sind, ist dieses Verlangen vielleicht besonders stark. Aber im Menschen ist etwas, was diesem Frieden entgegensteht: Die Sünde, die in ihm wohnt. Der Mensch ist von Natur aus ein Sünder, so sagt es Gott in Seinem Wort, der Bibel. Und unsere Erfahrung lehrt uns das auch.

Die Sünde in uns bringt unter anderem Gewalttat hervor. Also muss der Mensch von innen verändert werden. Das kann nur Gott schaffen. Wie tut Er das? Er verändert uns, wenn wir an Seinen Sohn Jesus Christus glauben und daran, dass Er persönlich für mich gestorben ist. Wir müssen zu Ihm kommen mit unseren Sünden, um sie Ihm zu bekennen und anzuerkennen, dass wir das Gericht Gottes dafür verdient hätten. Doch Christus ist am Kreuz von Golgatha gestorben, um uns davon zu befreien. DAS gibt inneren Frieden und die Kraft, auch äußeren Frieden mit den Menschen zu haben.

In der Bibel, im Brief an die Galater, Kapitel 5 Vers 22 lesen wir von der so genannten Frucht des Geistes Gottes  (des Heiligen Geistes, der Gott ist), die dann in uns wirken kann:

„Die Frucht des Geistes aber ist: Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Gütigkeit, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.“

„Wir bitten an Christi statt: Lasst euch versöhnen mit Gott!“  (2. Korintherbrief, Kapitel 5 Vers 20)

Das gibt wirklichen, inneren, dauernden Frieden!

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