Er kann alles - Bibel-Blog
Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

Er kann alles


Freitag, 6. März 2009

Er kann alles

Er kann alles.
Er kann helfen, stützen, trösten
und noch, wenn die Not am grössten,
segnen, stärken und auch heilen,
unsichtbar am Lager weilen.

Er kann alles.
Ist bei mir nur grosse Schwachheit,
und zu Ende Menschenweisheit,
darf zu Ihm ich mich erheben
und dann Herrliches erleben.

Er kann alles.
Wunder dürfen alle schauen,
die auf Gott, den Vater, trauen,
völlig, restlos, ohne Zagen,
weil sie Ihn im Herzen haben.

Er kann alles.
Für die Treue will ich danken,
die Er ausübt ohne Wanken,
dass Er fernerhin will sorgen,
für das Heute, für das Morgen.

Er kann alles.
Wie auch mein Geschick sich wende,
ich fass’ gläubig seine Hände,
voll Vertrauen, Ihm ergeben.
Er kann alles, allerwegen.

Halte fest Jahrgang 1981 – Seite: 205

Henning Brockhaus

16 Kommentare to “Er kann alles”

  1. Darklady (anonym) schreibt:

    Okay, man darf hier Fragen stellen. Mich bewegt die Frage wo ER ist wenn Kinder an Krebs erkranken, unter Qualen sterben, die selbst für Erwachsene unerträglich sind. Wenn sie von ihren Eltern misshandelt, sogar getötet werden? Wieso hilft ER dann nicht?
    Wo ist ER, wenn Menschen sich in ihrer grenzenlosen Dummheit bekriegen? Wo ist er, wenn sich ein Mensch über andere erhebt und ein ganzes Volk unterdrückt? Wo ist ER, wenn Diktatoren von ihren Schergen Menschen in geheime Gefängnisse verschleppen lassen? Wo ist er, wenn diese Menschen in geheimen Folterkammern zu Tode gemartert werden?
    Wieso ließ er einen so dämlichen (aber zugegeben Gottesfürchtigen) Präsidenten Bush acht Jahre lang Unheil über die Welt bringen?
    Sorry, bisher haben wir weder in der Bibel noch bei Priestern darauf eine Antwort gefunden. Habt ihr eine???
    LG Darklady

  2. Hartmut Paul schreibt:

    REPLY:
    Hi Darklady!

    Darf ich mal fragen – bevor hier Antworten in irgendeine Richtung kommen -, wie weit Deiner Meinung nach Gottes Eingreifen bei Ungerechtigkeit gehen sollte?

    Gruß hartmut

  3. elisa johannes schreibt:

    Die Augen des Herrn sind auf die Gerechten gerichtet, und seine Ohren auf ihr schreien. Psalm 34:16
    Sowie das Auge Gottes gericht ist auf den Glaubenden, so ist das Ohr Gottes geneigt auf ihr rufen.
    Wo der Herr sein Volk Israel aus dem Lande Egypten führen wollte, sprach er zu Mose: “Gesehen habe ich das Elend meines Volkes, das in Ägypten ist, und ihr Schreien wegen seiner Treiber habe ich gehört; denn ich kenne ihre Schmerzen. Darum bin ich herab gekommen, um es aus der Hand der Ägypter zu erlösen! Welch eine Gnade! Der Herr fragt nicht ob sein Volk es wohl verdient hat, oder dafür würdig erachtet ist, aber Gott berücksichtigt ihre Bedürfnisse.
    Er HÖRT, Er ERKENNT, und er kommt HERAB!!! Und dies tut er um sie zu erlösen von ihrer Bedrängnis und Sklaverei, denn er zählt das Seufzen und weinen seinens Volkes, er sieht ihre tränen und tut sie in seine Flasche.
    Wir dürfen und können dieses alles durch die Gnade vollkommen auf uns anwenden. Derselbe Gott, der auf sein Volk in Sklaverei geschaut hat, der ihr schreien gehört und der herabgekommen ist sie zu erlösen, hat sich auch unser erbarmt…. Er sandte seinen geliebten Sohn, der Herr Jesus, um uns zu erlösen. Er hat sein Ohr zu uns geneigt und seinen Sohn die unaussprechliche Gabe, uns geschenkt. Und seit unsere Selle erlöst ist, und das unser Teil geworden ist, durch das vollbrachte Werk am Kreuz von Golgatha, dürfen wir darauf bauen, dass er immer sein Ohr geöffnet hat um nach unsere Stimme zu hören.
    In Psalm 116:1-2 lesen wir: “Ich liebe den Herrn, denn er hörte meine Stimme, mein Flehen, denn er hat sein Ohr zu mir geneigt; und ich will ihn anrufen in allen meinen Tagen.”
    Lasst uns so, in allen Tagen unseres Lebens IHM lieben, zu IHM rufen, IHM verherrlichen!
    Durch alle Zeiten hindurch haben die Gläubigen sich ein jeder persönlich an Gott gewannt mit der bitte: “Neige dein Ohr zu mir, zu mein Schreien in der Bedrängnis, zu mein Rufen, zu der Stimme meines Seufzens…… nimm zur Ohre die Reden meines Mundes!” Und Salomo hat ausgerufen: “Nun mein Gott, lass doch deine Augen und deine Ohren aufmerksam sein auf das Gebet an diesem Ort.” Ein Hiskia hat sich vor das Angesicht des Herrn in seiner Bedrängnis niedergebeugt und gesagt: “Herr neige dein Ohr und höre!.” Ein Nehemia hat gebetet: “Lass doch dein Ohr aufmerksam und deine Augen offen sein, dass du hörest auf das Gebet deines Knechtes….” und “Ach Herr, lass doch dein Ohr aufmerksam sein auf das Gebet deines Knechtes und auf das Gebet deiner Knechte, die gefallen darin finden, deinem Namen zu fürchten.” Die Antwort des Herrn ist für alle Zeiten gültig: “Da werden meine Augen offen und meinen Ohren sein auf das Gebet an diesem Ort.” Jeder Gläubige kann dann im Vertrauen sagen: “Herr, du befestigtest mein Herz, ließest dein Ohr aufmerken.” Aus Psalm 10. Natürlich wird es vorkommen, alsob der Herr uns nicht hört, aber Gott wird unsere Gebete und unser Schreien zu SEINER Zeit erhören, wenn wir die bitten erflehen, die den Herrn wohlgefällig sind. Aber wir können davon überzeugt sein dass der Herr ein offenes Ohr hat für sein Volk, und dass er, der unsere Stimme gehört hat, sein Ohr nicht verbirgt vor unser seufzen, vor unser rufen!
    Seine Augen sind gerichtet auf die Gerechten, und seine Ohren auf ihr Flehen. Petrus spricht über Gläubigen, welche inmitten eine sündige Welt in Gerechtigkeit leben und wandeln sollen. Und sollte ein Vater sich nicht über seine Kinder erbarmen? Soltte Gott unser Vater, in seine Liebe und treue, sein Ohr nicht geöffnet haben, um zu hören auf das rufen seiner Kinder, um acht zu geben auf ihr seufzen?
    Psalm 94:9 “DER DAS OHR GEPFLANZT HAT, SOLLTE ER NICHT HÖREN?”
    Lasst uns nicht vergessen, dass auch in unsere Zeit Gott, de Allmächtige, unser Vater ist, und er uns alles zu geben vermag aus seiner gütigen Hand!

    Übersetz aus der Bode des Heils in Christus
    Jahrgang 1919 Niederlande
    Autor J.A.V.

    Gij hoort zoo garne ons smeeken,
    En immer is’t gebleken,
    Hoe Gij Uw oor neigt tot ‘t gebed,
    Hoe Gij vol liefde op de Uwen let

    Freie Übersetzung durch Elisa Johannes Verwaal

  4. Darklady (anonym) schreibt:

    REPLY:
    Hallo,
    Ergibt sich das nicht aus meiner Fragestellung? Bisher kümmert ER sich m.M. einen Kehricht um diese Dinge/Menschen. Mein Bild von IHM (oder besser ES?): Sitzt mit dem Rücken zur Welt und dreht sich alle paar Jahre mal um, stellt fest, dass seine Fehlkonstruktion Mensch noch da ist, weiter seine schöne Welt verdirbt und guckt wieder in die andere Richtung. ER /ES wartet nur darauf, dass wir uns alle bis auf den/die letzten umgebracht haben und die Welt ihm wieder gehört. Dann belässt er es bei Tieren und Pflanzen und dann, dann haben wir das Paradies.
    LG Darklady

  5. Darklady (anonym) schreibt:

    Hallo Manuel,
    ich danke dir für deine Antwort. Endlich mal keine Allgemeinplätze, sondern eine Antwort über die es lohnt, grünlich nachzudenken. Verzeih, wenn ich jetzt nicht sofort darauf eingehe, lass mir bitte Zeit für dieses Nachdenken. Aber, wie schon gesagt, ich bin dir wirklich dankbar, dass du dir wirklich für meine Frage Zeit genommen hast.
    Ich wünsche dir noch einen schönen Sonntag.
    LG Darklady

  6. Manuel Seibel schreibt:

    REPLY:
    Danke! Freue mich auf Deine Reaktion. Einen schönen Sonntag wünsche ich Dir auch. Ich gehe jetzt gleich zu einer Predigt. Bin gespannt, was Gott uns heute sagen wird.

  7. Manuel Seibel schreibt:

    REPLY:
    Hallo, ich kann Deinen Unmut verstehen. Denn es gibt so viel Elend in dieser Welt – keine Frage. So viel Ungerechtigkeit. Aber mal ehrlich: Machen wir Gott nicht leicht dann verantwortlich, wenn etwas schief läuft. Wenn alles prima läuft (zum Beispiel in unserem eigenen Leben), dann klopfen wir uns selbst auf die Schulter und sind selbst zuständig? Auch das ist ungerecht, nämlich in der Beurteilung.
    Gott könnte eingreifen. Aber wenn Er direkt eingreifen würde, wer würde dann noch übrigbleiben? Dann müsste doch Gott JEDE Ungerechtigkeit verurteilen und richten. Das aber bedeutet, dass Er JEDEN ungerechten Menschen verdammen müsste. Denn mit welchem Maß willst Du messen, was er verdammen sollte. Bis zur Ungerechtigkeit der Regierung von Bush? Oder auch der von Merkel/Schröder? Und was ist mit meinem eigenen Leben, wo es so viele kleine und große Ungerechtigkeiten gibt? Dann wäre die Erde entvölkert. Es würde nämlich nicht ein einziger Mensch übrigbleiben. Denn wir alle sind mehr oder weniger ungerecht.
    Gott handelt heute in Gnade. Er ruft jeden Menschen auf, sich zu Gott zu bekehren. Aber Er zieht nicht sofort Konsequenzen, sondern wird erst richten, wenn der von Gott bestimmte Zeitpunkt dafür gekommen ist. So mag Gott als ungerecht usw. gelten. So wie damals Jesus. Aber Gott hat in seinem Wort deutlich gemacht, dass Er einmal richten wird. Wohl dem, der seine Sache mit Gott bis dahin in Ordnung gebracht hat. Denn dann wird Gott alles nach SEINEM und nicht nach MEINEM Maßstab richten.

  8. Manuel Seibel schreibt:

    REPLY:
    Gott ist ja nicht irgendwer. Wenn Du akzeptierst, dass Gott der ewige Gott ist, hat Er dann nicht jedes Recht, uns zu richten? Er hat uns gemacht, er hat uns sogar sehr gut gemacht. Das erste aber, was wir dann tun, ist uns von Gott abzuwenden. Wir sündigen, sagen uns von Gott los. Hätte Er nicht jedes Recht, uns dafür zu bestrafen? Aber was tut Er? Statt uns zu bestrafen sendet Er seinen eigenen Sohn, der Mensch wird, um für uns zu sterben. Ist das nicht der Beweis unfassbarer Liebe, dass Gott uns NICHT richten will, sondern retten will?
    Wenn ich Ihn und sein Angebot aber nicht annehme, dann wird Er mich richten. Das hat Er in der Bibel sehr klar ausgedrückt.
    So – nun könnte man fragen: Er soll doch diejenigen richten, die Böses tun, die anderen in Ruhe lassen. Aber müsste Er dann nicht uns alle richten? Dann könnte Er sein Angebot der Liebe und Gnade gar nicht machen. Daher lässt Er die Sonne aufgehen über gute und schlechte Menschen, regnen über gute und schlechte … Und Er lässt Unglücke zu – wie das heute in der Schule in Baden-Würtemberg. Das ist schrecklich. Ist von diesen Menschen jemand “schuldiger” als andere? Natürlich nicht. Es sind sogar Kinder! Dennoch kann man davon ausgehen, dass hier auf der Erde nichts passieren kann, was Gott nicht ZULÄSST. Aber ich kann ihn nicht dafür verantwortlich machen.
    Wer ist denn für die Katastrophen hier zuständig? Doch wohl unsere Umweltverschmutzung, unsere Sünden (in erster Linie), unsere Bosheit etc. Warum lässt Gott das zu? Wenn Er es sofort alles unterbinden würde, müsste das doch nach einem Maßstab geschehen. Der wiederum müsste göttlich sein. Müsste Er dann nicht ALLES unterbinden – und dann bin ich wieder beim Ausgangspunkt …
    Ein wenig mehr 🙂 einverstanden?
    Dein Manuel

  9. Henning Brockhaus schreibt:

    REPLY:
    Noch ein Gedanke dazu sei erlaubt: Die Frage “Warum lässt Gott das zu?” beschäftigt sei jeher die Menschheit. Ich habe den Eindruck, dass man eigentlich oft nur über Gott nachdenkt in dieser Beziehung, also mit der Frage: “Wenn es Ihn gibt, warum lässt Er das zu?” Man braucht Gott also letztlich nur, um Ihn anzuklagen oder, damit Er uns oder die vermeintlich Unschuldigen beschützt.
    Fragen wir denn auch nach Ihm, wenn alles gut geht? Hat Er als unser Schöpfer nicht Ansprüche an uns, außer, dass wir uns um Ihn kümmern, indem wir fragen, warum Er dies oder jenes zulässt?
    Hat der Töpfer nicht Anspruch an das geschaffene Gefäß, dass es die Bestimmung erfüllt, die er ihm gegeben hat?

  10. Darklady schreibt:

    REPLY:
    Mhmm, so ganz bin ich noch nicht fertig mit dem Grübeln über deine Antwort. Aber ich komme nicht weiter, weil sich immer der Gedanke übers “Richten” dazwischen drängt. Er ist wie eine Hürde, die mein Kopf nicht überspringen kann.
    Ich habe das Gefühl, dass du zu sehr vom “Richten” oder der Vergeltung ausgehst. Gott – nennen wir ihn mal so, obwohl mir Jehova besser gefällt (steht irgendwo in der Bibel im AT, wenn ich mich nicht täusche) – also Gott ist doch kein Richter oder Vollzugsbeamter, der ständig ahndet. Wenn er der Vater ist, als den er von uns Menschen angesehen wird, dann straft er nicht. Schau, ein Vater verhindert, dass seinem Kind etwas Schlimmes geschieht und steht nicht da und guckt zu, wie es sich die Finger verbrennt. Er nimmt das Kind fort, bevor es auf die heiße Herdplatte greift. Aber so, wie du IHN beschreibst, wäre er ein Vater, der zusieht wie das Kind auf die Herdplatte greift und es dann auch noch bestraft, anstatt es zu trösten.
    Na ja, jedenfalls ist das Bild des strengen Richters nicht mein Bild von IHM. Meine Frage zielte deshalb eher darauf, warum er nicht VERHINDERT. Mir ist es herzlich egal, ob ein Georg Doofmann Busch bestraft wird oder nicht (er ist ja schon mit seiner mangelnden Intelligenz gestraft), nein, ich frage mich, wieso Gott manche Dinge zulässt? Kannst du mir diese Frage beantworten?
    LG Darklady

  11. Darklady schreibt:

    REPLY:
    Hallo Manuel, Hallo Henning,
    Gerade angesichts der Geschehnisse in B.W. sind mir solche Aussagen zu banal. Da hat mir die Antwort eines Seelsorgers besser gefallen, der meinte, dass er sprachlos ist, nichts versteht und in dieser Situation nur Trost anbieten kann. Mehr nicht.
    Mit euren Rache-Richten-Strafen-Theorien kann ich überhaupt nichts anfangen. Ihr schreibt wunderschöne Worte, aber sie fühlen sich für mich an, wie Watte – keine feste Substanz, keine Inhalte, keine wirklichen Aussagen. Eigentlich nur Phrasen.
    Sorry, so empfinde ich es, vielleicht auch, weil ich mit der Sprache arbeite und deshalb besonders kritisch damit umgehe. Aber ich danke euch trotzdem, dass ihr euch die Zeit für mich genommen und versucht habt, mir meine Fragen zu beantworten.
    LG Darklady

  12. Henning Brockhaus schreibt:

    REPLY:
    Hallo Darklady,

    sicher – auch ich war fassungslos über die Geschehnisse in Winnenden. Aber echten Trost – wer könnte wirklich Trost spenden, wenn jemand seinen Sohn, seine Tochter, seine Schwester oder Freund/Freundin verloren hat?

    Du schreibst, unsere Worte seien zu banal. Ich habe den Eindruck, dass es daran liegt, dass wir unterschiedliche Vorstellungen von Gott haben und dem, wie Er sich zu verhalten hat. Was Manuel und ich vorstellen wollten, war der Gott der Bibel, der sich zwar als barmherzig und gnädig zeigt, aber eben auch als ein Gott, der das Böse nicht akzeptieren kann und der sich auch hin und wieder dem Menschen ins Gedächnis ruft, indem er Ihm seine Grenzen aufzeigt und – das empfinden wir sicher alle als sehr einschneidend und furchtbar – auch so ein Unglück wie das in Winnenden geschehen lässt. Glaubst Du denn, sonst hätte die ganze Stadt heute an Gott gedacht? Oder sonst wäre die Kirche gestern abend so voll gewesen? Ich glaube, Du aber möchtest Dir einen “lieben” Gott vorstellen, der NUR barmherzig ist, der sich um die Menschen und ihr Elend kümmert und der heute denen Trost spendet, die von den furchtbaren Ereignissen in B.W. betroffen sind.

    Sicher ist Gott ein barmherziger Gott, wie gesagt. Aber eben nicht nur das. Er ist auch gerecht und heilig und ist es seiner Natur einfach schuldig, dass Er nicht einfach über alles Böse auf dieser Erde hinweggehen kann. Dann würde Er sich selbst verleugnen.

    Schreiben wir vielleicht einfach nur das, was Du nicht hören möchtest? Nämlich, dass Du zwar von Gott verlangst, dass Er sich zwar um alles Elend und die Trauer hier kümmert, aber auf der anderen Seite Ihm keine eigenen Rechte zugestehst?

    Sorry, dass ich so direkt bin – ich möchte Dir keine Motive und Gedanken unterstellen, aber ich frage mich einfach, inwiefern diese Erklärungen “keine feste Substanz”, “keine Inhalte”, “keine wesentlichen Aussagen” haben und “eigentlich nur Phrasen” sind?

    Viele Grüße
    Henning

  13. Manuel Seibel schreibt:

    REPLY:
    Ich finde das Beispiel in Winnenden sehr hilfreich. Ist es nicht auch “zu banal”, Gott dafür verantwortlich zu machen? Nehmen wir einmal an, Du habest erwachsene Kinder. Die machen etwas Schlimmes. Bist denn DU dafür verantwortlich?
    Natürlich hat Erziehung einen gewaltigen Einfluss. Und Gott erzieht uns Menschen, mindestens auf indirekte Weise. Aber ein Kind, dass irgendwann Erwachsener wird, ist doch irgendwann auch selbst verantwortlich für seine Taten. Ein 30-Jähriger wird sich doch nicht damit entschuldigen können: “Mein Vater hat das einfach zugelassen.” Wir würden ihn für verrückt erklären!
    Ist es nicht genauso absurd, Gott für das, was jetzt an Furchtbarem passiert ist, verantwortlich zu machen? Zeigt nicht gerade das, was gestern passiert ist, dass Gott so recht hat, und dass die Bibel recht hat, die uns zeigt, was in unseren Herzen, den Herzen von Menschen, drin steckt?
    Wir können doch nicht einmal dem Chatter, mit dem der Täter Stunden vorher aktiv war, die Schuld übertragen. Denn wir hätten vermutlich auch nicht anders reagiert. Machen wir es uns nicht zu leicht, Gott die Verantwortung zu übertragen? Wenn wir Maschinen wären, dann würde ich sagen: ja. Aber Gott hat uns mit einem Willen ausgestattet. Dafür müssen wir selbst gerade stehen.

  14. Darklady (anonym) schreibt:

    Hallo an euch beide,
    jetzt kommen wir uns doch näher:-) Jetzt habe ich nicht das Gefühl mit “Sprüchen” bombadiert zu werden. Und nein, ich finde Ehrlichkeit richtig. Schließlich reden wir hier nicht über Aldisonderangebote, sondern über ein uns sehr wichtiges Thema. Es geht auch gar nicht so darum, zu überzeugen, sondern überhaupt diese Dinge anzusprechen und eine Annäherung an IHN zu finden.
    Ja, natürlich können wir nicht alles auf IHN schieben oder unsere Eltern verantworlich machen. Aber (ich habe übrigens erwachsene Kinder) zum Teil sind eben doch die Eltern für gewisse Verhaltensmuster verantwortlich. Wenn ich meinem Kind Gewalt und Lüge vorlebe und es mit Gewalt und Lügen erziehe, wie wird das Kind sich dann entwickeln???
    Und bitte, was ist so falsch daran, das Bild eines liebenden Gottes in sich zu tragen?
    Ja, dass die Menschen in Notzeiten in die Kirchen gehen, ist normal. Sie suchen Schutz und Trost. Aber was haltet ihr von der Theorie: Wäre es nicht sinnvoller, Gottes Werk in seiner einmaligen Vollkommenheit mehr zu achten und zu würdigen? Kirchen sind für mich Gebäude – mehr nicht. Ja, ich behaupte, dass Jesus, käme er noch einmal auf die Erde, diese Kirchen genauso von Krämern und falschen Predigern reinigen würde wie damals.
    Aber unsere Natur ist wunderbar. Der menschliche und der tierische Körper, sein Organismus, das Zusammenwirken der Organe – all das ist wunderbar. Aber das achten wir nicht mehr – und hier schließt sich der Kreis, kann ich eure Argumentation nachvollziehen: ER bringt sich in Erinnerung in dem er manche Dinge eben NICHT verhindert.
    Damit ist meine Frage beantwortet. Danke!!!!
    Werde trotzdem immer mal bei euch vorbeischauen:-)
    Liebe Grüße
    Darklady

  15. Henning Brockhaus schreibt:

    REPLY:
    Ja, Gott ist ein Gott der Liebe – und das bleibt bestehen, auch wenn Er hier und da so eingreifen muss/eingreift, dass es anders aussieht! Sonst hätte Er seinen Sohn nicht für schuldige Sünder am Kreuz gerichtet. Wohl dem, der das für sich glaubt und in Anspruch nimmt! Vielen Dank für Deine Gedanken auf diesem Forum! Wir freuen uns, wenn Du weiter diesen Blog liest. Viele Grüße, Henning

  16. Michael Hopp (anonym) schreibt:

    REPLY:
    Bei dem Thema “Warum lässt Gott das Böse zu?” empfehle ich immer folgenden Broschüre:

    http://www.clv.de/index.php?sid=68f3e53a05a3df80a0ff21ccfef4ab48&cl=details&anid=527&listtype=search

    Keine Angst, ich mache keine Werbung für den CLV, die Broschüre ist einfach gut und verständlich aufbereitet.

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