Er (Gott) erblickt keine Ungerechtigkeit in Jakob und sieht kein Unrecht in Israel.

4. Mose 23 Vers 21

Es ist schon erstaunlich. Da hatte das Volk Israel in den vorangegangenen Jahren der Wüstenwanderung von Ägypten nach Kanaan Gott so oft versucht, Ihn verachtet, seine dem Volk gegebenen Nahrung (das Manna) als ekelig bezeichnet, Götzendienst betrieben, ständig gemurrt und war gegen Gott und Mose aufgetreten.

Und dann lässt Gott durch Bileam seinem Volk dieses ergreifende Zeugnis ausstellen.

Gott konnte im Voraus auf Golgatha, wo das Kreuz seines Sohnes stehen würde, vergeben. Das Volk Israel war ein erlöstes Volk, denn es hatte Ägypten (die Welt) hinter sich gelassen und war durch das Rote Meer (im Vorbild der Tod) gezogen. Dadurch war dieses Volk für Ihn geheiligt, für Ihn abgesondert, getrennt von der Welt. Er wohnte in seiner Mitte.

Aber auch für uns Christen heute gilt dieser Satz: Gott sieht uns in dem Herrn Jesus als Vollkommene, Heilige, geliebte Kinder, solche die eine neue Stellung vor Ihm haben, eine Stellung der Heiligkeit – und das alles auf der Grundlage des Sühnungswerkes am Kreuz von Golgatha.

Das bedeutet gleichzeitig, dass wir durch kein Untreue diese Sichtweise Gottes und unserer Stellung vor Ihm abändern können. Natürlich ist das auch kein Freibrief dafür, Gottes Heiligkeit gegenüber gleichgültig zu leben. Aber Gott sei Dank! Wir stehen in Seiner Gunst und Liebe – nicht aus eigener Gerechtigkeit (was wäre das auch!!), sondern weil Gott „den, der Sünde nicht kannte, für uns zur Sünde gemacht hat, damit wir Gottes Gerechtigkeit würden in ihm“! (2. Korintherbrief, Kapitel 5 Vers 21)