Fußwaschung - Bibel-Blog
Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

Fußwaschung


Mittwoch, 19. März 2008

Fußwaschung

“Auch ihr seid schuldig, einander die Füße zu waschen. (Johannes 13,14)

Dem anderen die Füße zu waschen, bedeutet, Demut zu üben, auf die Knie zu gehen und den anderen höher zu achten als sich selbst. Doch diese Demut können wir nur dann aufrichtig zeigen, wenn wir uns der Vorrechte bewusst sind, die wir in dem Herrn Jesus haben und die Stellung kennen, in die wir durch den Glauben an den Herrn Jesus gestellt worden sind.

Nur wenn wir uns dieser erhabenen Stellung bewusst sind und sie selbst genießen, können wir wahre Demut zeigen. Darby bringt in einem seiner Artikel das Beispiel: “Ein Wurm ist nicht des­halb demütig, weil er sagt, dass er kein Mensch sei. Nur wer sich in erhobener Stellung befindet, kann in Demut herabsteigen; die einzige Möglichkeit demütig zu sein, ist die Nähe bei Gott. Nur dann können wir Güte gegen unseren Nächsten üben, in Barmherzigkeit handeln, und uns in Gnade mit seinem Elend beschäftigen.”

Sind wir bereit (fähig), mit dieser Haltung die Füße unseres Nächsten zu waschen? Treibt dich das Bewusstsein der Liebe des Herrn zu deinem Nächsten und zu dir, in der Gesinnung des Herrn alles zu “abzuwaschen”, was bei deinem Nächsten im Gegensatz steht zu dem Herrn?

Und auf der anderen Seite: Bin ich bereit, mir die Füße waschen zu lassen, auch wenn der “Waschende” nicht in allem die Gesinnung des Herrn an den Tag legt (wie ich es selbst ja auch nicht tue!)?

Bernhard Brockhaus

1 Kommentar to “Fußwaschung”

  1. Peter Vogel schreibt:

    “Auch ihr seid schuldig, einander die Füße zu waschen. (Johannes 13,14)

    Eine orientalische Sitte und Gepflogenheit für Gäste. Nach der Fußwanderung… nach dem Spaziergang… eine reinigende und ehrerbietige Geste. Nun erweist der Heiland den Jüngern diesen Dienst. Ohne Zweifel waren sie bereits durch die obligate Fußwaschung gegangen… nach Betreten des Hauses resp. des Obersaales.

    Warum also eine weitere Fußwaschung? Und dann durch den Herrn Jesus… anerkannt war er doch der Meister… der Christus Gottes! Musste es nicht genau anders sein? Musste ER nicht die Wohltaten erhalten?

    Es ist eine weitere Vorbereitung für die Zeit nach Golgatha… für die Zeit ohne IHN. Es ist die Vorbereitung auf Jüngerschaft… die Tugend… diese Demut soll weitergereicht werden unter den SEINEN.

    Philipper 2, 3 nichts aus Parteisucht (Streitsucht) oder eitlem Ruhm tuend, sondern in der Demut einer den anderen höher achtend als sich selbst;

    Einem Licht… einer Lampe… Orientierung und Sicherheit gebend… sollen die SEINEN im Tun gleichen…

    1. Petrus 1 V 19. Und so besitzen wir das prophetische Wort befestigt, auf welches zu achten ihr wohl tut, als auf eine Lampe, welche an einem dunklen Orte leuchtet, bis der Tag anbreche und der Morgenstern aufgehe in euren Herzen;

    Wenn wir so miteinander umgehen… wenn wir dies der Welt zeigen und auch geben… so werden wir erkennen welchen Reichtum der Herr Jesus uns hinterlassen hat…

    Kolosser 2, V 2 auf daß ihre Herzen getröstet sein mögen, vereinigt in Liebe und zu allem Reichtum der vollen Gewißheit des Verständnisses, zur Erkenntnis des Geheimnisses Gottes,

    “Ich hab´ einen herrlichen König, den einzig erkenne ich an”… so heißt es in einem Evangeliumslied… wie wunderbar leuchtet die Königswürde in dieser demütigen Fußwaschung doch auf…

    Ja, Herr Jesus Du bist ein herrlicher König.

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