Zu jemandem stehen - Bibel-Blog
Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

Zu jemandem stehen


Donnerstag, 6. März 2008

Zu jemandem stehen

“Eine Niederlage hat auch etwas Klärendes. Man sieht, wer wirklich zu einem steht oder wer nur wegen persönlicher Vorteile immer in der Nähe ist”, sagte mal ein Spitzenpolitiker vor etlichen Jahren. Auch unter Christen ist da so. Paulus hat zwar “nicht wirklich” eine Niederlage erlitten. Aber in den Augen der Menschen war es so, als er gefangengenommen und ins Gefängnis gesteckt wurde. Die Philipper waren solche, die trotz dieser Enttäuschung für sie auf der Seite von Paulus stehen blieben. Sie sandten ihm sogar Geld. Dieses Mitempfinden hat Paulus sehr ermutigt (Phil 2,1-4). In 2. Timotheus 1,16 schreibt Paulus von Onesiphorus, dass auch er sich der Fesseln von Paulus nicht geschämt hat.

Heute sind es in Deutschland vermutlich weniger Gefangennahmen, die positiv oder negativ ausgelegt werden. Aber vielleicht bezieht jemand Position in einer konkreten Frage – und steht (fast) allein da. Da zeigt sich, wer weiter zu ihm steht (immerhin könnte es wie bei Paulus sein, dass er im Recht ist, auch wenn viele anderer Meinung sind). Da geht es um eine Seelsorge, und jemand wird von vielen verleumdet. Keiner steht mehr zu diesem Seelsorger, man wendet sich ab. Oder es geht nicht gut “in der Familie” – auf einmal stehen die Eltern ganz alleine da.

In solchen Umständen erweist sich, ob es wahre Freunde gibt. Das war in der Zeit von Paulus so und hat sich bis heute nicht gändert!

Manuel Seibel

1 Kommentar to “Zu jemandem stehen”

  1. Peter Vogel schreibt:

    Die Menschen vermögen zu enttäuschen… sie tun es auch ungewollt… doch wenn wir als SEINE Nachfolger uns enttäuscht fühlen mögen… weil eigene Gedanken und Ziele unerreichbar bleiben…

    es ist SEINE Erziehung mit uns… SEINE Liebe leitet und formt… hin zur Ewigkeit.

    Welch ein Freund ist unser Jesus,
    O, wie hoch ist er erhöht!
    Er hat uns mit Gott versöhnet
    Und vertritt uns im Gebet.
    Wer mag sagen und ermessen,
    Wie viel Heil verloren geht,
    Wenn wir nicht zu ihm uns wenden
    Und ihn suchen im Gebet!

    Wenn des Feindes Macht uns drohet
    Und manch Sturmwind um uns weht,
    Brauchen wir uns nicht zu fürchten,
    Steh´n wir gläubig im Gebet.
    Da erweist sich Jesu Treue,
    Wie er uns zur Seite steht,
    Als ein mächtiger Erretter,
    Der erhört ein ernst Gebet.

    Sind mit Sorgen wir beladen,
    Sei es frühe oder spät,
    Hilft uns sicher unser Jesus,
    Flieh´n zu ihm wir im Gebet.
    Sind von Freunden wir verlassen
    Und wir gehen ins Gebet,
    Oh, so ist uns Jesus alles:
    König, Priester und Prophet!

    Tr. Ernst Gebhardt, 1832-1899

Schreibe einen Kommentar!

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar zu schreiben.