Der heutige Rücktritt von Klaus Zumwinkel (Deutsche Post) nach der Steueraffäre erinnert an die äußerst wichtige Verantwortung, die wir haben, wenn wir anderen predigen: „Ich zerschlage meinen Leib und führe ihn in Knechtschaft, damit ich nicht etwa, nachdem ich anderen gepredigt habe, selbst verwerflich werde“ (1. Korinther, Kapitel 9, Vers 27).

Zumwinkel gehörte zu den „alten Eisen“ in der DAX-Wirtschaft. Sein Wort galt und hatte Autorität. Umso größer der Vertrauensschaden jetzt. Dasselbe gilt ja auch für uns, die wir mehr oder weniger das Wort Gottes weitergeben. Wenn herauskommt, dass unser Leben nicht dahinter steht, ist der Vertrauensschaden groß. Sogar in die Irre kann man dadurch führen. Keiner von uns ist vollkommen. Aber eine gewisse Ehrlichkeit uns selbst und anderen gegenüber kann oft helfen.