Der Besuch der Zusammenkünfte – ein Vorrecht! - Bibel-Blog
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Der Besuch der Zusammenkünfte – ein Vorrecht!


Donnerstag, 1. November 2012

Der Besuch der Zusammenkünfte – ein Vorrecht!

„Wie lieblich sind deine Wohnungen, HERR der Heerscharen“ (Psalm 84,1)

Es ist gut um eine Seele bestellt, die sich, gleich dem Psalmisten, nach der Wohnung Gottes sehnt und die Zusammenkünfte Seiner Heiligen liebt, weil Er da ist. Die neue Natur trachtet nach dem lebendigen Gott, und ihr Wunsch ist es, Segnun­gen von Ihm zu empfangen. …

Was jedoch ist dein Beweggrund, was dein Gegenstand und deines Herzens Verlangen, wenn es sich um den Besuch der Versammlung der Kinder Gottes handelt? … Hat nicht der häufige Besuch, die Regelmäßigkeit und die durch­schnittliche Gleichförmigkeit des Dienstes dazu ge­führt, ihre Wirkung auf deine Seele abzuschwächen und dich ihre wahre Bedeutung und ihren Wert verges­sen zu lassen?

Der Gedanke, der Wohnung Gottes zu nahen, müsste eine ungeheure Wirkung auf uns aus­üben, wenn wir ihn uns völlig zu eigen machen wür­den. Ja, wenn er in unseren Herzen lebendig wäre, würden wir sicher ernstlich mit uns ins Gericht gehen, ehe wir uns aufmachen, um ins Heiligtum einzutreten; wir würden eifrig über jeden Gedanken, jedes Wort und jede Tat wachen, so lange wir uns dort befinden.

Und warum das alles? Etwa darum, weil wir Gott gegenüber ein Gefühl knechtischer Furcht empfinden sollten? Nein, durchaus nicht; denn die Gegenwart des Vaters ist die Heimat der Kinder, eine Stätte glück­licher, seliger Freiheit ‑ „auch der Vater sucht solche als seine Anbeter.“ Er nimmt unsere Anbetung nicht nur entgegen, sondern Er sucht sie. Sie ist Ihm kostbar. Er liebt es, Seiner Kinder Loblieder, ihr Dan­ken und Preisen zu hören. Aber gerade deswegen wünscht Er auch, daß sie Ihm ihre Anbetung im vollen Verständnis über deren Wichtigkeit und Bedeutung von ganzem Herzen darbringen.

(Andrew Miller)

Bernhard Brockhaus

3 Kommentare to “Der Besuch der Zusammenkünfte – ein Vorrecht!”

  1. Profiler schreibt:

    Im Alten Testament war es sicher noch ein greifbares Gebäude – im NT ist der Mensch selbst als der Leib Christi definiert, oder? Christus in uns – Euer Leib ein Tempel Gottes. Nur dort ist Gott zu finden. Nicht ich trete ins Heiligtum ein, das Heiligtum ist in mir drin.
    Das ist die frohe Botschaft. Gell?
    Mfg,
    Prediger

  2. Michael Hopp schreibt:

    Einige Gedanken zum zitierten Psalm 84 von dem englischen Schreiber H.Smith:

    Das gottesfürchtige Herz erkennt, dass es berufen ist, bei Gott zu wohnen, in Gottes eigenen Wohnungen. Was diese Wohnungen für den Psalmisten “lieblich” macht, dass Gott selbst da ist – der lebendige Gott.
    Die Seele verlangt danach, diese Vorhöfe der Herrlichkeit zu erreichen, das Herz und der Körper können getrennt von dem lebendigen Gott nicht zufrieden sein.

    Zunächst können wir die Verse in Psalm 84 auf den Überrest Israels anwenden, wenn sie aus ihrer langen Gefangenschaft befreit sind und und zu ihrem Wohnort Zion zurückkehren.
    Wir können diese Verse aber auch auf die christliche Hoffnung beziehen – die himmlische Herrlichkeit im Vaterhaus (Her Herr Jesus spricht im Johannes-Evangelium von “Wohnungen”). Wir können diese Verse ebenso anwenden auf die Zusammenkünfte, wie in dem Artikel geschehen.

  3. P.Vogel schreibt:

    @Profiler
    Gleichwohl ist es eine herrliche Sache in die Gemeinschaft der Heiligen einzutreten… in dieser Gemeinschaft Gott zu ehren.
     

    Heb 10,25
    indem wir unser Zusammenkommen nicht versäumen, wie es bei etlichen Sitte ist, sondern einander ermuntern, und das umsomehr, jemehr ihr den Tag herannahen sehet.

    Mit der gebotenen Achtung und Fürsorge für den "Tempel" ist es für den Herrn der Gemeinde eine Freude.

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