Immer weniger Verheiratete tragen einen Ehering - Bibel-Blog
Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

Immer weniger Verheiratete tragen einen Ehering


Donnerstag, 20. Dezember 2007

Immer weniger Verheiratete tragen einen Ehering

Eine repräsentative Umfrage hat ergeben, dass immer weniger verheiratete Menschen einen Ehering tragen. Interessanterweise liegt die Rate bei Jungverheirateten deutlich höher als bei schon länger Verheirateten. Warum? Vermutlich, weil manche nach mehreren Ehejahren keine Pflicht zu und sogar kein Verlangen nach langfristiger Bindung mehr sehen.

Vermutlich werden Christen in aller Regel auch weiter ihren Ehering tragen. Aber ist die innere Bindung auch nach mehreren Jahren noch genauso groß wie am Anfang? “Ihr Männer, liebt eure Frauen”, schreibt Paulus den gläubigen Männern im Epheserbrief. Und gleiches schreibt er den Frauen im Titusbrief, nämlich dass sie ihre Ehemänner lieben sollen. Wenn wir mehr von diesem Gedanken beseelt wären, würden unsere Bindungen in der Ehe mit zunehmender Dauer vertieft werden (und nicht loser werden). Manchmal bedarf es dazu auch – nicht einer neuen Ehe, sondern – eines Neuanfangs in der Ehe.

Manuel Seibel

13 Kommentare to “Immer weniger Verheiratete tragen einen Ehering”

  1. demi schreibt:

    REPLY:
    Es zeugt von realitätsfremder Gesinnung, als Mensch das Wort “Ewigkeit” in den Mund zu nehmen.
    Wenn Gott in seiner unendlichen Güte und Weisheit ewigen Bestand hat und seine Gedanken (!) und Wertmaßstäbe sich nicht(!) ändern, dann zeigt das, dass Gott mit der Menschheit kaum korreliert, da die Menschheit, seit Gott sie hier auf die Erde gesetzt hat, in ständiger Veränderung begriffen ist und sich entwickelt.
    Gott ist nicht ein Garant für unveränderliche Starrheit und Beständigkeit: er ist eine lebendige Instanz, die nicht nur auf die Gegebenheiten reagiert, sondern die Möglichkeit für die freie Bewegung der menschlichen Natur selbst erschaffen und gewollt hat.

    Da die Auslegung der Bibel im wörtlichsten Sinne in so vielen Fällen der Beliebigkeit der Interpreten unterzuordnen ist, und sich aus dem “Wort Gottes” leider keine eindeutigen – und oft sogar sehr widersprüchlichen – Aussagen ableiten lassen (für die Menschen), stelle ich hiermit in Frage, dass Gottes Wort hier auf Erden überhaupt verstanden wird. Ich bezweifle es (und bin mir bewusst, dass damit die Löschung dieses Komentars in diesem Forum verbunden ist – aber es ist mir wesentlich, Gottes Wort in seiner Vielfalt und Lebendigkeit herauszustreichen, als Gegengewicht zu der starren Haltung der Bibelwortfestzementierer, die ich nicht ertragen kann).

  2. Bernhard Brockhaus schreibt:

    REPLY:
    …ist groß, aber ganz sicher beinhaltet sie nicht, dass der Mensch entscheiden kann, welche Textstelle gilt bzw. noch gültig ist, und welche nicht.

    “Da die Menschheit, seit Gott sie hier auf die Erde gesetzt hat, in ständiger Veränderung begriffen ist und sich entwickelt” (Zitat DEMI), muss Gott sich und sein Wort also bitte gefälligst der Menschheit, seinen Geschöpfen (!), anpassen und sein Wort revidieren. Ehescheidung ist heute nach Gottes Gedanken, ebenso Geschlechtsverkehr außerhalb der Ehe, Homosexualität, Lüge… heute ist alles erlaubt, weil die Menschheit sich dorthin weiterentwickelt hat. Gott möge sich doch nun bitte anpassen und mal überlegen, ob denn sein Wort noch zeitgemäß ist. Oder beinhaltet die zitierte Stelle, “dass, wer irgend seine Frau entlassen wird, nicht wegen Hurerei, und eine andere heiraten wird, Ehebruch begeht”, dermaßen viel Interpretationsfreiraum, dass eine Anpassung an die heutige “Realität” gar nicht nötig wäre?

    Mal ist die Bibel nicht zeitgemäß, sondern realitätsfremd, mal meint man alles Mögliche hineininterpretieren zu können, mal meint man Widersprüchliches gefunden zu haben, mal ignoriert man eindeutige Schriftstellen einfach, mal versteckt man sich hinter der Behauptung, dass Gottes Wort viel zu schwer zu verstehen sei… Was der Mensch nicht alles versucht, um seine böse “Realität” als “Weiterentwicklung” oder gar “Verbesserung” verkaufen zu können und Gottes Ansprüche an ihn nicht gelten zu lassen.

    Sollten Sie, DEMI, noch weiteren Austausch wünschen oder Kommentare haben, schreiben Sie mir diese doch bitte per Mail (über “Kontakt”), da Sie ja selbst bemerkt haben, dass Ihre Art von Kommentare nicht dem Wesen und Zweck dieser Seite entsprechen. Vielen Dank!

  3. Peter Vogel schreibt:

    Geliebte Fessel? Oder wie ich ihn stets gerne getragen habe… im Außendienst auf Reisen… ein Schild! Gewiß… Versuchungen waren da… aber dankbar darf ich sagen das ich nicht allein blieb darin. Sondern nach Epheser 6 V 10. Übrigens, Brüder, seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke… hat mich der treue Herr getragen und beschützt.

    5. Mose 32, 4 4.
    Der Fels: Vollkommen ist sein Tun; denn alle seine Wege sind recht. Ein Gott (EL) der Treue und ohne Trug, gerecht und gerade ist er!

    Und dieser Treue sollten wir in einer von Gott geschenkten, gestifteten Ehe nicht nacheifern?

    “Denn ich hasse die Scheidung, spricht der Herr, Gott Israels.” – Maleachi 2:16 Das was Gott nun hasst… das sollte doch auch außer unserem Willen und Handeln sein.

    Maleachi 2 V 16. Denn ich hasse Entlassung, spricht Jehova, der Gott Israels; und er bedeckt mit Gewalttat sein Gewand, spricht Jehova der Heerscharen. So hütet euch in eurem Geiste, daß ihr nicht treulos handelt!

    Welch eine Warnung… „Ich hasse“… wie stark ist diese Aussage eines liebenden Gottes.

    Liebe… sie ist ein Gottesgeschenk… ist auf Verbindung, Miteinander, Stärkung und Tröstung sowie nach vorne schauend ausgelegt.

    Hier ist das Rezept… mit Gott widersteht man den Angriffen und Versuchungen:

    Prediger 4, V 12. Und wenn jemand den einzelnen gewalttätig angreift, so werden ihm die zwei widerstehen; und eine dreifache Schnur zerreißt nicht so bald.

  4. demi schreibt:

    Und manchesmal besteht die Liebe auch darin, gemeinsam zu erkennen, dass ein weiteres Zusammenleben zum Scheitern verurteilt ist und daher beendet werden muss.
    Das Sakrament der Ehe wurde zu einer Zeit entwickelt, wo die Lebenserwartung weit unter der heutigen lag, wo 35jährige Menschen bereits alt waren.
    Die katholische Kirche verursacht mit ihrer diesbezüglichen Realitätsfremde viel an Leid.

  5. Bernhard Brockhaus schreibt:

    REPLY:
    “Und die Pharisäer kamen zu Jesus versuchten ihn und sprachen: Ist es einem Mann erlaubt, aus jeder Ursache seine Frau zu entlassen? Er aber antwortete und sprach [zu ihnen]: Habt ihr nicht gelesen, daß der, welcher sie schuf, von Anfang sie Mann und Frau schuf und sprach: “Um deswillen wird ein Mensch Vater und Mutter verlassen und seiner Frau anhangen, und es werden die zwei ein Fleisch sein”; so daß sie nicht mehr zwei sind, sondern ein Fleisch? Was nun Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht scheiden.
    Sie sagen zu ihm: Warum hat denn Moses geboten, einen Scheidebrief zu geben und [sie] zu entlassen? Er spricht zu ihnen: Moses hat wegen eurer Herzenshärtigkeit euch gestattet, eure Frauen zu entlassen; von Anfang aber ist es nicht also gewesen. Ich sage euch aber, dass, wer irgend seine Frau entlassen wird, nicht wegen Hurerei, und eine andere heiraten wird, Ehebruch begeht; und wer eine Entlassene heiratet, begeht Ehebruch.” (Matthäus 19, 3-9)

    Das sagt das Wort Gottes. Das hat nichts mit der katholischen Kirche zu tun. Wie realitätsfremd diese auch sein mag, die Bibel ist nicht realitätsfremd, sondern zeitlos gültig. Nur weil die Realität in dieser Welt, der Mensch und die Werte sich ändern, so ändert sich doch Gott nicht und Seine Gedanken und Wertmaßstäbe habe bis heute und in Ewigkeit Bestand. Das Leid, das in einer Ehe enstehen kann, hat doch nicht seine Ursache in den Gedanken Gottes, sondern darin, dass der Mensch meint, ohne Beachtung der Gedanken Gottes mehr Freude, mehr Glück und mehr Freiheit zu haben. Doch das ist ein Trugschluß, dem viele Menschen verfallen sind, und der die Ursache für manche zerbrochene Ehe ist.

    Wem will ich folgen? Der wankenden und unbeständigen Realität dieser Welt oder dem feststehenden und ewig beständigen Wort Gottes? Ich rate jedem: Wähle Letzteres!

  6. Heiko schreibt:

    Meiner Meinung nach ist der Ehering nur ein Symbol, auch meine Frau und ich tragen schon einige Zeit keine Eheringe mehr was aber nicht heißen muß das wir uns nicht lieben,
    das ist doch jedem zu überlassen ob sie mit oder ohne Ehering glücklich sind

  7. Manuel Seibel schreibt:

    Ich gebe Dir recht, dass wir die Ringe nicht als biblische Notwendigkeit sehen müssen. Aber diese an sich sicher gute Gewohnheit wird doch oft deshalb “abgelegt”, weil man sich nicht binden lassen will auf die Ehe, jedenfalls nicht dauerhaft. Nicht der Ring macht mich glücklich, aber der Ring ist ein ständiger Hinweis auf die Ehe, was heute nicht verkehrt ist, ein schönes Zeugnis in der Welt und ein sichtbares Bekenntnis zur Ehe.

  8. Steffi schreibt:

    Für mich ist der Ehering auch "nur" ein Symbol. Schlussendlich zählt ja nur die Tatsache, dass man verheiratet ist und sich liebt – wenn das so ist, ist es auch egal, ob man Eheringe trägt oder nicht.

  9. Manuel Seibel schreibt:

    Und doch ist es schön, wenn man dazu auch sichtbar "steht", wenn der Ehepartner nicht zugegen ist. Das bewahrt (selbst heute) noch immer …

  10. Veronika schreibt:

    Ich finde auch, daß man durch das Tragen der Eheringe zur Ehe stehen sollte. Die Ehe ist etwas wunderschönes und die Eheringe gehören doch irgendwo dazu wie das Salz in der Suppe..

  11. Ulrike schreibt:

    Als ich geschieden wurde auf Verlangen meines Mannes, da war ich katholisch. Aber durch die Gnade unseres Herrn wurde ich letztes Jahr Christin.

    Wie kann ich es am Besten beschreiben? Einsam, unvollständig, überfordert – dies kennzeichnet manches Mal meinen Alltag mit meinen kleinen Kindern.

    So oft greife ich an meinen Finger, an dem vor vier Jahren der Ehering saß und sehne ihn mir zurück. Würde so gern voller Glück und vielleicht auch Freude und Stolz allen Menschen zeigen, dass ich mein "Gegenstück" gefunden habe und für mich und meine Kinder das Familienoberhaupt wieder da ist.

    Vor kurzem las ich, dass die Kopftuchpflicht in 1. Kor 11,5 nur bedeuten würde, dass die Frauen nach außen zeigen sollen mit eben diesem Kopftuch, dass sie verheiratet sind, heutzutage trägt Frau kein Kopftuch mehr sondern einen Ehering als ein solches Zeichen.

    Und nun ist sogar der Ehering nicht mehr gewollt als Zeichen? Ja, ich fürchte allmählich, Frauen und Männer werden immer – selbst in bibeltreuen Kreisen – moderner und deuten das Wort unseres Herrn um, bis letzlich doch wieder jeder machen kann und darf wie er will und nicht wie ER will.

  12. Manuel Seibel schreibt:

    Diese Überlegungen zum Kopftuch haben mit 1. Korinther 11 nicht viel zu tun. Da ist ja nicht von verheirateten Frauen, sondern von Frauen grundsätzlich die Rede.

    Leider sind auch wir der Gefahr ausgesetzt, uns dem Zeitgeist anzupassen. Gott möge uns davor bewahren!

  13. Veronika schreibt:

    Ich bin nicht unbedingt der Meinung, daß Eheringe (nicht zu tragen) etwas mit "Zeitgeist" zun tun haben. Auch junge Ehepaare in meinem Bekanntenkreis tragen klassische, goldene Eheringe, wie sie vor Jahrzehnten üblich waren. Sicher hat sich der Modetrend geändert, auch im Bezug auf die Eheringe, trotzdem greifen wieder viele junge Eheleute auf die klassische Variante zurück, die sofort als Ehering erkannt wird. Die Ehe ist nun mal etwas zeitloses und das spiegelt sich auch in den Ringen der heutigen Ehepaare wieder. (Was ich pers. gut finde)

    Was das Kopftuch-Tragen betrifft, so ist mir nur bekannt, daß ISLAMISCHE Frauen beim Gebet ein Kopftuch tragen sollen, im Christentum gibt es dafür keine eindeutige Aussage. Und auch Muslimas sind nicht einmal verpflichtet das Kopftuch im Alltag zu tragen, das ist wohl eher eine Art "arabisch-stämmiger" Tradition, jedenfalls gibt es m.E. im Koran keine eindeutige Aussage dazu. Von der kompletten "Verschleierung" ganz zu schweigen..

Schreibe einen Kommentar!

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar zu schreiben.