Heute war unter der obigen Überschrift zu lesen, dass Dola Indidis aus Nairobi „ein Unrecht wieder gut machen“ möchte. „Ein Unrecht, das rund 2000 Jahre zurückliegt. Ein Unrecht so groß und so schwer, dass es seit damals die Herzen der Menschen bewegt – so sehr, dass noch heute Milliarden Christen jeden Sonntag davon sprechen. Dola Indidis möchte, dass Jesus von Nazareth eine ordentliche Gerichtsverhandlung bekommt.“ „Zankapfel ist dabei allerdings nicht etwa der Ausgang der bekannten Geschichte, sondern vielmehr die Rechtsform, nach der Jesus verurteilt wurde.“

Welche Beweggründe Dola Indidis auch haben möge, diese Klage anzustrengen, so stehen doch nicht nur die von ihm Angeklagten, sondern auch er selbst und jeder Mensch auf der Anklagebank. Das Geschöpf wollte seinen Schöpfer nicht und verurteilte den, der ihnen das Leben schenkte, zum Tode. Getrieben vom Hass, angestachelt durch Satan selbst, kreuzigten die Menschen ihren Schöpfer.

Doch dieses Unrecht kann nicht wieder gut gemacht werden. Und anstatt das unergründliche Werk zu betrachten, dass der Herr Jesus dort nach dem Willen Gottes und für Gott und uns vollbracht hat, beschäftigt der Mensch sich mit dem armseligen und unrechtmäßigen Prozess. So versucht Satan von dem sühnenden Werk Christi, dass seine Niederlage besiegelte, abzulenken.

Mögen die Menschen, die sich mit dieser Klage beschäftigen, und alle, die es verfolgen, nach mehr fragen als nach dem Unrecht, das geschehen ist. Mögen sie erkennen, dass der, der dort zu unrecht verurteilt wurde, der Retter der Welt ist, der auch sie retten will und dort am Kreuz den Grundstein dazu gelegt hat.

Mögen wir selbst, die wir erkennen durften, was dort tatsächlich geschehen ist, unsere Augen auch nicht verschließen vor diesem Unrecht, damit wir nicht anfangen, gemeinsame Sache zu machen mit der Welt, die unseren Herrn verurteilt und gekreuzigt hat.