Wir alle kennen das Sprichwort: Lügen haben kurze Beine. Manchmal dauert es eine ganze Weile, bis die Wahrheit ans Licht kommt. Aber irgendwann kann man ihr nicht mehr davonlaufen! So war heute zu lesen, dass der Staatsanwaltschaft Bonn Informationen über Konto-Bewegungen zwischen dem ehemaligen Radprofi Jan Ullrich und dem spanischen Doping-Arzt Eufemiano Fuentes vorlägen. Zum Jahresbeginn 2004 sind von einem Schweizer Konto Ullrichs wohl 25.000 Euro für Fuentes an die Genfer Filiale der Hongkonger HSBC-Bank überwiesen worden. Bis heute wird hier alles geleugnet …

Wir brauchen nicht mit dem Finger auf Ullrich zu zeigen. Es reicht, wenn wir uns den eigenen Spiegel hochhalten. Wie oft verstecken wir uns hinter Lügen, die zu einem Lügengebäude anwachsen, anstatt unser Gewissen durch ein echtes Bekenntnis zu befreien. Nicht immer sind es nur 3 Lügen wie bei Petrus, der seinen Meister verleugnete. Nicht immer sind die Folgen derart dramatisch wie bei ihm. Aber wie gut wäre es, wenn wir dann auch diesen Augenblick erlebten: „Und er ging hinaus und weinte bitterlich“ (Lukas, Kapitel 22, Vers 62). Echte Trauer, echtes Umkehr, echtes Einsehen. Nur ein aufrichtiges Bekenntnis hat Wert und Bestand. Und es eröffnet den Weg eines Neuanfangs mit unserem Herrn.