Heute war in der FAZ ein interessanter Kommentar zu den Ereignissen von Mügeln zu lesen. Es ging um die Frage, was die eigentliche Ursache für diese Verhaltensweisen sein könnte. Am Ende heißt es: „Der Kriminologe Pfeiffer, der es vor Jahren einmal wagte, eine Erklärung in der Krippenerziehung der DDR zu suchen, wurde niedergemacht. Wissenschaftlich widerlegt wurde er nie … Nur zu leicht gerät man in Konflikt mit dem All-Parteien-Konsens in der Familienpolitik: der Anpassung der Familie an die Erfordernisse der Wirtschaft. Die hochgelobte staatliche Obhut für Kleinkinder jedoch wird ganz bestimmt keine selbstbewussten, emotional gefestigten Menschen hervorbringen. Sie züchtet, was man zu bekämpfen vorgibt. Auch da wird weggesehen.“

Man mag soziologisch und psychologisch analysieren, wie man will. Der biblische Weg, dass sich die Eltern um ihre Kinder kümmern (vgl. Eph 6,1-4), dass sich Mütter um ihre Kinder und den Haushalt kümmern (vgl. Phlm 4), ist noch immer der zielführende Weg gewesen, wenn man von Ausnahmen absieht, die es immer gibt. Erziehung ist nicht ausschließlich Mutteraufgabe – gewiss nicht. Aber eine Mutter zu Hause erleichtert den Aufbau von Vertrauen zwischen Kindern und Eltern sowie Eltern und Kindern, wenn beide Elternteile an einem Strang ziehen. Wir alle fühlen uns überfordert in dieser Aufgabe. Wie gut, dass wir das Gebet haben!