Gewalt - Bibel-Blog
Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

Gewalt


Sonntag, 3. Juni 2007

Gewalt

Gewalt ist nie ein Mittel, mit dem Christen ihre Überzeugungen verteidigen sollten. Wenn man die Gewaltaktionen rund um den G-8-Gipfel in Rostock sieht, stößt das natürlich ab. Aber Christen sollten ein gutes Gedächtnis haben, was die Vergangenheit betrifft. Es gab einmal so etwas wie Kreuzzüge. Papst Urbans II. forderte die Christen im Jahr 1095 in Clermont zur Befreiung Jerusalems und des „Heiligen Landes“ aus der Hand der „Ungläubigen“ auf. 1099 wurde Jerusalem dann durch ein Kreuzfahrerheer erobert. Später kam es zu weiteren Kreuzzügen, denen meistens jedoch kaum ein Erfolg beschieden war.
Christen werden zum „Kampf“ aufgefordert. Aber im Neuen Testament finden wir keinen einzigen Aufruf zu einem körperlichen oder gar militanten Kampf. Christen beteiligen sich nicht einmal an Friedensmärschen oder Streikmärschen. Denn ihr „Bürgertum ist in den Himmeln, von woher wir auch den Herrn Jesus Christus als Heiland erwarten“ (Philipperbrief, Kapitel 3, Vers 20).
Christen kämpfen daher nicht für irdische oder gar weltliche Ziele. Sie leben zwar in dieser Welt, sind aber nicht von dieser Welt (vgl. Johannes, Kapitel 17, Vers 6). Sie haben eine himmlische Hoffnung, ein himmlisches Ziel, einen himmlischen Herrn. Was für Ziele verfolgen wir dann auf dieser Erde? Wenn nicht, den Menschen etwas von dieser himmlischen Hoffnung zu sagen, damit sie sich zu dem Herrn Jesus bekehren. Aber auch dafür verwenden Christen keine „Gewalt“, außer die „Gewalt“ der Überzeugungskraft des Wortes Gottes, das der Geist Gottes auf das Gewissen von Menschen anwendet.

Manuel Seibel

3 Kommentare to “Gewalt”

  1. Michael Hopp (anonym) schreibt:

    Allein das Wort Gottes kann Felsen zerschmettern – nicht unsere Worte, oder gar Taten (vielleicht sogar gewaltsam) können harte Herzen brechen…

  2. P.Vogel (anonym) schreibt:

    1 Petrus 1,15 Wie der, der euch berufen hat, heilig ist, sollt auch ihr heilig sein in eurem ganzen Wandel.

    Wenn wir das anstreben, es in SEINER Kraft, zu erreichen… dann werden wir nicht zur Gewalt greifen. Nicht um unsere Eigeninteressen durchzusetzen und auch nicht bei der möglichen Teilnahme an einem öffentlichen Ereignis. Das hat unser Herr nicht vorgelebt.

    1. Korinther 10, 23 Alles ist erlaubt, aber nicht alles ist nützlich; alles ist erlaubt, aber nicht alles erbaut.

  3. P.Vogel (anonym) schreibt:

    Wer hatte im Namen des Herrn Jesus damit Erfolg? Hat der Herr nicht selbst in der Stunde größter Not die Gewalt korrigiert? Ja sogar verworfen? Petrus wandte Gewalt an… der Herr Jesus hat das Ergebnis liebevoll und zukunftsweisend verwandelt. Welch ein schönes und beeindruckendes Beispiel für Gewaltlosigkeit und Liebe. Malchus, ein niedriger Knecht und Erfüllungsgehilfe des Bösen, wurde vom Herrn der Welt nicht ignoriert. Er war von Güte erfüllt, dieser Heiland der Welt, ER heilte den der IHN abführte.

    Ach, das ich doch von dieser Herzenhaltung mehr und mehr lernen kann… das ich mein Herz dieser vergebenden Liebe und Gnade stets öffne.

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