Schneckentempo - Bibel-Blog
Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

Schneckentempo


Montag, 16. April 2007

Schneckentempo

Heute abend habe ich in meinem Garten einige Schnecken entfernt, die sich meinen Blumen näherten.

Ich musste daran denken, wie wir Christen oft diesen Schnecken gleichen. Wir schleichen auf unserem Glaubensweg voran und haben womöglich gar keine Energie, schneller zu laufen. Der Apostel Paulus schreibt, dass er, “das Ziel anschauend” jagte “zu dem Kampfpreis der Berufung Gottes nach oben in Christus Jesus.” Kein Schleichen und Trödeln, sondern ein Jagen und sich Ausstrecken! Kein Müßiggang und keine Faulheit, sondern Eifer und Ausdauer!

Dann bemerkte ich, als ich die Schnecken mit dem Finger anstupste, dass sie sich sofort in ihr Häuschen verkrochen. Wie oft tun wir es ähnlich. Kaum regt sich Widerstand oder die Umstände ändern sich, da verkriechen wir uns in unser Häuschen, anstatt Standhaftigkeit und Ausdauer im Glaubensleben und im Dienst für den Herrn zu zeigen. Mut- und kraftlos schieben wir alle möglichen vermeintlichen Gründe vor, die uns von einem Dienst abhalten.

Langsam und schreckhaft, das sollten nicht die Kennzeichen eines Christen sein. Es geht mir nicht um Aktionismus, sondern um gesunden Eifer im Dienst für den Herrn. Gleichen wir nicht den Schnecken, sondern vielmehr den Ameisen, die ein fleißiges Volk sind, zielstrebig in ihrer Arbeit.

Bernhard Brockhaus

5 Kommentare to “Schneckentempo”

  1. Michael Hopp schreibt:

    Die Durchschnittsgeschwindigkeit einer Schnecke beträgt ca. 0,008 m/s. Dies ist keine Höchstgeschwindigkeit.

    Das schöne ist: Wenn wir Eifer und Ausdauer für den Herrn zeigen, werden wir automatisch “schneller”.
    Engagement und Langsamkeit vertragen sich nämlich nicht, sie schließen einander aus.

    Vielleicht ist aber der eine oder andere von seinem Wesen her eher “gemütlich” oder “ruhig” (nicht faul!).
    Dies sollte man nicht kritisieren! Können wir erahnen, was diese Person vielleicht durch Gebet “(er)arbeitet”?

  2. Henning Brockhaus (anonym) schreibt:

    Ich denke, dass in dem Beitrag nicht gemeint war, was man äußerlich sehen kann, sondern wie es wirklich – auch innerlich – mit uns steht. Wenn jemand äußerlich “ruhig” wirkt, heißt das nicht, dass er nicht täglich im Gebetskampf an der Front stehen kann…

  3. P.Vogel (anonym) schreibt:

    Ob vielleicht außer dem Tempo auch der Aufmerksamkeitsgrad, die Rundumsicht, die Übersicht gemeint sein können? Zur Jagd gehört ja einiges, auch Zubehör wie unsere “Waffenrüstung”. Wenn ich auf mich sehe… dann wäre auf dieser Jagd… das flotte Tempo eigener Interessen oft von Vorteil. Wie oft kommt wohl ein “gemach” statt “voran”? Ich wünsche mir das ich meinem Jagdgefährten (im Sinne von Vorbild) viele abschaue um IHM zu gefallen und IHN zu ehren.

  4. Michael Hopp (anonym) schreibt:

    REPLY:
    Das sehe ich genau so!

  5. FR (anonym) schreibt:

    sich an einfache Dingen erfreuen zu können. Auch die Schnecke ist ein Gottesgeschöpf, auch die 350000 Käferarten, und auch der Mensch. Gott hatte scheinbar ein Faible für sie. Ich mags nicht hinterfragen.

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