Gottes Absicht in unserem Leben - Bibel-Blog
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Gottes Absicht in unserem Leben


Donnerstag, 5. April 2007

Gottes Absicht in unserem Leben

Der große Meister, der die menschliche Seele formt und bildet, hat dafür viele Werkzeuge. Nur wenige von ihnen sind ohne scharfe Schneide. Aber die Absicht, die Er bei den Seinen verfolgt, ist stets die, ihre himmlische Schönheit her vor strahlen zu lassen. Alles dient diesem Ziel – jeder Schnitt, jeder Schlag mittels Seiner Werkzeuge.

Noch einmal sei es gesagt: Das Endziel all Seines Handelns mit uns ist das Glück und die Segnung der Seele. Wenn man das im Herzen festhält, wird allen Nöten, die doch direkt aus Seiner Hand kommen, die Bitterkeit genommen.

Wir sollten nie die Vorkommnisse in unserem Leben als etwas Zufälliges betrachten, sondern vielmehr stets die Lektion zu verstehen suchen, die Gott uns durch sie lehren will. Oder mit anderen Worten: Wir sollten jeden noch so prüfenden Umstand als Gelegenheit auffassen, dadurch in der Gnade zu wachsen. Sorgen, Betrübnisse, Kummer, Veränderungen, Verluste, Leiden – sie alle üben uns, verursachen Schmerz, werfen uns auf Gott. Aber sie werden uns, gehen wir mit Ihm durch sie hindurch, zu einem tieferen Erfassen der Gnade Gottes und dazu führen, geeigneter für Seinen Dienst zu werden.

(aus Grace & Truth)

Bernhard Brockhaus

3 Kommentare to “Gottes Absicht in unserem Leben”

  1. P.Vogel (anonym) schreibt:

    Ein Lied von K. F. Hartmann :

    Unter Leiden prägt der Meister
    In die Seelen, in die Geister
    Sein allgeltend Bildnis ein.
    Wie Er dieses Leibes Töpfer,
    Will Er auch des künft’gen Schöpfer
    Auf dem Weg der Leiden sein.

    Leiden sammelt unsre Sinne,
    Daß die Seele nicht zerrinne
    In den Bildern dieser Welt,
    Ist wie eine Engelwache,
    Die im innersten Gemache
    Des Gemütes Ordnung hält.

    Leiden stimmt des Herzens Saiten
    Für den Psalm der Ewigkeiten,
    Lehrt mit Sehnsucht dorthin sehn,
    Wo die sel’gen Palmenträger
    Mit dem Chor der Harfenschläger
    Preisend vor dem Throne stehn.

    Leiden macht im Glauben gründlich,
    macht gebeugt, barmherzig, kindlich,
    Leiden, wer ist deiner wert?
    Hier heißt man dich eine Bürde,
    Droben bist du eine Würde,
    Die nicht jedem widerfährt.

    Im Gefühl der tiefsten Schmerzen
    Dringt das Herz zu Seinem Herzen
    Immer liebender hinan,
    Und um eins nur fleht es sehnlich:
    Mache Deinem Tod mich ähnlich,
    Daß ich mit Dir leben kann!

    Endlich bricht der heiße Tiegel,
    Und der Glaub empfängt sein Siegel,
    Gleich dem Gold im Feu’r bewährt.
    Zu des Himmels höchsten Freuden
    Werden nur durch tiefe Leiden
    Gottes Lieblinge verklärt.

    Endlich mit der Seufzer Fülle
    Bricht der Geist durch jede Hülle,
    Und der Vorhang reißt entzwei.
    Wer ermisset dann hienieden,
    Welch ein Meer voll Gottesfrieden
    Droben ihm bereitet sei?

  2. FR (anonym) schreibt:

    reine Absicht? wird sich mancher fragen und offtmals sehr enttäuscht sein über Gottes handeln bzw. sein Lehren. Wenn jeder hinter allem und jeden Gottes Ansinnen vermutet, bzw. “das wird schon nicht ohne Grund SO sein”.. dann ignorieren wir, dass wir doch etwas bewegen können ohne uns mit etwas einfach nur abzufinden. ICH bin kein Kriegstreiber, manch anderer schon.. guckt in die Welt und seht die Kriege.. Augenzu und durch? Hat alles seinen Sinn? ICH kann wählen und 80 Mio Mitbürger auch.. und ich hoffe auch sie werden überlegen und handeln.. ist beides gottgewollt? Krieg zu führen und Krieg verhindern (natürlich und leider nur mit meinen bescheidenen Einflussmöglichkeiten).. will er uns etwas lehren in dem Menschen sterben, für z.B. Öl? wo liegt da der sinn?.. ICH denke es gibt da keinen.. es sind die Menschen, auch einzelne mit Ihren Machtbestrebungen.
    Aber gut, eine Lehre wird dahinter stecken.. nur rein zufällig sind es andersgläubige..

  3. Bernhard Brockhaus schreibt:

    REPLY:
    Es gibt zwei Seiten, das sollte man tatsächlich nicht vergessen. Einerseits ist alles in der Hand Gottes und er lässt vieles zu, auch Krieg und Gewalt. Doch andererseits können wir Gott nicht dafür verantwortlich machen, denn die Verantwortung für das Tun des Menschen hat der Mensch allein. Kann ich Gott dafür verantwortlich machen, wenn ich als Mensch einen bösen Weg gehe, morde, lüge, stehle etc.? Wohl kaum. Gott lässt es zu, d.h. er schiebt oft keinen Riegel davor, sodass der Mensch seine bösen Machenschaften ausführen kann, und doch liegt die Verantwortung bei dem Menschen und nicht bei Gott.

    Aber vergessen wir nicht, dass Gott nicht uns Rechenschaft über Sein Tun ablegen muss, sondern wir Menschen Ihm. Und wenn wir es hier nicht tun (wollen) vor einem Gott der Gnade, dann werden wir es einmal tun müssen vor einem richtenden Gott! Spätestens dann wird Gott mit jedem Menschen handeln nach seinen Werken.

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