Heute ist Rosenmontag. In fast allen deutschen Städten ist heute der Bär los, die Menschen vergnügen sich in oft unmoralischem und gotteslästerlichem Treiben. Heute geschieht es wieder in einem besonderen Ausmaß, doch die Sucht nach Vergnügen und Freizeitgestaltung, die nimmt im Allgemeinen immer mehr zu. Bloß keine Langeweile, bloß nicht zur Ruhe kommen, sonst kommen wieder die Ängste vor der Zukunft auf, die Zweifel, ob denn es nicht doch ein Leben nach dem Tod gibt.

Wenn wir Christen dieses Treiben und die Ablenkungsmanöver des Feindes sehen, ist es dann nicht immer dringender unsere Aufgabe, die Menschen zu warnen? Ja, man wird uns womöglich auslachen und für verrückt erklären. Man wird unsere Botschaft vielleicht ablehnen, aber darf uns das davon abhalten, die Gute Botschaft zu verkünden, eine Botschaft, die auch die Warnung vor dem kommenden Gericht enthält?

Wir dürfen den Samen austreuen, überlassen wir den Rest getrost unserem Herrn. Sehen wir nur zu, dass wir säen und dass wir den guten Samen säen, aus dem – gewirkt durch den Herrn – Frucht für die Ewigkeit hervorgehen kann.

„Wirf dein Brot hin auf die Fläche der Wasser, denn nach vielen Tagen wirst du es finden.“ (Prediger 11,1)