Als ich heute morgen an einem Bettler vorbeikam, musste ich daran denken, dass auch viele Christen „bettelarm“ sind – geistlich „bettelarm“.

Doch woran liegt das? Manche Christen gleichen dem Bettler, den man vor einigen Wochen tot in einer Lagerhalle gefunden hat, liegend auf einer Matratze, unter der ein Haufen Geld lag.

Für Christen liegt der Reichtum zum Greifen nahe. Gott hat uns alles gegeben, breitet sozusagen Seinen ganzen Reichtum vor uns aus, doch wir gehen nur allzu oft achtlos daran vorüber.

Gottes Wort in Händen, und doch geistlich „bettelarm“. Gottes Wort macht reich, doch nur, wenn man es liest, wenn man sich davon ernährt. Den toten Bettler aus der Lagerhalle schimpfen wir töricht. Ob wir vielleicht manchmal genauso töricht handeln?