Eine Koalition der Kompromisse - Bibel-Blog
Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

Eine Koalition der Kompromisse


Donnerstag, 5. Oktober 2006

Eine Koalition der Kompromisse

Gestern hat die deutsche Regierungskoalition die Gesundheitsreform festgezurrt. Es wurde ein Kompromiss, der alle irgendwie befriedigt – ein bißchen von allem.

In der Politik und auch in anderen Bereichen sind Kompromisse nicht unbedingt verkehrt und vielleicht manchmal auch der einzig mögliche und richtige Weg.

Kompromisse im Glaubensleben

Doch es gibt auch einen Bereich, in denen es keine Kompromisse geben darf — unser Glaubensleben. Entweder ein Leben für Christus oder ein Leben für und in der Welt — einen Kompromiss darf und kann es dort nicht geben.

„Niemand kann zwei Herren dienen; denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird einem anhangen und den anderen verachten. Ihr könnet nicht Gott dienen und dem Mammon.“ (Matth. 6,24)

Selbst wenn wir einen Kompromiss eingehen wollten — ein bißchen Welt, ein bißchen Christus — es wird nie möglich sein, beides unter einen Hut zu bekommen, weil diese beiden Seiten völlig gegensätzlich sind. Die Bibelstelle aus Matthäus 6 zeigt das ganz deutlich. Vielleicht wünschen wir auf der einen Seite, ein Gott wohlgefälliges Leben zu führen, haben aber auf der anderen Seite ein offenes Ohr für die Versuchungen dieser Welt. Ein bißchen Spaß zu haben mit den Arbeitskollegen oder Schulkollegen kann ja nicht so verkehrt sein, oder?

Zeitgleich Welt und Christus?

Haben wir einmal darüber nachgedacht, dass man unmöglich zur gleichen Zeit Spaß mit den Menschen dieser Welt haben kann und Gott dienen kann? Vielleicht meinst Du, dass du deine Kollegen nur dann erreichen kannst, wenn du ihnen ein bißchen entgegenkommst, dich ihnen ein bißchen anpasst, damit sie dich ernst nehmen? Das Gegenteil wirst Du damit erreichen. Wenn du dich ihnen anpasst und dann versuchst, ihnen von dem Herrn Jesus zu erzählen, wirst du ziemlich unglaubwürdig.

„Wisset ihr nicht, daß die Freundschaft der Welt Feindschaft wider Gott ist? Wer nun irgend ein Freund der Welt sein will, stellt sich als Feind Gottes dar.“ (Jak. 4,4)

Du glaubst an den Herrn Jesus und nennst dich Christ, nennst dich also nach seinem Namen. Damit nennst du dich nach einer Person, die von der Welt verworfen, verachtet und getötet wurde. Du stellst dich damit auf die Seite von Christus — auf der anderen Seite steht die Welt. Ist es nicht eine Verleugnung des Herrn Jesus, wenn du dann mit der Welt „paktierst“ und Kompromisse eingehst?

Freundschaft der Welt = Feindschaft gegen Gott

Auch Petrus hatte den Wunsch, dem Herrn Jesus zu dienen und tatsächlich mit ihm zu sterben. Aber als es darauf ankam, verleugnete er seinen Herrn. Er hat zum einen auf seine eigene Kraft vertraut und zum anderen ist er Kompromisse mit der Welt eingegangen. Um nicht aufzufallen als einer, der mit dem Herrn Jesus gewesen war, mischte er sich unter die Menschen, die seinen Herrn ans Kreuz bringen wollten. Er lagerte mit ihnen an ihrem Kohlenfeuer, wärmte sich an dem Kohlenfeuer dieser Welt und bemerkte zu spät, dass dieser Kompromiss nicht möglich war: Freundschaft der Welt ist Feindschaft gegen Gott.

„Erwählt euch heute, wem ihr dienen wollt… Ich aber und mein Haus, wir wollen dem Herrn dienen!“ (Jos. 24,15)

Entscheide dich heute, wem du dienen willst! Einer Welt, die dir verlockende Angebote mache, von denen nachher nur ein bitterer Nachgeschmack übrigbleibt, oder deinem Herrn Jesus, der dir wirkliches Glück und wahre Freude schenken will? Gehe keinen Kompromiss ein, aber verlasse dich nicht auf deine Kraft, sondern rechne mit seiner Kraft und lass dich fallen in seine treuen Hände.

Bernhard Brockhaus

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