Der “weitergeleitete” Brief - Bibel-Blog
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Der “weitergeleitete” Brief


Freitag, 9. Oktober 2009

Der “weitergeleitete” Brief

„Und Hiskia nahm den Brief aus der Hand der Boten und las ihn; und er ging hinauf in das Haus des HERRN, und Hiskia breitete ihn vor dem HERRN aus.“

 Jesaja 37 Vers 14

 Hier zeigt Hiskia eine für uns vorbildliche Haltung. Er bekommt einen Brief von dem Assyrischen König Sanherib, der ihm ankündigt, dass Sanherib Jerusalem erobern will. Und was tut Hiskia? Er beruft nicht seinen Beraterstab, um die Sache zu besprechen und die beste Verteidigungsstrategie auszuarbeiten, sondern geht zu seinem Gott und breitet den Brief vor Ihm aus.

 Was tun wir, wenn wir solche „Briefe“ bekommen? Ist der erste Gedanke: Welcher Berater kann mir jetzt helfen? Greifen wir erst einmal zum Telefon? Fangen wir fieberhaft zu überlegen an, wie wir die Sache lösen können? Oder gehen wir auch in das Haus Gottes, suchen wir Gott, unseren Vater, im Gebet und bringen es schlicht zu Ihm?

 Die Antwort auf sein Vertrauen erhält Hiskia kurze Zeit später:

 „Und ein Engel des HERRN  zog aus und schlug in dem Lager der Assyrer 185.000 Mann. Und als man des Morgens früh aufstand, siehe, da waren sie allesamt Leichname. Und Sanherib, der König von Assyrien, brach auf, und er zog fort und kehrte zurück und blieb in Ninive.“  

 Jesaja 37 Vers 36.

Henning Brockhaus

1 Kommentar to “Der “weitergeleitete” Brief”

  1. Peter Vogel schreibt:

    “und Hiskia breitete ihn vor dem HERRN aus.”

    Hiskia brachte alles vor Gott… nicht einen Auszug des Briefes… eine Drohung… sondern alles. Hier war es ein Brief… Hiskia breitete ihn aus… den ganzen Inhalt in Gründlichkeit zu dem der alles vermag.

    Bringe ich das was mich erreicht… was mich bewegt… in Gründlichkeit vor den Herrn? Breite ich das was mich bewegt vor IHM aus? Oder beschränke ich mich auf Teile die mir wichtig erscheinen?

    Hier ist Furcht… dort Sorge… dort Verzagen… dort Freude… Dankbarkeit… Gemeinschaft… was davon bereite ich vor IHM aus? Will ich das ganze Geschehen… alles Empfinden… ja meinen Tag… ausbreiten? Wird IHN das nicht erfreuen und ehren?

    Spr 23,26 Gib mir, mein Sohn, dein Herz, und laß deine Augen Gefallen haben an meinen Wegen!

    Das was mein Herz erfüllt… was mein Sinnen und Trachten ist… das soll IHM ganz gehören…
    das will ich voller Vertrauen vor IHM ausbreiten.

    Herr dazu verleihe mir die Kraft und Weisheit…

    Es ist zwar nicht alles, was geschieht, einfach “Gottes Wille”. Aber es geschieht schließlich
    doch nichts “ohne Gottes Willen” (Matthäus 10,29). Dietrich Bonhoeffer

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