Vielfach liest und hört man, dass sich der Gläubige im steten Kampf befindet gegen sein Fleisch, den alten Menschen. Ein solcher Gläubiger wird nie wirklich Ruhe finden. Er ist stets in Unruhe und leidet unter dem Druck, dass er täglich im Kampf steht und versucht, den alten Menschen mit seinen Lüsten zu töten.* Kann es sein, dass dies der Wille des Herrn für das Leben eines Gläubigen ist? Werden wir nicht durch sein Wort eindeutig und mehrfach aufgefordert: Freut euch in dem Herrn allezeit“?

Dieser Aufforderung können wir kaum nachkommen, wenn wir ständig im Kampf gegen unser Fleisch stehen. Nein, eben dieser Kampf ist für einen Gläubigen völlig nutzlos und unnötig, denn das Töten des alten Menschen hat doch schon längst stattgefunden. Wo und wann? Vor 2000 Jahren am Kreuz von Golgatha! Dort sind wir, d.h. unsere alte Natur/ unser alter Mensch, mit ihm, der sich für uns hingegeben hat, gekreuzigt und gestorben. „Denn ich bin durchs Gesetz dem Gesetz gestorben, damit ich Gott lebe; ich BIN mit Christus gestorben, und nicht mehr lebe ich, sondern Christus lebt in mir; was ich aber jetzt lebe im Fleisch (d.h. im Körper), lebe ich durch Glauben, durch den an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat.“ (Galater 2,19-20)

Einen Toten muss ich nicht mehr töten. Da ist kein Kampf mehr nötig, und jede Beschäftigung mit dem Toten ist unsinnig. Nötig ist, dass ich das neue Leben nähre mit guter, geistlicher Nahrung und im Geist wandle, dann werde ich die Lust des Fleisches nicht vollbringen (Galater 5,16)

Nur wenn ich das begriffen habe, dass er diesen alten Menschen nicht mehr töten muss, weil er schon tot ist, kann ich wirklich den Frieden Gottes genießen und mich im Herrn freuen.

* Ein solcher Kampf hat nichts zu tun mit dem täglichen und notwendigen Selbstgericht.