Wachsamkeit beim Beten - Bibel-Blog
Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

Wachsamkeit beim Beten


Donnerstag, 26. März 2015

Wachsamkeit beim Beten

Kolosser 4,2: “Verharrt im Gebet und wacht darin mit Danksagung.”

Neben der Aufforderung, im Gebet zu verharren, fordert der Geist uns auf, im Gebet zu wachen. Was ist damit gemeint? Ich meine dreierlei:

1. Wachsamkeit VOR dem Gebet, damit wir im richtigen Zustand sind und nichts zwischen uns und Gott steht – hier ist Selbstgericht nötig.

2. Wachsamkeit IM Gebet, damit unsere Gedanken nicht abschweifen. Wie leicht passiert das, dass uns im Gebet plötzlich Gedanken kommen, die uns ablenken. Satan wirkt hier, da er nicht will, dass wir beten. Ein Hilfe: laut beten!

3. Wachsamkeit NACH dem Gebet, damit wir merken, wie Gott antwortet. Erwarten wir Seine Antwort? Manches mal stehen wir auf vom Gebet und warten überhaupt nicht auf die Antwort Gottes. Stellen wir uns einmal vor, dass wir am Tisch unsere Frau um das Reichen des Wassers bitten, und wenn sie es uns reicht, wir einfach wegschauen und ihren ausgetreckten Arm mit dem Wasser einfach ignorieren, als hätten wir nie danach gefragt. So ist es für Gott, wenn wir beten, aber nicht wachsam sind auf Seine Antwort.

Der Herr verbindet das Wachen und Beten, als er im Garten Gethsemane zu seinen Jüngern sagt: “Wachet und betet, auf daß ihr nicht in Versuchung kommet” (Mt 26,41).

Bernhard Brockhaus

4 Kommentare to “Wachsamkeit beim Beten”

  1. Fragensteller schreibt:

    Hallo Bernhard,
    vielen Dank für diese Worte!

    Wenn du von Wachsamkeit vor dem Gebet sprichst, was meinst du denn mit Selbstgericht und wie zeigt sich das praktisch in meinen Leben?

    Manchmal habe ich den Eindruck mein Gebet geht nur bis zur Decke, wenn ich wieder richtig miese Sachen getan habe. Vielleicht zielt das auf deinen ersten Punkt ab?

    Herzlichen Dank für eine Antwort und Gottes Segen dir!

  2. P.Vogel schreibt:

    Wie schön und ermunternd sind doch diese Worte.

    Ernst ist die Mahnung daraus, die Jünger schliefen ein statt mit dem Herrn zu wachen während ER betete.

    Bin ich schläfrig in der Nachfolge? Verliere ich Ausdauer auf IHN zu sehen und zu hören? Bin ich gar zufrieden… wie ich bin? Ach, von allem zu viel.

    Herr lass mich mehr Salz und Licht sein. DEIN Botschafter, DEIN Gesandter, soll ich sein und bin ohne DICH zu schwach.

    So will ich stets neu in Anspruch nehmen was auch mir gilt…
    Röm 8,34 … Christus ist es, der gestorben, ja noch mehr, der [auch] auferweckt, der auch zur Rechten Gottes ist, der sich auch für uns verwendet.

  3. Neue Abenteuer schreibt:

    Guten Tag, Fragensteller!

    Wie zeigt sich Wachsamkeit im Gebet praktisch in deinen Leben?

    Das Wichtigste ist, dass du ehrfuerchtig zu Gott betest.

    Du kannst, zum Beispiel, die Gebete Davids ab und wann beten. Solche Gebete gehen durch die Decke, solange man Gott ehrlich sucht.

    Gottes Segen dir!

  4. Bernhard Brockhaus schreibt:

    Hallo Fragesteller,

    entschuldige bitte, dass ich so spät antworte.

    Es mag sein, dass Dein Empfinden, Dein Gebet ginge nur bis zur Decke, mit dem ersten Punkt zusammenhängt, muss aber nicht zwangsläufig.

    Mit Selbstgericht meine ich, dass vielleicht Sünden im Leben vorgekommen sind, die vor Gott bekannt werden müssen, damit ungetrübte Gemeinschaft mit Gott möglich ist. Das müssen nicht unbedingt in unseren Augen schwerwiegende Dinge sein. Wenn wir durch diese Welt gehen, werden wir zwangsläufig beschmutzt durch den Dreck der Welt. Hier ist es nötig, dass wir diese Dinge verurteilen und mit einem Bekenntnis zu dem Herrn kommen, um uns von Ihm “die Füße waschen zu lassen”. Mancher Schmutz ist uns vielleicht gar nicht bewusst, aber wie bittet David in Psalm 19,13: “Von verborgenen Sünden reinige mich!”

    So kann Sünde, auch verborgene, der Grund sein dafür, dass Gott unsere Gebete nicht erhören kann. Aber: Er hört sie immer! Unsere Gebete kommen immer “oben” an! Stütze Dich da nicht auf Deine Gefühle, sondern auf die Zusagen Gottes. Du empfindest, Deine Gebete gehen nur bis zur Decke? Dann sind Deine Gefühle nicht im Einklang mit Gottes Wort, denn Er verheißt: “Und ich sage euch: Bittet, und es wird euch gegeben werden; sucht, und ihr werdet finden; klopft an, und es wird euch aufgetan werden.
    Denn jeder Bittende empfängt, und der Suchende findet, und dem Anklopfenden wird aufgetan werden” (Lukas 11,9-10).

    Die Gefühle folgen den Gedanken nach. Wenn die Gedanken falsch gegründet sind, werden auch die Gefühle falsch gelenkt sein. Wenn Deine Gedanken in der Frage des Gebets in den Gedanken Gottes darüber gegründet sind, werden auch Deine Gefühle darüber entsprechend sein. Wenn Du daran festhältst, dass Gott Deine Gebete hört und sie nicht nur bis zur Zimmerdecke gehen, dann wird dieses Empfinden auch (vielleicht erst mit der Zeit) verschwinden.

    Ich empfehle Dir zu dem Thema mal ein gutes Buch: “Der kniende Christ” – http://www.cvbh.de/Der-kniende-Christ)

    Liebe Grüße
    Bernhard

Schreibe einen Kommentar!

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar zu schreiben.