Kolosser 4,2: „Verharrt im Gebet und wacht darin mit Danksagung.“

Neben der Aufforderung, im Gebet zu verharren, fordert der Geist uns auf, im Gebet zu wachen. Was ist damit gemeint? Ich meine dreierlei:

1. Wachsamkeit VOR dem Gebet, damit wir im richtigen Zustand sind und nichts zwischen uns und Gott steht – hier ist Selbstgericht nötig.

2. Wachsamkeit IM Gebet, damit unsere Gedanken nicht abschweifen. Wie leicht passiert das, dass uns im Gebet plötzlich Gedanken kommen, die uns ablenken. Satan wirkt hier, da er nicht will, dass wir beten. Ein Hilfe: laut beten!

3. Wachsamkeit NACH dem Gebet, damit wir merken, wie Gott antwortet. Erwarten wir Seine Antwort? Manches mal stehen wir auf vom Gebet und warten überhaupt nicht auf die Antwort Gottes. Stellen wir uns einmal vor, dass wir am Tisch unsere Frau um das Reichen des Wassers bitten, und wenn sie es uns reicht, wir einfach wegschauen und ihren ausgetreckten Arm mit dem Wasser einfach ignorieren, als hätten wir nie danach gefragt. So ist es für Gott, wenn wir beten, aber nicht wachsam sind auf Seine Antwort.

Der Herr verbindet das Wachen und Beten, als er im Garten Gethsemane zu seinen Jüngern sagt: „Wachet und betet, auf daß ihr nicht in Versuchung kommet“ (Mt 26,41).