Gemeinschaft mit Gott, dem Vater, und Christus, dem Sohn - Bibel-Blog
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Gemeinschaft mit Gott, dem Vater, und Christus, dem Sohn


Freitag, 14. Mai 2010

Gemeinschaft mit Gott, dem Vater, und Christus, dem Sohn

Folgende Gedanken des Bruders John Nelson Darby möchte ich hier einmal wiedergeben, weil sie meines Erachtens sehr kostbar sind und wichtig für unser tägliches Leben. Es lohnt sich, sie zu lesen, auch wenn der Text etwas länger ist!

 „Das Verweilen des Herzens in der Nähe Gottes und die Gemeinschaft mit Ihm sind das einzige Mittel zu einem wahren Wachstum in der Erkenntnis Seiner Wege und der Segnungen, die Er Seinen Kindern mitteilt; denn das Verweilen in dieser Nähe ist die alleinige Stellung, die es uns möglich macht und uns innerlich dazu befähigt, diese Wege und Segnungen zu erkennen. Jedes Verhalten, das dieser Verbindung des Herzens mit Gott nicht entspricht, alle Leichtfertigkeit in Gedanken, die Seine Gegenwart nicht verträgt, machen uns dieser Seiner Mitteilungen verlustig und rauben uns die Fähigkeit sie aufzunehmen (vergl. Joh. 14,21-23).

 Es ist nicht so, als ob der Herr uns wegen solcher Fehler oder einer solchen Nachlässigkeit verließe; nein, Er verwendet Sich für uns, und wir erfahren Seine Gnade. Aber das ist dann nicht mehr Gemeinschaft, noch ein Wachstum in der Erkenntnis der Reichtümer der Offenbarung Seiner Selbst, der Fülle, die in Christus ist. Es ist Gnade, die sich unseren Bedürfnissen anpasst, die unserem armen Zustand entspricht. Jesus streckt uns Seine Hand entgegen gemäß dem Bedürfnis, das wir fühlen und das durch die Wirkung des Heiligen Geistes in unseren Herzen wachgerufen wird. Ja, dass Jesus Sich also mit uns beschäftigt, ist eine unendlich kostbare Gnade; wir machen die süße Erfahrung von Seiner Treue und Liebe. Wir lernen durch die Wirksamkeit dieser Gnade Gutes und Böses unterscheiden, indem wir uns selbst richten; aber die Gnade muss sich unseren Bedürfnissen anpassen und einen Charakter annehmen, der diesen Bedürfnissen entspricht: sie muss uns dahin führen, an uns selbst zu denken.

 Wenn wir nicht treu sind, so beschäftigt der Heilige Geist uns mit uns selbst (freilich in Gnade), und wenn wir die Gemeinschaft mit Gott verloren haben, so können wir dieses Zurückkehren zu uns selbst nicht vernachlässigen, ohne uns selbst zu betrügen und zu verhärten. Leider übersteigt der Verkehr vieler Seelen mit Christus kaum diesen Charakter, und gar zu oft ist dies bei allen der Fall. Mit einem Wort, wenn ein solcher Zustand eintritt, weil wir einem sündigen Gedanken im Herzen Raum gegeben haben, so muss unser Verkehr mit dem Herrn, um wahr zu sein, auf Grund der traurigen Tatsache stattfinden, dass wir uns mit der Sünde, wenn auch nur in Gedanken, eingelassen haben. Die Gnade allein erlaubt uns noch mit Gott verkehren zu können; und die Tatsache, dass Er uns wiederherstellt, erhöht noch Seine Gnade in unseren Augen.

 Aber das ist nicht Gemeinschaft. Wenn wir mit Gott wandeln, wenn wir nach dem Geiste wandeln, ohne Ihn zu betrüben, so erhält uns der Geist in der Gemeinschaft und in dem Genuss Gottes, der wahren Quelle der Freude, ja, einer ewigen Freude. Das ist eine Stellung, in der Er uns (da wir selbst an allem Interesse haben, woran Er ein Interesse hat) beschäftigen kann mit der ganzen Entfaltung Seiner Ratschlüsse, Seiner Herrlichkeit und Seiner Güte in der Person Jesu, des Christus, Jesu, des Sohnes Seiner Liebe; und das Herz wird weiter nach dem Maß der Gegenstände, mit denen es beschäftigt ist. Das ist unser regelrechter Zustand; und das war der Hauptsache nach der Zustand der Epheser.

 (aus: Einleitung zur Betrachtung des Briefes an die Epheser (Synopsis))

Henning Brockhaus

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