Zittern vor dem Wort Gottes? Was soll das denn heißen? Dürfen wir nicht in aller Freimütigkeit und mit großer Freude das Wort Gottes lesen?

Ja, das dürfen wir. Ohne Frage! Aber dabei sollte uns bewusst sein, dass es GOTTES Wort ist, dass sein Wort Autorität hat und dass Gott selbst zu uns spricht, wenn wir sein Wort lesen. Und da ist es gut zu zittern, insbesondere dann, wenn unser eigener Zustand durch das Wort Gottes offenbar gemacht wird.

So war es bei Esra und seinen Weggenossen. „Und zu mir versammelten sich alle, die da zitterten vor den Worten des Gottes Israels wegen der Treulosigkeit der Weggeführten; und ich saß betäubt da bis zum Abendopfer.“ (Esra 9,4)

Wenn Gott uns durch sein Wort auf unsere Fehler oder unsere Untreue hinweist (und hinweisen muss), dann sollten wir mit Ehrfurcht vor dem Wort Gottes aufhorchen, zuhören und tun, was Gott von uns möchte. Er selbst verheißt: „Aber auf diesen will ich blicken: auf den Elenden und den, der zerschlagenen Geistes ist, und der da zittert vor meinem Wort“ (Jesaja 66,2b).