Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder - Bibel-Blog
Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder


Mittwoch, 20. April 2011

Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder

Lasst die Kinder zu mir kommen, wehrt ihnen nicht, … (Markus 10, 14b)

Wenn der HERR Jesus allein diese Worte sagt, dann dürfen wir sehen, dass IHM Kinder besonders am Herzen liegen. Die  Kinder haben den Erwachsenen etwas voraus. Etwas, das in den Augen des HERRN Jesus großen Wert hat.

Wenn wir einfach mal ein kleines Kind beobachten, stellen wir schnell fest, dass sie noch etwas besitzen, das wir Erwachsenen schon längst nicht mehr haben oder praktizieren. Lebenslust, Freude an den kleinen Dingen des Alltags und den Wundern, die uns umgeben und für die wir meist keinen Blick mehr haben.

Ein Kind hat tiefstes Vertrauen zu Mutter und Vater, bei denen es sich geborgen fühlt. Da ist Vorfreude auf die Spielsachen, die es sich zum Geburtstag oder zu Weihnachten gewünscht hat. Da ist jeden Tag Offenheit für alles Neue um sich herum. Den dicken Käfer, der vor ihm auf dem Weg herumkrabbelt, die lange Raupe auf dem Blatt, der Regenbogen am Himmel. Was es auch sein mag.
Können wir eigentlich noch staunen oder haben wir uns das längst abgewöhnt, weil wir meinen, alles zu wissen und für alles eine Erklärung gefunden zu haben?

Sind das nicht gerade die Wesenszüge, die wir Erwachsenen irgendwann abgelegt haben, weil man dieses oder jenes nicht mehr tut? Einfach, weil es kindisch ist und sich für jemanden, der die Kindheitsphase hinter sich hat, nicht gehört?
Im Gegensatz dazu scheinen diese Wesenszüge in Gottes Augen einen hohen Stellenwert zu haben. Sollte uns das nicht nachdenklich machen?

Wenn uns diese Verhaltensweisen und Eigenschaften eines Kindes auch heute noch kennzeichnen würden, dann würde uns der HERR Jesus sicher viel mehr bedeuten und unser Herz ausfüllen.

Nicht wir Erwachsenen sind in dieser Hinsicht offensichtlich der Maßstab - die Kinder sind es!

 

Johannes Berthin

2 Kommentare to “Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder”

  1. Joseph schreibt:

    Ich denke, Jesus meint wir Erwachsenen sollen begreifen, daß es für die Kinder vor allem ihre Unbefangenheit ist, die Ihn, Jesus Christus, einfach so anzunehmen, ohne wenn und aber, ohne Hintergedanken dabei zu haben, sie so beispielhaft für alle anderen macht.
    Kinder denken auch nicht weit in die Zukunft voraus, so wie die Erwachsenen es gerne tun, sie sorgen nicht vor, denn sie lassen vorsorgen, durch ihre Mutter und ihren Vater, denen sie voll vertrauen. So wie oben auch im Text steht. Genau so wie die Kinder es tun, sollen sich auch alle anderen geborgen fühlen im VATER, der oben im Himmel über uns wacht und der seinen Sohn sandte, um den Weg für uns zu dort oben hin frei zu machen. Der Weg hier unten für uns heißt: Nächstenliebe!
    Echte Nächstenliebe ist etwas, was sehr viele Erwachsenen schon längst nicht mehr haben oder praktizieren, denn sie haben oft kein Vertrauen in Gott und dadurch wie andere durch sie dann leiden müssen, weil sie den richtigen Weg aus den Augen verloren haben, verlieren auch leider oft genug andere das Vertrauen in Gott. Die Menschen begreifen einfach nicht, daß wir Menschen alle Brüder und Schwestern sind und zusammen in Jesus eins sind. So zu denken, braucht nämlich ein kindliches Gemüt und vollstes Vertrauen in Jesus Christus, der JEDEN in seine Barmherzigkeit mit einschließt. Ob der einzelne dann auch sein Angebot am Ende annehmen will, selbst dies überläßt er JEDEM einzelnen in freier Entscheidung.

  2. Johannes Berthin schreibt:

    Hallo Joseph,

    vielen Dank für deinen zusätzlichen Gedanken! Dein erster Gedanke bezieht sich genau auf den zweiten Teil des 14. Verses, den ich nicht angegeben habe. Wie du schon sagtest, wünscht sich der Herr von jedem Erwachsenen den kindlichen Glauben ihn so anzunehmen, wie es ein Kind tun würde.
    Aber wir dürfen auch sicher jetzt als Erwachsene, die IHN schon angenommen haben, noch vieles von den Kindern lernen.
    Lebhaftigkeit, Anhänglichkeit oder auch Schutzlosigkeit sind “Eigenschaften” eines Kindes, die wir ganz besonders auf unserem Weg hinter dem HERRN her haben sollten, weil wir uns dann (wie ein Kind es tut) im übertragenen Sinn Freude haben IHM nachzufolgen (Lebhaftigkeit), immer ganz nah bei IHM bleiben (Anhänglichkeit) und uns ganz auf IHN werfen (Schutzlosigkeit).
    Wir möchten doch von den Kindern lernen, gerade weil ein Kind in seinem Verhalten in den Augen des HERRN großen Wert hat.

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