Sicherheit - Bibel-Blog
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Sicherheit


Freitag, 8. Juli 2011

Sicherheit

Manche Christen sagen: “Niemand kann wissen, ob seine Sünden vergeben sind; das wird man erst in der Ewigkeit erfahren.” – Aber warum sollten wir das nicht wissen können? Hat Gott denn in seinem Wort nicht klar genug darüber gesprochen? Immerhin wusste schon der Psalmdichter David, dass seine “Übertretungen” unvorstellbar weit von ihm entfernt, d. h. vergeben waren. Und mit diesem Wissen stand er nicht allein.

Welches Interesse könnte Gott daran haben, die Menschen, denen Er Gnade erweist, bis zuletzt im Unklaren zu lassen? Dass es nicht so ist, wird an mehreren Stellen des Neuen Testaments bezeugt. Eine davon steht im ersten Brief des Apostels Johannes: “Dies habe ich euch geschrieben, damit ihr wisst, dass ihr ewiges Leben habt, die ihr glaubt an den Namen des Sohnes Gottes” (Kap. 5,13). Es war also ein wesentlicher Zweck seines Briefes, den Gläubigen zu versichern, dass sie Vergebung ihrer Sünden und “ewiges Leben” besaßen – ein Leben, das für die Gegenwart Gottes passend ist.

Ähnlich deutliche Aussprüche finden wir auch an anderen Stellen des Wortes Gottes (vgl. Johannes 5,24; Römer 5,1; Hebräer 10,10.14.17.18). Und trotzdem trifft man immer wieder Menschen, die sich ihrer Sünden vor Gott bewusst geworden sind, sie bereut und Ihm bekannt haben, aber dennoch sagen: “Ich hoffe, in den Himmel zu kommen”, anstatt zu sprechen: “Ich weiß, dass mein Erlöser lebt” (Hiob 19,25).

Wir möchten solche besorgten Menschen daran erinnern, wie vollkommen das Sühnopfer Jesu Christi ist; es ist die alleinige Grundlage für die Vergebung der Sünden. Und die Sicherheit für uns liegt in der bestimmten Zusage der Errettung, die Gott in seinem Wort gegeben hat.

(aus: Die gute Saat 2011)

Henning Brockhaus

3 Kommentare to “Sicherheit”

  1. Peter Vogel schreibt:

    Golgatha… Vollkommenheit wurde sichtbar. Niemand sollte daran zweifeln… kein wenn und aber sollte das Herz erfüllen. ER sagt es eindeutig zu…

    1 Joh. 1 V 8. Wenn wir sagen, dass wir keine Sünde haben, so betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. 9. Wenn wir unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller (jeder) Ungerechtigkeit. 10. Wenn wir sagen, dass wir nicht gesündigt haben, so machen wir ihn zum Lügner, und sein Wort ist nicht in uns.

    Das ist unvergänglich…

    Was nun wenn ich vergesse Sünden zu bekennen, sie wohnen mir inne und werden nicht markant empfunden? Ich wähle Ungeduld und Lieblosigkeit… Untugenden oder eben doch Sünden welche ich nicht ablege. Ich weiß um sie… gehe dagegen an… bitte IHN um Weisheit und Kraft dies zu tun… doch immer wieder kommt das an die Oberfläche.

    Ich denke nicht das jemand damit den Schatz der Erlösung riskiert… doch nicht alle diese Vorgänge werden bekannt. Und nun?
    Wie werden diese den Herrn Jesus betrübenden Dinge dereinst angesehen werden? Sind sie, trotz meiner Vergesslichkeit zum Bekenntnis, mit gesühnt oder fallen sie unter nachstehende und schmerzhafte Handlungsweise?

    1. Kor. 3 V 12 Wenn aber jemand auf [diesen] Grund baut Gold, Silber, köstliche Steine, Holz, Heu, Stroh, 13 so wird das Werk eines jeden offenbar werden, denn der Tag wird es klar machen, weil er in Feuer geoffenbart wird; und welcherlei das Werk eines jeden ist, wird das Feuer bewähren. 14 Wenn das Werk jemandes bleiben wird, das er darauf gebaut hat, so wird er Lohn empfangen; 15 wenn das Werk jemandes verbrennen wird, so wird er Schaden leiden, er selbst aber wird gerettet werden, doch so wie durchs Feuer.

  2. Henning Brockhaus schreibt:

    Lieber Peter,

    noch ein paar Gedanken zu Deinen Ausführungen:

    Du fragst, was mit den Sünden geschieht, die wir nicht bekennen, weil wir sie vergessen haben oder sie uns nicht bewusst werden. Dazu möchte ich Dich an ein Gebet aus den Psalmen erinnern, das in unserer christlichen Zeit sicher auch gebetet werden kann: “Verirrungen, wer sieht sie ein? Von verborgenen Sünden reinige mich” (Psalm 19,12).

    Dies zeigt, dass es auch um eine innere Haltung geht. Sicher sündigen wir oft auch unbewusst in Gedanken und vergessen, diese Sünden zu bekennen. Trotzdem dürfen wir wieder die Gemeinschaft mit Gott genießen, weil “das Blut Jesus Christi, seines Sohnes, uns von aller Sünde reinigt.” (1. Joh 1). Es ist gleichsam der Charakter dieses Blutes. Christus ist für alle unsere Sünden gestorben, so dass es nicht mehr um ein Gerichtetwerden wegen dieser Sünden geht, sondern um etwas, was die Gemeinschaft zwischen dem Kind Gottes und Gott, dem Vater, stört. Und da sieht Gott sicher unser Herz an, wenn wir in demütiger Weise eine solche Bitte wie die in Ps. 19 ausdrücken oder eine solche Haltung vor Gott einnehmen.

    Es gibt sehr viele Gelegenheiten, die wir nicht bekannt haben. Am Richterstuhl des Christus werden wir spätestens darüber wieder völlig mit unserem Herrn übereinstimmen, denn dann wird Er uns seinen Blick auf die Dinge zeigen und wir werden anbetend anerkennen, wie gnädig und gütig und gerecht Er mit uns umgegangen ist.

    Die am Kreuz von Golgatha geschehene Sühnung ist absolut vollständig! Gesühnt sind alle Sünden, das hängt nicht von einem Bekenntnis ab. Die Stelle aus 1. Kor 3 zeigt demgegenüber, dass die Werke eines fleischlichen Gläubigen dergestalt sein können, dass sie völlig unbrauchbar für Gott sind und es keinen Lohn für sie geben kann. Das berührt jedoch nicht die ewige Errettung, wie V 15 am Ende zeigt. Der Schaden besteht darin, dass er keinen Lohn empfangen wird und er seine Zeit auf dieser Erde nicht für den Herrn eingesetzt und genutzt hat. Wir haben hier nur unsere begrenzte Zeit, um dem Herrn zu dienen. Ein solcher wird erkennen müssen, dass er seine Erdenzeit nicht zum Gewinn, sondern zum Verlust eingesetzt hat. Doch er wird gerettet werden, auch wenn seine Werke hier verbrennen müssen, weil sie keinen Wert für Gott hatten.

  3. Peter Vogel schreibt:

    Lieber Henning, danke für die ausführliche Antwort.

    Wie schön öffnet sie, und weitet sie, den Blick auf die Vollkommenheit göttlichen Erbarmens. Welch eine Gefahr aber wird auch sichtbar, durch eigene Bedenken dieser Art die wirkliche Größe und Tiefe des Opfers von Golgatha zu reduzieren.

    Ja, der Psalm 19 bewirkt Trost und Aufmunterung. Es leuchtet Gewissheit hervor… denn ER erhört Gebet. Dieser Psalm hat ja auch einen so schönen Abschluss…
    14 Laß die Reden meines Mundes und das Sinnen meines Herzens wohlgefällig vor dir sein, Jehova, mein Fels und mein Erlöser!

    Einmal mehr bleibt nur, diesen Herrn Anbetung zu geben… da fällt mir gerade ein oft gesungenes Lied ein…

    Anbetung Dir, dem Lamme,
    Das unsre Sünden trug.
    Dort an des Kreuzes Stamme
    Wardst Du für uns ein Fluch!
    Preis Dir, daß Du gegeben
    In heißer Liebesglut
    Für uns Dein teures Leben
    Und Dein Versöhnungsblut!

    Wer könnte je ergründen
    Die Tiefen und die Höhn,
    Und wer Verständnis finden
    Von dem, was dort geschehn!
    Du, alles Lebens Quelle,
    Des ew’gen Gottes Sohn,
    Du hast an unsrer Stelle
    Geschmeckt der Sünde Lohn!

    Preis und Anbetung bringen
    Wir Dir, o Herr, dafür!
    Von Deiner Liebe singen
    In Schwachheit wir schon hier.
    Was wird es sein, wenn droben,
    In Deiner Herrlichkeit,
    Dich jeder Mund wird loben,
    O Lamm, in Ewigkeit!

    (Julius Löwen 1822-1907 · Melodie von Melchior Teschner 1584-1635)

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