Gemeinschaft mit dem Vater und dem Sohn - Bibel-Blog
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Gemeinschaft mit dem Vater und dem Sohn


Freitag, 22. Juli 2011

Gemeinschaft mit dem Vater und dem Sohn

Was von Anfang war, was wir gehört, was wir mit unseren Augen gesehen, was wir angeschaut und unsere Hände betastet haben, betreffend das Wort des Lebens.“   1. Johannesbrief, Kapitel 1 Vers 1.

Christus wird in dieser Welt als der Anfang von allem gesehen. Das heißt nicht, dass die früheren Erlösten von Ihm kein Leben aus dem Himmel empfangen hätten. Aber die Grundlage von allem war bisher niemals geoffenbart worden.

„Was von Anfang war, was wir gehört …“ Es war ein Mensch in einem Leib. […] So wie wir das natürliche Leben in Adam sehen können, so sehen wir das göttliche Leben in Christus. Wenn wir das Leben in uns anschauen, dann ist es mit Versagen verbunden. Die Vollkommenheit des Lebens erkenne ich indessen, indem ich Christus anschaue.

„Und das Leben ist geoffenbart worden, und wir haben gesehen und bezeugen und verkündigen euch das ewige Leben, welches bei dem Vater war und uns geoffenbart worden ist.“   1. Johannesbrief, Kapitel 1 Vers 2

Dort sehen und erkennen wir es; und unser geistlicher Zustand beruht auf dem Grad, in dem wir es verwirklichen. Die Jünger hatten es im Fleisch gekommen gesehen; und uns wurde es verkündigt, damit wir mit ihnen Gemeinschaft haben – und ihre Gemeinschaft ist mit dem Vater und Seinem Sohn Jesus Christus. Hier handelt es sich nicht einfach um eine Person, die durch das Werk Christi vor Gott gerechtfertigt ist, sondern um eine Gemeinschaft mit Gott kraft eines Lebens, das in Christus vor Gott bestand – ein Leben, das vollkommen mit allem übereinstimmt, was Gott ist. Wenn wir die neue Natur anschauen, welche uns gegeben wurde in ihrer Heiligkeit und Liebe, finden wir dieselbe auch in Gott. Er gibt mir dieses Leben, damit ich Kraft habe. Es kann mir keine Offenbarungen schenken, aber es gibt mir Gemeinschaft mit Gott. Ich bin nicht nur vor Ihm gerechtfertigt, sondern habe auch dieselben Gedanken und Gefühle wie Er. Gott hat sie in sich selbst; wir empfangen sie von Ihm. Dennoch sind es dieselben.

Das ist Gemeinschaft. Es gibt gemeinsame Gedanken, Freuden und Gefühle zwischen dem Vater und dem Sohn; das wissen wir, und wir nehmen daran teil. Gott hat uns den Heiligen Geist gegeben, damit wir Kraft haben, wenn der Geist in uns wirkt. Alles das wurde in der Person Christi in den Empfindungen eines Menschen entsprechend der göttlichen Natur verwirklicht. Wenn meine Seele sich an Christus erfreut und die Segnungen in Ihm erkennt – weiß ich dann nicht, dass auch mein Vater sich an Ihm erfreut? Er erfreut sich an Ihm in Heiligkeit und Liebe; und so ist es auch bei uns.

Das ist Gemeinschaft. Wir erhalten Gemeinschaft mit dem Vater und dem Sohn. Diese Segnung habe ich empfangen. Es geht hier nicht einfach um die Tatsache, dass ich, der ich einst ein Sünder war, von Gott angenommen bin. Christus ist mein Leben geworden. Dadurch erhalte ich die Glückseligkeit der Gemeinschaft mit dem Vater und dem Sohn. Der Vater liebt den Sohn, und der Sohn liebt den Vater; und auch ich habe ihre göttlichen Zuneigungen geschenkt bekommen und Gemeinschaft mit ihnen. Dahin führt Gott uns.

Das ist vollkommene Glückseligkeit.

John Nelson Darby

Henning Brockhaus

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