Das Gute festhalten - Bibel-Blog
Ein Glaubensimpuls für jeden Tag

Das Gute festhalten


Donnerstag, 22. März 2012

Das Gute festhalten

"Prüft aber alles, das Gute haltet fest." (1. Thessalonischer 5 Vers 21)

Etwas zu Prüfen oder zu Beurteilen fällt uns nicht schwer, sondern wir sind da oft schnell dabei. Dabei beurteilen wir vielleicht auch vorschnell Motive / Beweggründe eines anderen, was uns aber nach 1. Korinther 4 Verse 3-5 nicht zusteht, sondern allein Gott.

Wie aber sieht es damit aus, "das Gute festzuhalten"? Was bleibt bei unseren Beobachtungen und Beurteilungen hängen? Ich möchte diese Frage mal auf das Miteinander als Geschwister im Herrn Jesus anwenden. Sind es die Eigenarten eines anderen, die uns nicht passen, oder die Sünden, die jemand getan hat, die hängen bleiben? Oder vielleicht doch das, worüber wir uns freuen konnten, das, was wir Gutes an dem Mitbruder oder der Mitschwester feststellen durften, das, was Gott gefällt und ehrt? Lasst uns einander anspornen, mehr das Gute in unseren Mittgeschwistern zu sehen und in Erinnerung zu behalten, mehr das, was Gott in ihnen und durch sie bewirkt hat.

Daniel Mauden

6 Kommentare to “Das Gute festhalten”

  1. Jochen M. schreibt:

    Ist es nicht so, dass den Menschen in unserer Gesellschaft am ehesten in Erinnerung bleibt oder bleiben soll, was andere Böses getan haben bzw. Menschen anderen Menschen an Leid zugefügt haben? Man denke da nur an die vielen Stätten des Gedenkens, auch deshalb Mahnmale genannt, wie z.B. Soldatenfriedhöfe inklusive der oft dazu extra noch in Stein festgehaltenen Namenslisten von all den Gefallenen, das große Holocaust-Denkmahnmal in Berlin, die KZ-Gedenkstätte Dachau und andere dieser Art, dann z.B. einsehbare Listen von menschlichen Richtern zum Tode verurteilten anderen Menschen, ja, auch an die Kreuzigung Jesu, die uns als Ihm am Kreuz hängend immer wieder vor Augen geführt wird, oder auch z.B. auch ganz einfach im Berufsleben Abmahnungsschreiben, die schön akurat vom Arbeitgeber gespeichert werden u.v.m. Dies alles kann nur bedeuten, niemand auf Erden soll wirklich seine Schuld vergeben werden, wenn bestimmte Menschen das nicht wollen. Von welchem Geist mögen denn diese bestimmten Menschen in Wahrheit geleitet werden? Der Geist, der seinen Anhängern von Gott gegeben worden ist, kann es somit jedenfalls nicht sein.
     
    Wie soll demnach also in den Menschen da draußen wirklich der Wunsch aufkommen, anderen ihre Schuld zu vergeben, so wie der HERR es von uns verlangt (siehe Mt. 6:12)? Ist es nicht vielmehr so in unserer Welt, dass wir gelehrt bekommen, anderen ihre Schuld tunlichst NICHT zu vergeben? Unter keinen Umständen, nein, keinesfalls soll anderen ihre Schuld vergeben werden. Vielmehr wird so aber immer der Wunsch nach Rache und Vergeltung aufrecht erhalten. Oder zumindest wird auf entsprechende Wiedergutmachung abgezielt. Die Deutschen sind z.B. bis heute die Bösen, selbst die Kinder dieses Volkes, die noch nie einem anderen in Wirklichkeit etwas Böses angetan haben. Und dennoch sollen sie ruhig für die Schuld ihrer Vorfahren aufkommen, selbst noch für weit in die Zukunft hinein. So aber ist Vergeben und Vergessen gar nicht möglich; es wird sogar unmöglich gemacht.
     
    Aber selbst über andere zu Gericht sitzen zu wollen und wenn dies auch nur über den menschlichen Geist passiert, ist entgegen dem Wort Gottes. Denn wie heißt es doch in der Bibel? "Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet! (Mt. 7:1).
     
    Jesus hat sich von Menschen richten lassen, und obwohl Er völlig ohne irgend eine Schuld war und sogar Pilatus an Ihm bzw. an seinem Tun keinerlei Schuld entdecken konnte, wurde Er hingerichtet von den Händen von Menschen aus den Nationen, aber was noch viel schlimmer wiegt, vom Geist, der in den Pharisäern und Schriftgelerhrten zu dieser Zeit wohnte. Denen, die Ihn mit den Händen gekreuzigt haben, für die bat Jesus bei seinem Vater um Vergebung (Lk 23:34). Was aber ist mit all denen, für die Jesus als Opferlamm beispielhaft steht und über die von anderen Menschen in unserer Welt zu Gericht gesessen wird und was somit über den menschlichen Geist abgewickelt wird? Hat diesen Menschen (den Pharisäern und Schriftgelehrten, also den Gesetzeshütern der von Menschen gemachten Gesetzen) Jesus damals vergeben, oder tat Er es vielmehr nicht? Denn diese zuletzt genannten Leute glaubten schon damals NICHT, dass Jesus der Sohn Gottes ist und Jesus warnte sie auch noch, indem Er schon predigte: "wer aber gegen den heiligen Geist lästert, dem wird nicht vergeben werden" (LK 12:10). Und man bedenke, alles was Jesus jemals gesprochen hat, das bekam Er vom Heiligen Geist eingegeben. Ihm also nicht zu glauben, dass Er in Wahrheit der Sohn Gottes ist, ist so, als beleidige man den Heiligen Geist. So ist es also auch Lästerung gegen den Heiligen Geist, anderen ihre Schuld nicht zu vergeben. Denn Jesus trug das "Vater Unser" im Heiligen Geist vor. Man überlege sich das bitte einmal ganz genau, was das dann bedeutet.
     
    Im kleinen privaten Bereich anderen ihre Schuld zu vergeben, ist sicherlich ein guter Anfang. Aber wenn das nicht auch in großem Rahmen möglich ist bzw. wird, dann wird diese Welt hier ihre Schuld nie völlig loswerden, denn die Kreuzigung von Jesus Christus geht somit tagtäglich weiter und Satan triumphiert bis zu diesem Tag des HERRN auf unserer Welt. Wenn Jesus uns zuschaut und das tut Er bestimmt, was ist wohl seine Reaktion darauf, wie wir dazu neigen und gelehrt bekommen, anderen ihre Schuld nicht zu vergeben? Möglicherweise doch diese hier: Jesus weinte. (Johannes 11:35).

  2. Bernhard Brockhaus schreibt:

    Lieber Jochen,

    ein paar weitere Gedanken zu dem, was Du schreibst. Die Welt will nichts von Christus wissen, somit kann und will sie auch nicht die Lehren Christi verstehen und befolgen. Wer nicht neues Leben aus Gott hat, kann nicht anders als sündigen. Nur die neue Geburt macht uns dazu fähig, dem Herrn Jesus als Jünger zu folgen. Was Du schreibst über die Gesellschaft ist leider war, aber erstaunt es Dich wirklich? Hat nicht Paulus im Brief an die Römer, Kapitel 1, und auch Römer 3,9-18, schon eben diese Gesellschaft vorgemalt?

    Diese Welt wird, geleitet durch Satan, den Fürsten dieser Welt, auf diesem Weg fortschreiten, wie Du es schreibst. Es ist erschreckend, aber leider wahr! Es sollte uns um die Einzelnen gehen, die wir vor dem kommenden Zorn warnen müssen. Die Welt, dieses verdrehte und verkehrte Geschlecht, können wir nicht ändern und wir haben auch nicht den Auftrag dazu. Vielmehr sollen wir folgendes tun:

    "Tut alles ohne Murren und zweifelnde Überlegungen, damit ihr untadelig und lauter seid, unbescholtene Kinder Gottes inmitten eines verdrehten und verkehrten Geschlechts, unter dem ihr scheint wie Lichter in der Welt, darstellend das Wort des Lebens" (Philipper 2,14-15)

    Du hast recht, der Herr schaut uns zu. Er wird von der Welt verunehrt und verachtet, aber was sieht Er bei mir?

     

  3. Steffen Gräb schreibt:

    "Wie soll demnach der Wunsch in einem Menschen aufkommen anderen zu vergeben " ?
    Wie ist es da mit uns? Es gibt doch nur eine möglichkeit wie wir einander vergeben können.
     Wenn wir auf das blicken was Gott uns vergeben hat. Eph.4,32 Seid aber zueinander Gütig, Mitleidig einander vergebend gleich wie auch Gott in Christus uns vergeben hat.
    Als der Herr Jesus hier auf Erden war, da hat Er eine Geschichte erzählt, eine schlimme Geschichte von einem Mann der eine große Schuld hattte. Die wurde Ihm erlassen, und da geht dieser Mann doch Tatsächlich hin und betrügt einen der bei Ihm eine kleine Schuld hatte. Aber ist das nicht manchmal auch unsere Geschichte? Wie viel ist uns vergeben worden auf der Grundlage des Werkes unseres Herrn Jesus, und da sind wir manchmal nicht Bereit dieses kleine im vergleich jetzt dieses kleine unseres Bruders unserer Schwester unserem Ehemann unserer Ehefrau unseren Mitmenschen zu vergeben ? 

  4. Steffen Gräb schreibt:

    Ich schreibe auch nicht leichtfertig darüber! Es gibt schwere Dinge im Leben eines Glaubenden. Es gibt Dinge wo Er innerlich wirklich Tief getroffen und verwundet werden kann vielleicht durch einen Kollegen am arbeitsplatz einen Mitschüler, einen Studienkollegen vielleicht sogar durch die Eltern oder Kinder schwer getroffen werden kann. Und da haben wir doch diese wunderbare Gnädige möglichkeit einfach die Dinge Gott zu übergeben! Und wenn wir das nicht tun dann tragen wir Bitterkeit in unserem Herzen und können nicht wirklich Glücklich sein.

  5. Steffen Gräb schreibt:

    Noch einen Gedanken zum Beurteilen was Daniel ansprach.
    Wir sind fähig anhand von Gottes Wort andere zu Beurteilen das könnt Ihr finden in Apg.16 da hat Lydia, Paulus und seine Mitabeiter gebeten sie sollten Urteilen ob SIE Treu sei. Aber wir können das nur anhand der Wege die jemand geht und anhand dessen was er spricht. Aber was wir nicht beurteilen können sind die Beweggründe. Und ich möchte warnen davor Beweggründe des Herzens zu beurteilen dann stehen wir in der Gefahr unserem Mitbruder/schwester einen falschen Beweggrund zu unterschieben für sein Handeln und das wäre nach Gottes Wort Lästerung. Es ist wichtig auch für glaubende Eltern das sie Handlungen beurteilen die Ihre Kinder tun Redeweisen beurteilen und verurteilen wenn sie gegen Gottes Wort und Gedanken sind aber WARNUNG bei den Beweggründen eines herzens. 

  6. Jochen M. schreibt:

    Lieber Bernhard,
    Verzeihung dafür, dass ich mich erst jetzt wieder melde, es kam immer etwas bei mir dazwischen.
    Du hast geschrieben:
    "Nur die neue Geburt macht uns dazu fähig, dem Herrn Jesus als Jünger zu folgen."
     
    Ich habe schon oft von anderen Christen diese Umschreibung gehört. Doch was bedeutet sie nun wirklich?
    In Johannes 3:6 steht: "Was aus dem Fleische geboren ist, das ist Fleisch, und was aus dem Geiste geboren ist, das ist Geist."
     
    Wie Du sagst: "Diese Welt wird, geleitet durch Satan, den Fürsten dieser Welt, auf diesem Weg fortschreiten, wie Du es schreibst. Es ist erschreckend, aber leider wahr!"
     
    Demnach muss diese Welt, (damit muss eine ganz bestimmte Schöpfung gemeint sein) die dem Satan angehört, aus dem Fleische geboren sein und deshalb ist es jenen aus DIESER Schöpfung unmöglich oder zumindest fast unmöglich dem HERRN Jesus zu folgen. Oder wie Du noch dazu sagst, es wird sogar immer noch schlimmer mit dieser Welt werden.
    Andererseits muss es dann aber, da Geistiges ja nur aus Geistigem geboren werden kann, noch eine zweite Schöpfung geben.
    Im Anklang an die Bibel möchte ich mal sagen, jene die dem Fleische anhängen, gehen den Weg des Kain. Daneben gibt es die aus dem Geist Geborenen. Das sind dann jene, die als Nachkommen Abels gelten müssten, wenngleich dieser auch von Kain erschlagen worden ist, im Sinne von neugeborenem guten Geist, dann aber der Seth an dessen Stelle kam.
    So könnte man es auf einfachstem Weg erklären, dass seit dieser Aufteilung von jenen, die den Weg Kains gingen (bzw. gehen mussten), weil sie dessen Nachkommen waren und andererseits dagegen jenen, welche aus der Nachkommenschaft des Seth das Licht der Welt erblickten, es nun zu einer Art fortwährende Kampf auf unser Welt gekommen ist und der immer noch anhält.
     
    Durch Jesus bekamen dann auch die aus dem Fleische Geborenen, also den Nachkommen des Kain die Möglichkeit verschafft, ebenfalls zu einer neuen Geburt über den Geist der Wahrheit zu kommen. Doch noch lange nicht jeder will das Angebot von Jesus auch annehmen. Möglicherweise ist es auch noch lange nicht für jeden machbar, selbst wenn der Wille dazu im Geist vorhanden sein mag. Denn die aus dem Fleische Geborenen sind wie eh und je was den Willen zur Buße und die Abkehr von der Sünde angeht, schwach. So wie Kain es gewesen ist, der sich lieber an materiellen Dingen festgehalten hat, während sein Bruder Abel von Anfang an begriffen hatte, um was es tatsächlich geht. Denn nicht umsonst war das Opfer, welches er Gott entgegenbrachte, ganz nach dessen Wohlgefallen. Denn das Opfer, dass Abel dem HERRN darbrachte, war die Abkehr von dem Fleische hin zu höheren und geistigen Werten. Kain hingegen bestellte seinen Acker um des Ertrages willen, und selbst da er dem HERRN davon etwas abgab, so war klar für ihn , es bliebe immer noch genug für ihn selbst. Was heißt, Kain trachtete nach irdischem Reichtum und nicht nach himmlischem. Es gibt genug Menschen auf dieser Welt, die leider genau so denken wie Kain und deshalb gelingt es ihnen auch nicht, den Weg zu Jesus Christus zu finden, um sozusagen und rein bildlich gesprochen neu geboren zu werden.
     
    Was zwei Schöpfungen angeht, von denen ich oben sprach, so lest mal folgenden Vers in der Bibel ganz genau und vielleicht geht Euch dabei dann auch ein Licht auf, so wie es mir aufgegangen ist.
     
    1. Mose 2:4 Dies ist die Geschichte des Himmels und der Erde, als sie geschaffen wurden, ZU DER ZEIT, als Gott der Herr Erde und Himmel machte. (Schlachter 2000)
     
    Bei der Erschaffung der Welt in sieben Tagen plus den Menschen in Kapitel 1 Mose, heißt jener der das vollbrachte, einfach "Gott" und ab dem genannten Vers oben, heißt jener, der dann den Garten Eden schuf,  plus darin die Menschen aus dem Staub der Erde plötzlich "Gott der Herr".
    Warum zwei verschiedene Bezeichnungen für Gott, wenn es sich doch um ein und denselben Gott dabei handeln soll, wie bis heute gemeinhin angenommen wird? Sagt der abgegrenzte Raum des Garten Edens, der gen Osten AUF der von Gott erschaffenen Welt gelegen hat, wo auch das berühmte Babylon gelegen hat, nicht sein übriges dazu? Wieso ein abgegrenzter Paradiesgarten? Wo doch Gott in Kapitel 1 Mose quasi die ganze Welt zu einem Paradies erklärt hat, indem er zu seinem sieben Tage Werk sagte: "und siehe, es war sehr gut" (1.Mose 1:31).
     
    Das mit jenen die aus dem reinen Geist geboren worden sind, die später in den Himmel kommen, und im Vergleich dazu, das mit jenen, die aus dem Fleische geboren sind, bzw. aus dem Staub der Erde und auch wieder dahin zurückkehren, wenn sie tot sind, das kommt nicht von ungefähr. Denn genau darum dreht sich alles und so ist auch die Situation auf dieser Welt hier. Sie ist zweigeteilt und das so gut wie von Anfang an. In Geist und Fleisch und in gut und böse und in Buße tun wollen und nicht Buße tun wollen bzw. können.
     
     
     
     

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