"Ich habe immer gesagt: Er ist wie ein Baum; man kann sich unterstellen oder sich daran aufhängen", so die Frage eines Politikers in einem autoritären Regime. Leider gibt es solche Zustände auch in christlichen Versammlungen (Gemeinden). Der Apostel Johannes scheibt von einem solchen Diotrephes, der gerne der Erste sein wollte (3. Johannes 9) und nicht einmal die Worte des Apostels Johannes annahm. Bei solchen "Brüdern" gibt es oft nur zwei Wege: Entweder unterstellt man sich ihrer (angemaßten, falsch ausgeübten) Autorität, oder man geht (geistlich, moralisch, inmitten der Christen) an ihnen zugrunde. So war es offenbar bei Diotrephes – und so kommt es leider auch heute noch vor. Das ist tragisch. Die Tatsache, dass Johannes davon spricht, dass er selbst kommen müsse, um dem Treiben dieses Mannes ein Ende zu bereiten, der sogar Brüder aus der Versammlung stieß, scheint ein Hinweis darauf zu sein, dass man hier nur von außen (also von einem anderen Ort aus) helfen kann. Dass dazu Mut und Standvermögen gehört, auch die Bereitschaft, nicht auf den eigenen Ruf zu achten, muss wohl nicht weiter betont werden. Solcher Brüder und Diener bedarf es auch heute – sie vollbringen einen wertvollen Dienst!