Der in Italien für Lazio Rom spielende deutsche Fußballspieler Miroslav Klose schoss in dieser Woche für seinen Verein das 1:0 gegen Neapel und wies sofort darauf hin, dass er seine Hand zur Hilfe genommen hatte. Und das, obwohl der Schiedsrichter das Handspiel nicht gesehen hatte und das Tor geben wollte. Das Tor wurde dann tatsächlich nicht gegeben. "Dafür verdient er einen Preis", sagte Neapels Kapitän Paolo Cannavaro. Genauso wie fast alle anderen Napoli-Spieler war er nach der überraschenden Aussage des Deutschen auf dem Platz auf ihn zugelaufen und hatte ihn voller Respekt zum Dank umarmt. "Bravo!", meinte auch Neapels Coach Walter Mazzarri.

Wir müssen uns nicht wundern. In dieser Welt muss die Ehrlichkeit oft hinter dem Erfolg zurückstehen. Umso schöner zu sehen, dass Miro Klose die Ehrbarkeit besaß, zuzugeben, dass das Tor regelwidrig zustande gekommen war. Sein Verhalten ist wirklich eine Ausnahme! Die Reaktionen des Gegners zeigen, dass es in der Welt normalerweise anders zugeht: Betrug, Lüge und Unehrlichkeit sind an der Tagesordnung.

Wir Christen haben eine andere Magna Carta. Aber wie steht es bei uns mit der Wahrheit, nehmen wir es auch manchmal nicht so genau damit oder sind wir "mit Wahrheit umgürtet" (Epheser 6 Vers 14)? Die Bibel sagt uns in Epheser 4 Vers 25:

„Deshalb, da ihr die Lüge abgelegt habt, redet Wahrheit, ein jeder mit seinem Nächsten.“

Und in Kolosser 3 Vers 9 lesen wir:

„Belüget einander nicht, da ihr den alten Menschen mit seinen Handlungen ausgezogen und den neuen angezogen habt.“

In allem wollen wir unseren Herrn Jesus nachahmen, der die Wahrheit selbst ist.