"Ein tiefer Fall führt oft zu höherem Glück", schrieb William Shakespeare (1564-1616) einmal, der bekannte englische Dramatiker, Lyriker & Schauspieler. Nun weiß ich nicht, was er genau damit meinte. Aber ist daran nicht ein Stück Wahrheit? Wir sollen und dürfen keinen "Fall" suchen, ihn sozusagen freudestrahlend eingehen, um unser Fleisch zu befriedigen. Das wird Gott niemals segnen: "Was sollen wir nun sagen? Sollten wir in der Sünde verharren, damit die Gnade überströme? Das sei ferne!" (Römer 6,1). Aber WENN wir gefallen sind, wie Petrus das eindrucksvoll erleben musste, ist das Ergebnis nicht nur eine (traurige) Erfahrung, sondern eine Erfahrung, die dazu führt, dass der Herr uns in einer Weise benutzen kann, wie Er es zuvor nicht tun konnte. "Wo aber die Sünde überströmend geworden ist, ist die Gnade noch überrreichlicher geworden" (Römer 5,20). Gott sei Dank – Gott benutzt unser Fallen dazu, neuen, ja mehr Segen zu schenken. Noch einmal – nicht, wenn wir leichtfertig sündigen. Sondern dann, wenn wir gefallen sind und zu echter Umkehr und Einsicht geführt wurden. Gott sei Dank – Gott gibt uns nicht auf!