"Amerika ist eine Kultur der Abkürzung. Wir wollen immer eine Abkürzung nehmen, auf dem Weg zum Erfolg, zum Reichtum oder zum Glück", sagte kürzlich ein amerikansicher Filmregisseur. Ist diese "Fast-Food"-Mentalität nicht auch bei uns Christen inzwischen "normal" geworden? Man möchte ohne geistlich fundierte Erfahrungen andere belehren. Man möchte ohne die Zeit der Zurückgezogenheit und des stillen Lebens mit dem Herrn in der Öffentlichkeit ankommen. Wenn man versagt hat und eine Sünde begangen hat: schnell bekannt – alles wieder in Ordnung. Wer 4. Mose 19 liest, der merkt, dass Wiederherstellung seine Zeit braucht. Wer die Geschichte von Mose und Joseph, von David und Gideon liest, der weiß, dass es immer zuerst eine Zeit der Vorbereitung in der Stille geben muss. Wer die Geschichte von Paulus liest, der versteht, dass es auch im Dienst die Zeiten der privaten, persönlichen, ausgedehnten Gemeinschaft mit dem Herrn geben muss. Sonst verlieren wir unsere Kraft.