Die Menschen leben im Allgemeinen für das Hier und Jetzt. Darauf ist alles im Leben ausgerichtet. Daran wird fast nur gedacht. Wer denkt schon an die Ewigkeit, die Zeit nach unserem Sterben? Bestenfalls wird es zwar irgendwie gefühlt, aber gedanklich unterdrückt oder einfach ausgeblendet.

In Psalm 17 beschreibt David in einem Gebet die Menschen mit den Worten:

„Ihr Teil ist in diesem Leben, und ihren Bauch füllst du mit deinem Schatz; sie haben Söhne die Fülle, und ihren Überfluss lassen sie ihren Kindern.“  Psalm 17,14

Tatsächlich – alles, was die Menschen genießen, kommt letztlich von Gott ("ihren Bauch füllst du mit deinem Schatz"). Ohne Rohstoffe, deren Wachstum Gott schenkt, funktioniert hier nichts. Die Menschen sorgen für ihre Kinder, für ihre Zukunft, aber alles immer nur im Hinblick auf ein Leben auf dieser Erde, in dieser Welt.

Doch David betet weiter im nächsten Vers:

„Ich, ich werde dein Angesicht schauen in Gerechtigkeit, werde gesättigt werden, wenn ich erwache, mit deinem Bild.“   Psalm 17,15

Eine völlig andere Perspektive eröffnet sich unseren Augen. David spricht hier von dem Leben nach seinem irdischen Leben – und das, obwohl er noch wenig verstehen konnte von der Auferstehung in Christus! Er wusste dennoch, dass er eines Tages Gottes Angesicht sehen würde in einer Szene, wo Gerechtigkeit wohnt. Gott hatte ihm offenbart, dass er eines Tages Ihn, seinen Gott sehen wird und dann „gesättigt“ sein wird allein durch das Anschauen seiner, Gottes, Herrlichkeit "im Angesicht Christi" (2. Korinther 4,6.)

Wie viel mehr gilt das für einen Gläubigen der Christenheit, der Christus, die Offenbarung Gottes, kennt!

Das ist ein Ausblick, den kein ungläubiger Mensch kennt – und versteht. Es stellt sich die Frage, wie wertvoll uns, die wir Christus kennen, diese herrliche Zukunft dort ist, wo alles Licht und Liebe ist.